KHK und Herzinfarkt

QFR-Messung macht Koronarinterventionen besser

Weniger unnötige Interventionen, weniger schwere kardiovaskuläre Ereignisse innerhalb eines Jahres: In der FAVOR-III-China-Studie hatte die Strategie der QFR-geführten Koronarintervention für Patienten mit stabiler oder instabiler Angina pectoris klare Vorteile.

Mehrgefäß-KHK: FFR-geleitete PCI kommt an Bypass-OP nicht heran

Patienten mit koronarer 3-Gefäßerkrankung profitieren von einer perkutanen Koronarintervention trotz des Einsatzes von FFR-Messung und modernen Stents klinisch nicht in gleichem Maß wie von einer Bypass-OP, zeigt jetzt eine randomisierte Vergleichsstudie.

Neue Leitlinie zu Brustschmerz: 10 wichtige Aussagen

Die American Heart Association und das American College of Cardiology haben eine Leitlinie ausschließlich zur Brustschmerzdiagnostik veröffentlicht – die erste in den USA. Empfohlen wird etwa Bildgebung selektiver einzusetzen und Patienten mehr in Entscheidungen einzubeziehen.

Koronar-CT könnte auch bei Gesunden einen Mehrwert bieten

„Stumme“ Stenosen sind bei Gesunden in der Koronar-CT (CCTA) häufig nachweisbar, macht eine bevölkerungsweite Studie aus Schweden deutlich. Nicht jeder Patient wäre durch gängige Tools erfasst worden. Die Autoren stellen deshalb die CCTA als Routinewerkzeug zur Diskussion.

Noch mehr Rückenwind für intrakoronare Ultraschall-Kontrolle bei PCI

Bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt war eine Nutzung von intrakoronarer Bildgebung bei perkutanen Koronarinterventionen langfristig mit besseren Behandlungsergebnissen assoziiert, zeigt eine neue Registerstudie aus Korea.

Metaanalyse zeigt: Herzinfarkte kein Surrogat für Mortalität

Davon, dass Interventionen, die Herzinfarkte verhindern, deshalb auch die Sterblichkeit reduzieren, sind viele überzeugt. Eine umfangreiche Metaanalyse relativiert aber jetzt diese Auffassung: Nach ihren Ergebnissen sind nicht-tödliche Herzinfarkte kein valides Surrogat für die Mortalität.

PCI bei stabiler KHK: Was nützt eine Plättchenhemmer-Vorbehandlung?

Wenn Patienten mit stabiler KHK eine ad hoc-PCI erhalten, sollte ihnen ein P2Y12-Inhibitor verabreicht werden. Zu welchem Zeitpunkt ist allerdings unklar. Eine schwedische Registeranalyse deutet nun an, dass in solchen Situationen eine Vorbehandlung eher schadet als nützt.

Was die Cholesterinwerte von Schwangeren über Herzinfarkte der Nachkommen verraten

Hypercholesterinämie in der Schwangerschaft könnte die kardiovaskuläre Gesundheit der Nachkommen im Erwachsenenalter beeinträchtigen. Forscher entdeckten unter anderem signifikante Korrelationen mit dem Auftreten schwerer Herzinfarkte.

Warum eine frühe Ticagrelor-Monotherapie nach PCI von Vorteil ist

Wird nach perkutaner Koronarintervention frühzeitig von dualer Plättchenhemmung auf eine Ticagrelor-Monotherapie umgestellt, verringert sich die Gefahr von Blutungen – auch und gerade bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko.

Plädoyer für lipidsenkende Kombitherapie von Beginn an

Lipidsenkende Kombinationstherapie von Beginn an – das sollte zumindest bei Patienten mit sehr hohem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse heute die Standardstrategie sein, empfiehlt eine Gruppe von Lipidexperten in einem aktuellen Statement.

