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01.05.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

3-D-Perfusion fordert Katheter heraus

Autor:
Philipp Grätzel

Die nicht invasive, strahlungsfreie KHK-Diagnostik bleibt das große Ziel der Kardio-MRT-Gemeinde. Die 3-D-Perfusionsmessung mittels Kardio-MRT schneidet dann recht gut ab, wenn als Standard die FFR-Messung gewählt wird.

In einer europäischen Multicenterstudie unter Beteiligung deutscher, britischer und schweizerischer Kardio-MRT-Experten erhielten 155 Patienten, bei denen eine invasive Koronarangiographie inklusive Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR) anstand, zusätzlich mit einem 3 Tesla-MRT-System eine MRT-Perfusionsmessung in 3-D. Im Vergleich zu den üblichen MRT-Perfusionsprotokollen in 2-D hat die in der Studie angewandte Messung in 3-D den Vorteil, dass das Herz in all seinen Bereichen besser ausgeleuchtet wird.

Die Perfusionsbilder wurden zentral ausgewertet von Ärzten, die hinsichtlich der klinischen Informationen verblindet waren. 150 der 155 Patienten konnten erfolgreich untersucht werden.

FFR-Messung als Maßstab

Wurde die quantitative Koronarangiographie zugrunde legt, hatten 65,3% der Patienten eine KHK, definiert als mindestens eine über 50%ige Stenose. Gemessen daran erreichte die 3-D-Perfusion eine gute Spezifität von 94,2% und eine nicht optimale Sensitivität von 76,5%.

Hauptziel der Studie war freilich nicht der Vergleich mit der quantitativen Koronarangiographie, sondern der Vergleich mit der FFR-Messung, den die Autoren als Goldstandard der KHK-Diagnostik ansehen. Gemessen daran schnitt die 3-D-Perfusionsmessung deutlich besser ab. Die Spezifität blieb mit 90,8% hoch, und die Sensitivität erreichte immerhin 84,7%. 

Literatur