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Erhöhtes Thromboembolie-Risiko bei Kardioversion: Ursache oder nur Marker?

Im zeitlichen Kontext einer Kardioversion von Vorhofflimmern ist das Thromboembolie-Risiko zweifellos erhöht. Aber ist, wie häufig angenommen, die Kardioversion  auch stets der Grund für diese Risikoerhöhung? Ergebnisse einer neuen Studie wecken diesbezüglich Zweifel.

Vorhofflimmern: Carotis-Filter sollen als „Thrombusfänger“ schwere Schlaganfälle verhindern

Was tun bei Patienten mit Vorhofflimmern, die keine orale Antikoagulation bekommen können? In der Machbarkeitsstudie CAPTURE wurden jetzt bilaterale Carotis-Filter eingesetzt, um größere Gerinnsel auf dem Weg in Gehirn abzufangen. Technisch geht das.

8 Geräte, die Herzschrittmacher oder ICD stören könnten: Bei welchen ist Vorsicht geboten?

Welche Alltagsgeräte können durch ihre elektromagnetischen Felder eine Gefahr für Patienten mit Herzrhythmusimplantaten sein? Zwei Deutsche Fachgesellschaften geben einen Überblick über die aktuelle Studienlage.

Auch kraftbetonter Sport erhöht Risiko für Vorhofflimmern

Nicht nur extrem betriebener Ausdauersport erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, sondern auch kraftbetonter Sport wie American Football. Ehemalige Profispieler der National Football Liga (NFL) wiesen im Rahmen einer Beobachtungsstudie ein knapp sechsfach erhöhtes Risiko auf.

Zeig mir deinen Sinusrhythmus, und ich sage dir, ob du Vorhofflimmern bekommst

Neues aus der digitalen Kardiologie: Die in Sachen Maschinenlernen sehr aktiven Herzforscher der Mayo Clinic haben einem Algorithmus beigebracht, Vorhofflimmern zu erkennen – auf Basis eines scheinbar normalen kurzen EKG-Streifens mit Sinusrhythmus.

Perioperatives Vorhofflimmern erhöht Schlaganfallrisiko. Aber wie schützt man die Betroffenen?

Auch nach nicht aus kardialen Gründen vorgenommenen chirurgischen Eingriffen entwickeln einige Patienten Vorhofflimmern. Diese Störung sollte als Hinweis auf ein erhöhtes Risiko ernst genommen werden. Wie betroffene Patienten  geschützt werden können, ist allerdings derzeit noch unklar.

FREEZE Studie: Kryoballon- oder Radiofrequenzstrom-Ablation in puncto Therapieerfolg gleichauf

Die durch Kryoballon- oder klassischer Radiofrequenzstrom-Ablation bei Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern erzielten Behandlungserfolge sind an erfahrenen Zentren weitgehend gleich, dokumentiert die aktuell publizierte FREEZE-Kohortenstudie.

Antikoagulation: Sind NOAKs auch bei Leberschäden besser als VKA?

Profitieren auch Patienten mit Leberschäden im Fall von Vorhofflimmern von einer Behandlung mit Nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK)? Eine koreanische Registerstudie findet im Hinblick auf wichtige Endpunkte Vorteile im Vergleich zu Vitamin K-Antagonisten (VKA).

Antikoagulation bei Vorhofflimmern: Erinnern hilft

Seit Einführung der Nicht-Vitamin K-Antikoagulanzien (NOAK) steigt der Anteil antikoagulierter Patienten mit Vorhofflimmern an, aber optimal sind die Quoten immer noch nicht. Mit einem digitalen Erinnerungs-Tool lässt sich das verbessern, und vielleicht lassen sich sogar klinische Ereignisse reduzieren.

Alleinige Fernüberwachung kardialer Implantate ist sicher

Patienten mit kardialen Implantaten können auch dann sicher versorgt werden, wenn sie keine routinemäßigen Praxistermine erhalten. In der RM-ALONE-Studie zeigten sich keine Risiken und kein starker Anstieg ungeplanter Praxisbesuche.