Fortschritt durch optimierte PCI-Strategie bei koronarer 3-Gefäßerkrankung

Eine durch technische Neuerungen optimierte PCI-Strategie führt bei koronarer 3-Gefäßerkrankung augenscheinlich zu deutlich besseren Behandlungsergebnissen, legen die finalen 5-Jahres-Ergebnisse der SYNTAX-II-Studie nahe.

Ischämische Kardiomyopathie: Ist eine Revaskularisation wirklich von Vorteil?

Viele Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie werden heute einer koronaren Revaskularisation unterzogen. Die wissenschaftliche Evidenz für deren Nutzen ist allerdings nach Ansicht von Experten derzeit sehr begrenzt.

Ist Eisenmangel auch bei Gesunden ein kardiovaskulärer Risikofaktor?

Eisenmangel geht bei Patienten mit Herzerkrankungen mit einer schlechteren Prognose einher. Jetzt gibt es Hinweise, dass er auch bei gesunden Personen mit kardiovaskulären Risiken assoziiert sein könnte.

Diagnostik nach Infarktausschluss: Warum das Troponin wichtig sein kann

Nicht wenige Patienten, bei denen ein akuter Infarkt zunächst ausgeschlossen werden kann, leiden an einer KHK. Doch wie erkennt man diese? Eine Studie deutet nun an, dass auch hier das Troponin eine wichtige Rolle einnehmen kann.

Spät eintreffende Herzinfarktpatienten: Lohnt sich noch eine PCI?

Noch immer ist nicht ganz klar, ob STEMI-Patienten, die erst Stunden später nach Beginn ihrer Beschwerden ein Krankenhaus aufsuchen, von einer koronaren Revaskularisation profitieren. Eine Registerstudie schafft nun mehr Evidenz, und stärkt damit die Leitlinienempfehlungen.

Nach akutem Koronarsyndrom: Vorsicht mit verkürzter DAPT!

Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ist eine DAPT-Verkürzung auf nur einen Monat keine gute Idee – zumindest nicht, wenn die Monotherapie anschließend mit Clopidogrel erfolgt.

Expertenrückblick auf den ESC-Kongress 2021: Neue Leitlinien und essenzielle Studien

Gibt es jetzt eine wirksame HFpEF-Therapie? Wie lassen sich Infarktpatienten mit hohem Risiko identifizieren? Kardiologen diskutieren in einer Kooperation mit dem Universitätsklinikum Leipzig über die neuesten Studien vom ESC-Kongress 2021. Die aktualisierten Leitlinienempfehlungen sind ebenso Thema wie die neuesten Erkenntnisse zur Salzreduktion und Koronarangiografie bei Herzstillstand. 

PCI bei hohem Blutungsrisiko: ein Monat DAPT reicht

Die Ergebnisse der MASTER DAPT-Studie erhöhen die Sicherheit, bei PCI-Patienten mit hohem Blutungsrisiko die Dauer der duale Plättchenhemmung kurz zu halten. Es bleibt aber die Frage, ob dies für alle modernen Stents gilt.

„Grippeimpfung sofort nach dem Herzinfarkt sollte neuer Standard werden“

Macht es Sinn, Herzinfarktpatienten schon im Krankenhaus gegen Influenza zu impfen? Die randomisierte IAMI-Studie spricht dafür, und übergibt damit die Verantwortung an die Kardiologen.

Koronarinterventionen: FFR für alle ist nicht zielführend

Nicht alles, was geht, muss sein: In der RIPCORD 2-Studie hatte eine Komplettabdeckung aller Koronargefäße mit FFR im Rahmen diagnostischer Angiografien in der Gesamtschau keinen Vorteil für die Patienten und senkte nicht die Kosten.

Koronare Herzerkrankung/© 7activestudio / Getty Images / iStock
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Blutteströhrchen, die auf medizinischen Dokumenten stehen/© adventtr / Getty Images / iStock
ESC Update 2021/© kardio.org