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01.12.2017 | AHA-Kongress | Nachrichten

Keine elektromagnetischen Interferenzen

Schrittmacher-Patienten können beruhigt Tesla fahren

Autor:
Dr. Dirk Einecke

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos stellt sich die Frage: Wie sicher sind diese Fahrzeuge für Träger von Herzschrittmachern und implantierten Defibrillatoren? Eine erste Studie gibt Auskunft.

Eine erste In-vivo-Studie zu möglichen Risiken durch Elektrofahrzeuge bei Trägern von implantierten kardialen Devices gibt Entwarnung. In der beim Kongress der American Heart Association präsentierten Studie, in der 34 Herzpatienten mit unterschiedlichen Typen von implantierten kardialen Geräten untersucht worden waren, wurden keine elektromagnetischen Interferenzen festgestellt, die die Funktion der Devices beeinflussten.

An der Studie, durchgeführt an der Wright State University in Dayton/Ohio, hatten sieben Patienten mit Einkammer-Schrittmachern, elf Patienten mit Zweikammer-Schrittmachern sowie 16 Patienten mit ICDs teilgenommen. Test-Fahrzeug war ein TESLA Modell S P90D mit 220 Volt-Ladestation.

Der Ladevorgang, bei dem ein Strom von 30 Ampere fließt und eine Energie von 5,8 Kilowatt pro Stunde übertragen wird, hat das größte elektromagnetische Interferenzpotential. Die Herzpatienten hielten sich während des Ladevorgangs im Auto oder neben der Ladestation auf. Anschließend wurden die Herz-Devices ausgewertet. Ergebnis: Die Geräte hatten keine elektromagnetischen Signale der Elektro-Batterie wahrgenommen.

Literatur