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25.11.2018 | AHA-Kongress 2018 | Nachrichten

Finale 5-Jahres-Ergebnisse der OSLER-1-Studie

PCSK9-Hemmer senkt LDL-Cholesterin stark und über Jahre anhaltend

Autor:
Peter Overbeck

In der mit fünf Jahren Beobachtungsdauer  bislang längsten Studie mit einem PCSK9-Inhibitor hat Evolocumab eine ebenso starke wie konstante  LDL-Cholesterin-senkende Wirkung  gezeigt. Unerwartete Probleme bezüglich der Sicherheit  traten nicht auf.

Auch die finalen 5-Jahres-Ergebnisse der OSLER-1-Studie belegen einmal mehr, dass die starke Reduktion des LDL-Cholesterins  durch den PCSK9-Hemmer Evolocumab  von Dauer ist und sich auf längere Sicht nicht abschwächt.

In die randomisierte offene Extensionsstudie  OSLER-1 waren 1324 von insgesamt 1666 Patienten mit Hypercholesterinämie aufgenommen, die zuvor eine von mehreren jeweils 12-wöchigen doppelblinden kontrollierten Phase-2-Studien mit Evolocumab durchlaufen hatten. Am Ende dieser Vorgänger-Studien sind die zur Teilnahme an der OSLER-1-Studie bereiten Patienten dann per Randomisierung im Verhältnis 2:1 zwei Gruppen zugeteilt worden, in denen sie zunächst ein Jahr lang entweder einer Behandlung mit Evolocumab (n=882) oder nur die übliche Standardtherapie erhielten (n=442). 

Nach einem Jahr wurde dann bei 1255 Teilnehmern eine Behandlung mit Evolocumab zusätzlich zur Standardversorgung für eine Gesamtdauer von bis zu fünf Jahren fortgesetzt und in ihrer Wirkung auf die Lipidspiegel regelmäßig untersucht.  Studienleiter Michael J. Koren vom Jacksonville Center for Clinical Research in Jacksonville, Florida, hat die finalen OSLER-1-Ergebnisse beim Kongress der American Heart Association  (AHA) 2018 in Chicago vorgestellt hat.

Konstante  LDL-Reduktion um mehr als 50%

Im ersten Jahre war in der Evolocumab-Gruppe in Relation zum Ausgangswert eine Reduktion der LDL-Cholesterinspiegel um 61% zu verzeichnen (-2% in der Kontrollgruppe mit Standardversorgung). In den folgenden vier Jahren betrugen die jeweils mit Evolocumab erreichten mittleren LDL-Senkungen  56% (2. Jahr, n=1,071), 57% (3. Jahr, n=1,001), 56% (4. Jahr, n=943) und 56%  (5. Jahr, n=803).

Im Unterschied zur LDL-senkenden Wirkung, die über die Jahre hinweg weitgehend konstant blieb, waren die registrierten Nebenwirkungen tendenziell rückläufig. Die Raten für angegebene unerwünschte Begleiteffekte, die nicht zwangsläufig in ursächlichem Zusammenhang mit der Therapie stehen müssen, verringerte sich von initial 80% über 74% (2. Jahr), 71% (3. Jahr), 67% (4. Jahr) auf schließlich 65% (5. Jahr). Die entsprechenden Raten für schwerwiegende Nebenwirkungen betrugen in den fünf Jahren 7%, 7%, 8%, 7%, und 7%.

Bei keinem Patienten waren  in dieser Zeit neutralisierende Antikörper gegen Evolocumab nachweisbar. Anders verhielt sich dies bekanntlich im Fall des PCSK9-Hemmers  Bococizumab. Im Unterschied zu Evolocumab, einem  vollständig humanisierten Antikörpern,  enthält Bococizumab murine Anteile. Aufgrund der dadurch bedingten  Immunogenität entwickelten rund 7% aller Patienten  neutralisierende Antikörper, was die nachlassende lipidsenkende Wirksamkeit dieses PCSK9-Hemmers  erklären könnte.

Literatur

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