Skip to main content
main-content

19.03.2018 | ACC-Kongress 2018 | Nachrichten

Neue Daten der COMPASS-Studie

Schwere PAVK-Komplikationen signalisieren eine ungünstige Prognose

Autor:
Dr. Dirk Einecke

Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) sind frühere PAVK-Komplikationen und kritische Extremitäten-Ischämien Prädiktoren für eine erhöhte Morbidität und Mortalität. Sie erhöhen das Amputations- und Sterberisiko erheblich. Eine kombinierte Therapie mit Rivaroxaban und ASS reduziert diese Risiken.

Eine Autorengruppe um Dr. Sonia Anand aus Hamilton, Kanada, stellte bei der Jahrestagung des American College of Cardiology eine neue Auswertung der COMPASS-Studie vor. In dieser Studie war bekanntlich bei 27.395 Patienten mit stabiler KHK und/oder PAVK nachgewiesen worden, dass die Sekundärprävention mit Rivaroxaban/ASS effektiver vor schweren kardiovaskulären Komplikationen schützt und die Mortalität im Vergleich zu  einer ASS-Monotherapie reduziert.

In der aktuellen COMPASS-Analyse galt das Augenmerk 6.391 Studienteilnehmern mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Von diesen hatten während der 2,1jährigen Studienzeit 128 Patienten schwere Extremitäten-Komplikationen (MALE: major adverse limb events) erlitten. Als MALE  galten schwere Gliedmaßen-Ischämien, die zu Interventionen (Angioplastie, Bypass-OP, Thrombolyse) oder zu Amputationen führten. Bestimmt wurden Prädiktoren für diese vaskulären Komplikationen mittels multivariater Regressionsanalyse sowie die Prognose der von MALE betroffenen Patienten.

Frühere interventionelle oder operative revaskularisierende Eingriffe, Amputationen sowie Fontaine-Stadien 3 und 4 erwiesen sich als Risikofaktoren für das Auftreten schwerer PAVK-Komplikationen, berichtete Anand. 25 der 128 Patienten mussten sich einer Amputation unterziehen, 7 erlitten eine schwere kardiovaskuläre Komplikation, 14 verstarben.

Patienten, die mit ASS/Rivaroxaban behandelt wurden, wiesen ein signifikant geringeres Risiko für periphere Gefäßkomplikationen auf als Patienten unter ASS-Monotherapie. Auch nach schweren PAVK- Komplikation hatten Patienten unter der Kombination eine bessere Prognose.

Literatur

Neueste Kongressmeldungen

19.08.2018 | ESC-Kongress 2018 | Onlineartikel

Weltweit größter Herz-Kreislauf-Kongress

Die Jahrestagung der European Society of Cardiology (ESC), der weltweit größte Herz-Kreislauf-Kongress, findet in diesem Jahr vom 25. bis 29. August in München statt. Ein Highlight sind die Hot-Line-Sessions. Die dort vorgestellten Studienergebnisse könnten die Praxis verändern. In unserem ESC-Kongressdossier können Sie diese und viele weitere spannende Themen nachlesen.

04.06.2018 | EuroPCR 2018 | Nachrichten

Bioresorbierbarer Magnesium-Scaffold verzeichnet Erfolge

Erste Daten aus dem BIOSOLVE IV-Register zeigen bei bioresorbierbaren Magnesium-Scaffolds eine gute Effektivität und ein mit den bisherigen Studien kompatibles Sicherheitsprofil. Hersteller Biotronik kündigte an, das Register auszuweiten.

28.05.2018 | EuroPCR 2018 | Nachrichten

TAVI-Protektionssysteme in der Praxisroutine? Experten sind sich uneins

Spezielle TAVI-Embolie-Schutzsysteme können einer neuen Metaanalyse zufolge das Schlaganfall-Risiko deutlich senken. Den routinemäßigen Einsatz solcher Systeme sehen Experten trotzdem kritisch, obwohl eine Patientenselektion kaum möglich erscheint. 

Neueste Kongresse 2018

ESC-Kongress 2018

Die Jahrestagung der European Society of Cardiology (ESC), der weltweit größte Herz-Kreislauf-Kongress, findet in diesem Jahr vom 25. bis 29. August in München statt. Ein Highlight sind die Hot-Line-Sessions. Die dort vorgestellten Studienergebnisse könnten die Praxis verändern. In unserem ESC-Kongressdossier können Sie diese und viele weitere spannende Themen nachlesen.

EuroPCR-Kongress 2018

Vom 22 bis 25. Mai 2018 findet in Paris der EuroPCR statt, einer der weltweit wichtigsten Kongresse zum Thema Interventiologie. Viele spannende Studien werden erwartet. Die Highlights haben wir für Sie in diesem Dossier zusammengefasst.

DGK-Jahrestagung 2018

„Kardiologie 2018 – von der Grundlagenforschung zur Hochleistungsmedizin" lautete das diesjährige Motto der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Der Kongress fand vom 4. bis 7. April 2018 in Mannheim statt. Tagungspräsident war Prof. Thomas Eschenhagen aus Hamburg. Wir haben die Highlights für Sie zusammengestellt.

Bildnachweise