Vorhofflimmern-Kardiomyopathie: Klappt die Ablation, erholt sich der Vorhof

Bei Patienten, die an einer mit Vorhofflimmern assoziierten Kardiomyopathie leiden, verbessert eine erfolgreiche Ablation nicht nur die linksventrikuläre Pumpfunktion: Auch das Vorhofmyokard zeigt in der CAMERA-MRI-Studie deutliches Remodelling.

Vorhofflimmern plus Stent: Was ist die optimale antithrombotische Strategie?

Ischämie gegenüber Blutung – diese Risiken gilt es bei der Plättchenhemmung nach Stentimplantation abzuwägen. In einer Metaanalyse wurde jetzt untersucht, was die beste antithrombotische Therapie bei KHK-Patienten mit Vorhofflimmern ist.

Erhöht Vorhofflimmern das Risiko für Demenz?

Vorhofflimmern könnte mit einem erhöhten Risiko für Demenz assoziiert sein, unabhängig davon, ob jemand bereits einen Schlaganfall hatte, legt eine umfangreiche Studie nahe. Patienten, die Antikoagulanzien einnahmen, hatten ein geringeres Risiko für Demenz.

Vorhofohrverschluss bei Vorhofflimmern: Erfahrungen über fünf Jahre an deutschen Kliniken

Der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs wird als „mechanische“ Methode zur Prophylaxe von kardioembolischen Schlaganfällen bei Vorhofflimmern zunehmend genutzt. Welche Erfahrungen dabei  in Deutschland über Jahre in der Zeit des Klinikaufenthalts der Patienten gemacht worden sind, führt eine neue Studie vor Augen.

Energydrinks können Störung der elektrischen Herzaktivität bewirken

Ein knapper Liter eines Energydrinks in relativ kurzer Zeit getrunken sorgte bei gesunden Probanden auch noch drei bis vier Stunden später für eine Verlängerung des QT-Intervalls. Welcher Inhaltsstoff für diese veränderte  elektrische Aktivität des Herzens verantwortlich ist, kann nicht beurteilt werden.

Dabigatran-Antikoagulation bei ESUS nicht besser als ASS

Schon bekannt, jetzt auch schriftlich: Die Ergebnisse der RE-SPECT-ESUS-Studie zeigen, dass Patienten mit embolischem Schlaganfall unklarer Genese (ESUS) nicht pauschal von einer Antikoagulation profitieren. Auch beim Blick in die Subgruppen springt allenfalls eine Population etwas ins Auge.

Vorhofflimmern: Was bringt renale Denervierung als Add-on zur Katheterablation?

Profitieren Patienten, die eine Ablation bei Vorhofflimmern erhalten, von einer zusätzlichen Ablation der sympathischen Nervenfasern in den Nierenarterien? Die ERADICATE-AF-Studie scheint zumindest in diese Richtung zu deuten.

Ablation bei Vorhofflimmern: Neuer Multifunktionskatheter punktet in Pilotstudie

In der einarmigen AF-FICIENT I Studie konnte ein neuer Radiofrequenz-Ballonkatheter für die Ablationstherapie bei Vorhofflimmern mit kurzen Ablationszeiten und hohen prozeduralen Erfolgsraten punkten.

Vorhofflimmern: Erst abwarten statt gleich kardiovertieren kann von Vorteil sein

Eine Kardioversion muss bei symptomatischem Vorhofflimmern nicht zwingend sofort erfolgen. Denn häufig kehrt der Sinusrhythmus spontan zurück. Wird zunächst abgewartet, kann vielen Patienten die Kardioversion erspart werden, ohne dass Abstriche bei den Behandlungsergebnissen  gemacht werden müssen, zeigt eine neue Studie.

Ablation von Vorhofflimmern: „Abgespeckte“ Kryotherapie besteht klinischen Test

Mehr Technik, bessere Ergebnisse? Die bei der EHRA-Tagung in Lissabon vorgestellte AVATAR-AF-Studie lässt zweifeln. Die Studie belegt den hohen klinischen Nutzen der Kryoablation bei Vorhofflimmern. Das Mapping dagegen brachte keinen zusätzlichen Benefit.

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