ACC-Kongress 2015

Herzinsuffizienz: Funktionelle Verbesserung durch Neurostimulation

Die Baroreflex-Aktivierungtherapie (BAT) hat sich bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer Funktion als eine sichere und wirksame Therapie erwiesen. In einer neuen Studie konnten damit deutliche funktionelle Verbesserungen erzielt werden.

Rivaroxaban: Antidot erfolgreich getestet

Andexanet alfa, ein als Antidot zur raschen Aufhebung der gerinnungshemmenden Wirkung des Faktor-Xa-Hemmers Rivaroxaban entwickelter Wirkstoff, hat den Test in einer Phase-III-Studie erfolgreich bestanden. Einzelheiten dazu waren beim ACC-Kongress in San Diego zu erfahren.

Aortenstenose: TAVI beeindruckt mit guten Ergebnissen

Aktuelle Studiendaten zur Effektivität und Sicherheit der neuen Transkatheter-Aortenklappe SAPIEN 3 zeugen von einer sehr niedrigen Mortalitäts- und Schlaganfallrate zum Zeitpunkt 30 Tagen nach Implantation.

Ezetimib reduziert mehr als nur kardiovaskuläre Erstereignisse

Die IMPROVE-IT-Studie hat gezeigt, dass eine Cholesterinsenkung mit Ezetimib Herzinfarkte und Schlaganfälle additiv zu Statinen weiter reduziert. Ihre Ergebnisse spiegeln dabei die Wirkung auf Erstereignisse wider. In einer neuen Analyse haben die IMPROVE-IT-Autoren auch die Wirkung von Ezetimib unter Berücksichtigung aller im Studienzeitraum aufgetretenen Ereignisse untersucht.

Hauptstammstenose: PCI und Bypass nach fünf Jahren gleichauf

Ist bei ungeschützter Hauptstammstenose der interventionelle Kardiologe oder der Herzchirurg die bessere Adresse? In einer randomisierten Vergleichsstudie lagen beide Fachgruppen mit ihren Behandlungsergebnissen nach fünf Jahren gleichauf.

Bivalirudin versus UFH – nicht überlegen, aber mit Vorteilen

In der antithrombotischen Therapie bei akutem Koronarsyndrom war Bivalirudin in der MATRIX-Studie unfraktioniertem Heparin (UFH) nicht überlegen. Gewisse Vorteile waren bei näherem Hinsehen dennoch zu erkennen.

Überzeugende Fünfjahres Ergebnisse der PARTNER 1 Studie.

Seit den ersten transfemoral implantierten Aortenklappen wird intensiv darüber diskutiert ob die Methode der operativen Sanierung ebenbürtig ist. Insbesondere im Hinblick auf die Langlebigkeit des zum ...

Eindrucksvolle Daten vom deutschen Aortenklappen Register

Im Rahmen des ACC Kongresses hat Thomas Walter stellvertretend für das GARY (German Aortic valve RegistrY) Studienkomitee die perioperativen Ergebnisse und Komplikationen von 15.964 TAVI (Transcatheter Aortic Valve Implantation) Prozeduren vorgestellt.

Enttäuschende Ergebnisse der EMBRACE Studie

In Tiermodellversuchen konnte gezeigt werden, dass Bendavia zu einer Reduktion von Reperfusionsschäden beitragen kann. Unter anderem wird dieses durch eine Reduktion der so genannten reaktiven Sauerst ...

TAVI – Option auch bei niedrigem Operationsrisiko?

Ist die kathetergestützte Aortenklappen-Implantation auch eine Option für Patienten mit niedrigem Operationsrisiko? Dazu gibt es jetzt erste Ergebnisse eines randomisierten Vergleichs mit der Klappenersatz-OP.

PCI: Erhält transradialer Gefäßzugang endgültig Priorität?

Arm oder Leiste? In der Frage des zu wählenden vaskulären Zugangswegs für Herzkatheter-Eingriffe sind die Kardiologen bisher gespalten. Doch eine neue Studie könnte nun dafür sorgen, dass der Zugang über die A. radialis endgültig in den Rang des bevorzugten Gefäßzugangs erhoben wird.

TAVI: Filternetz vor Hirnarterien reduziert zerebrale Embolien

Im Rahmen eines interventionellen Aortenklappenersatzes (TAVI) erleiden 60‒100% aller Patienten mehr oder weniger stumme Hirnembolien. Mit Hilfe eines Filternetzes, welches beim Eingriff vor die Ostien aller Hirnarterien gelegt wird, kann das Risiko signifikant reduziert werden.

Präventive PCI von Stenosen in Nicht-Infarkt-Arterien

Wenn bei einem ST-Hebungsinfarkt eine Mehrgefäßerkrankung diagnostiziert und während der ersten Hospitalisation alle weiteren Stenosen behandelt werden, erspart dies einigen Patienten spätere dringliche Herzkatheter-Eingriffe.

Invasives Management von ACS auch bei 85-Jährigen vorteilhaft

Bei sehr betagten Patienten mit NSTEMI oder instabiler Angina ist eine invasive Therapiestrategie mit Angiographie und gegebenenfalls Angioplastie einem konservativen Management deutlich überlegen.

Bypass-OP: „Fernkonditionierung“ ohne protektive Wirkung

Die Hoffnung, durch sogenannte „ischämische Fernkonditionierung“ die Prognose von Patienten mit koronarer Bypass-Operation verbessern zu können, ist in der bislang größten Studie zur Wirksamkeit diese ...

Mitralklappen-OP: Gleichzeitige Ablation reduziert Vorhofflimmern

Patienten mit Vorhofflimmern profitieren bei einer Mitralklappen-Operation hinsichtlich des Herzrhythmus von einer zusätzlichen chirurgischen Ablation des Vorhofflimmerns. Allerdings ändert sich die Lebensqualität dadurch nicht, und permanente Schrittmacher sind häufiger.

Trotz moderner Stents: PCI erreicht Bypass-Ergebnisse nicht ganz

Bei Verwendung moderner Medikamenten-beschichteter Stents der 2. Generation ist die PCI der Bypass-Chirurgie bei koronarer Mehrgefäßerkrankung nicht ganz gleichwertig. Dies folgt aus zwei jetzt veröffentlichten, methodisch aber diskutablen Studien, von denen eine beim ACC-Meeting 2015 präsentiert wurde.

Akuter Herzinfarkt: Good bye Thrombusaspiration?

Routinemäßiges Absaugen von Thrombusmaterial aus der Infarktarterie mittels Katheter (Thrombusaspiration) trägt nicht dazu bei, die Prognose von Patienten mit akutem Myokardinfarkt zu verbessern. Auch die bislang größte Studie zur Wirksamkeit dieser häufig genutzten Methode bleibt den Nachweis eines klinischen Nutzens schuldig.

Vorhofflimmern bei Herzinsuffizienz: Erfolg durch Ablation

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorhofflimmern eine häufige Begleiterkrankung. Als antiarrhythmische Therapie scheint die Katheterablation durch versierte Spezialisten bei dieser klinischen Konstellation eine bessere Option zu sein als die medikamentöse Behandlung mit Amiodaron.

Herzrisiko durch Testosteron? Neue Studiendaten beruhigen

Neue, beim ACC-Kongress 2015 vorgestellte Studiendaten sprechen eher gegen ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei Einsatz von Testosteronprodukten. Eine weitere Studie stellt demgegenüber einen Zusammenhang zu niedrigen HDL-Werten her.

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