Strukturelle Erkrankungen

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FDA setzt ein Zeichen: TAVI-Indikation auf Patienten mit niedrigem OP-Risiko erweitert

Als weltweit erste Gesundheitsbehörde hat die U.S. Food and Drug Administration (FDA) die Indikation für mehrere Transkatheter-Aortenklappen auf die Anwendung auch bei Patienten mit schwerer Aortenstenose und einem niedrigen Risiko im Fall einer offenen Herzoperation erweitert.

Ist RAS-Blockade von besonderem Vorteil nach interventionellem Aortenklappenersatz?

Die Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) scheint ein vielversprechender Ansatz zu sei, um nach katheterbasiertem Aortenklappenersatz (TAVI) die Prognose der Patienten weiter zu verbessern, legen Ergebnisse einer Registeranalyse nahe.

Krebsrisiko bei angeborenen Herzfehlern deutlich erhöht

Kinder, die mit einem Herzfehler auf die Welt kommen, entwickeln bis zu ihrem 40. Lebensjahr mehr als doppelt so häufig Tumore als herzgesunde Gleichaltrige. Besonders gefährdet sind Patienten mit konotrunkalen Defekten.

Künstliche Intelligenz: Maschinelles Lernen soll Risikostratifizierung vor TAVI verbessern

Beim Maschinellen Lernen generiert ein Computerprogramm selbstständig Wissen aus Erfahrung, indem es Beispiele analysiert. Diese Art von Künstlicher Intelligenz liefert inzwischen auch präzise Vorhersagen bezüglich des Sterberisikos von TAVI-Patienten, ergab eine neue Studie. Doch reicht das schon für den Einsatz in der klinischen Praxis?

Bluthochdruck auch an der Genese von Herzklappendefekten beteiligt

Bluthochdruck erhöht nicht nur das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Hypertone Blutdruckwerte scheinen auch in ursächlicher Beziehung zu Herzklappenerkrankungen zu stehen, wie Ergebnisse einer auf Genanalysen basierenden Studie nahelegen.

Antikoagulation nach TAVI: Vielleicht sind NOAKs hier nicht die beste Wahl

Patienten, bei wegen vorbestehendem Vorhofflimmern eine orale Antikoagulation benötigen, sind nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) mit einem Vitamin-K-Antagonisten möglicherweise besser dran als mit einem Nicht-Vitamin-abhängigen oralen Antikoagulans (NOAK), legen Ergebnisse einer Registerstudie nahe.

Wenn Väter rauchen: Mehr Babys mit Herzfehlern?

Werdende Väter, die rauchen, können ihrem ungeborenen Kind schaden. Eine umfangreiche Metaanalyse weist darauf hin, dass der Tabakrauch das Risiko für angeborene Herzfehler erhöht. Diese wiederum sind die Hauptursache für Totgeburten.

PET/CT verrät früh, welche Bioklappen Probleme machen

Nicht alle bioprothetischen Aortenklappen halten ewig. Manche kalzifizieren, was früher oder später die Klappenfunktion beeinträchtigt. Eine Studie zeigt jetzt, dass sich Patienten, die das betrifft, mit PET/CT früh identifizieren lassen.

Klimawandel: Mehr angeborene Herzfehler durch höhere Temperaturen?

Sind Frauen in der frühen Phase der Schwangerschaft starker Hitze ausgesetzt, kann das zu Herzfehlern bei den ungeborenen Kindern führen. Eine Modellrechnung legt nahe, dass die globale Erwärmung deutlich mehr kongenitale Herzerkrankungen zur Folge haben könnte.

TAVI auch via Transcarotis-Zugang sicher und effektiv

Ist der transfemorale Weg ungeeignet, kann eine Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) mit gutem Erfolg auch via Transcarotis-Zugang erfolgen, so die Erfahrung einer Gruppe französischer Kardiologen.

