Onlineartikel 14.10.2014

AHA-Positionspapier zur kardialen Bildgebung

In einem aktuellen Positionspapier listen die American Heart Association und andere US-Fachgesellschaften Maßnahmen auf, welche die Sicherheit der Patienten im Rahmen kardialer Bildgebungsverfahren erhöhen sollen.

Das in der Zeitschrift Circulation publizierte Statement aktualisiert ein entsprechendes Papier aus dem Jahr 2009 und wird von AHA, ACC sowie einer Reihe von radiologischen Gesellschaften gemeinsam getragen. Es fokussiert auf drei Felder:

  1. Ausbildung der Ärzte, die kardiale Bildgebung indizieren, um Patienten besser über die Risiken und Nebenwirkungen der diagnostischen Maßnahme aufklären zu können. Alle Ärzte, die eine kardiale Bildgebung beauftragen können, sollten wissen, welche Verfahren mit einer Strahlenbelastung des Patienten einhergeht. Sie sollten Grundkenntnisse aufweisen über die Strahlenbiologie, und sie sollten die ungefähre Strahlenbelastung der gängigen Verfahren kennen, heißt es in dem Papier.
  2. Rechtfertigung der Indikation. Der Arzt sollte sicher sein, dass die von ihm beauftragte Bildgebung bei dem speziellen Patienten notwendig ist und von den verfügbaren Verfahren die nützlichsten Informationen bringt. Zu berücksichtigen sind dabei Alter, Geschlecht, Symptomatik, Vorliegen einer KHK und Wünsche des Patienten.
  3. Optimierung der Strahlenbelastung. Der durchführende Arzt sollte sicherstellen, dass die Diagnostik mit dem Minimum an Strahlenexposition durchgeführt wird, mit dem qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt werden können. Dem Patienten ist weder mit einer zu hohen noch mit einer zu niedrigen Dosis geholfen.

Ziel des Papieres ist es, die Sicherheit des Patienten im Rahmen der kardialen Bildgebung zu erhöhen. Immerhin trägt die kardiale Bildgebung bereits 40% der Strahlenbelastung aller medizinischen Bildgebungsverfahren bei, schreiben die Autoren. Viele Ärzte seien sich dessen noch nicht bewusst. Dabei könne nicht genug die Wichtigkeit einer ausgewogenen Entscheidungsfindung sowie eines Patienten-zentrierten Ansatzes betont werden. Ziel sei es, den Nutzen zu maximieren und die Risiken zu minimieren.



Literatur

Fazer R., et al.; Circulation 2014; doi : 10.1161/CIR.0000000000000048