Neue Langzeitdaten sprechen für gute Haltbarkeit von Transkatheter-Aortenklappen

Neue Studiendaten sprechen dafür, dass perkutan implantierte Transkatheter-Aortenklappen auch auf längere Sicht von guter Haltbarkeit sind und bislang keinen Anlass zur Besorgnis wegen möglicher degenerativer Strukturveränderungen bieten.

US-Registerdaten: Keine Lernkurve bei neuen TAVI-Klappen?

Wer kathetergestützte Herzklappen-Interventionen häufiger durchführt, hat bessere Ergebnisse. Das gilt als unstrittig. Aber wie eng ist die Beziehung vor allem über längere Zeiträume hinweg wirklich? Und welche Rolle spielt der Klappentyp? Eine Studie in den USA hat das untersucht.

EKG-Veränderungen nach TAVI bedeuten oft ungünstige Prognose

Wie relevant sind neue Schenkelblocks und schrittmacherpflichtige Reizleitungsstörungen nach einer TAVI für die Patienten wirklich? Eine neue Kohortenstudie zeigt: Sterberisiko und auch Risiko für Krankenhauseinweisungen wegen Herzinsuffizienz sind deutlich erhöht.

Intrakardiale Druckmessung identifiziert MitraClip-Risikopatienten

Druckmessungen im linken Herzen während einer MitraClip-Prozedur können dazu beitragen, Patienten zu identifizieren, die eine schlechtere Prognose aufweisen – unabhängig vom echokardiografischen Befund.

Fragen Sie bei Aortenklappenstenosen nach Synkopen

Bei vermeintlich asymptomatischen Aortenklappenstenosen (AS) sollte man eine ausführliche Synkopen-Anamnese durchführen. Diese Patienten haben eine deutlich schlechtere Prognose nach chirurgischen Aortenklappenersatz (AKE) als Patienten mit anderen Kardinalsymptomen der AS.

Bakterielle Endokarditis: Partiell orale Antibiose verkürzt Klinikaufenthalte

Die dänische Studie POET konnte die Nichtunterlegenheit eines frühen Wechsels von standardmäßig intravenöser zu oraler Antibiose zeigen. Bei Patienten mit bakterieller Endokarditis kann das die Dauer des Krankenhausaufenthaltes erheblich verkürzen.

US-Forscher sind besorgt: Immer mehr TAVI bei sehr jungen Patienten

Eine TAVI wird in den USA immer häufiger auch bei unter 55-jährigen Patienten vorgenommen. US-Mediziner sehen diesen Anstieg nicht unkritisch.

„Valve in Valve“-Prozeduren mindestens so effektiv und sicher wie konventionelle TAVI

Im Fall von degenerierten  Aortenklappen-Bioprothesen ist die katheterbasierte „Valve in Valve“-Implantation heute eine Alternative zur konventionellen Reoperation. Sie ist im klinischen Alltag  mindesten so effektiv und sicher wie die katheterinterventionelle  Klappenimplantation bei nativer Aortenstenose.

Sind Embolie-Schutzsysteme bei bestimmten TAVI-Klappen besonders sinnvoll?

Während einer TAVI-Prozedur wird fast immer thrombotisches Material losgelöst, das ins Gehirn gelangen und einen Schlaganfall verursachen kann. Doch bei gewissen Klappentypen scheint das Risiko größer zu sein, wie eine aktuelle Analyse zeigt. Die Autoren plädieren deshalb für den Einsatz spezieller Emboliefilter. 

Frühe Klappensegelthromben nach TAVI scheinen Mortalität nicht zu erhöhen

In der CT-Angiografie sichtbare subklinische Thromben auf Klappensegeln von Katheter-Klappenprothesen sind nach Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) keine Seltenheit. Auf die Mortalität wirken sie sich aber zumindest mittelfristig nicht negativ aus, so das Ergebnis einer Beobachtungsstudie an einem deutschen Herzzentrum. 

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