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11.06.2014 | Nachrichten | Onlineartikel

UK-TAVI-Register

Aortenstenose: Was determiniert die Langzeitprognose nach TAVI?

Autor:
Peter Overbeck

Welche Faktoren sind entscheidend dafür, wie lang ein Patient mit schwerer Aortenstenose nach perkutaner Aortenklappenimplantation (TAVI) noch lebt? Aufschluss darüber geben Langzeitdaten des UK-TAVI-Registers.

Prädiktiv für das langfristige Überleben nach einer Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) wegen schwerer Aortenstenose sind vor allem patientenbezogene Faktoren, nämlich Begleiterkrankungen wie Diabetes, Vorhofflimmern, obstruktive Atemwegserkrankungen und Niereninsuffizienz.
In Zusammenhang mit der TAVI-Behandlung stehende Faktoren wie Klappenprothese-Typ, Zugangsweg zum Herzen, Schrittmacher-Implantation, vaskuläre Komplikationen und selbst paravalvuläre Lecks sind dagegen anscheinend keine unabhängige Prädiktoren für die Langzeit-Prognose.
Zu diesem Schluss gelangte eine Londoner Forschergruppe um Dr. Alison Duncan bei ihrer Analyse von Daten des UK-TAVI-Registers. Duncan hat die Ergebnisse in einer „Hotline“-Sitzung beim Kongress EuroPCR 2014 in Paris vorgestellt.

Nach fünf Jahren lebten noch 48,4 Prozent aller Patienten

In diesem Register sind alle in Großbritannien vorgenommenen TAVI-Behandlungen seit der ersten perkutanen Implantation erfasst – inzwischen mehr als 4500 TAVI-Prozeduren.
Grundlage der aktuellen Analyse bildeten prospektiv erhobene Daten von 870 im Schnitt über 80 Jahre alten Hochrisiko-Patienten, bei denen zwischen 2007 und 2009 eine Transkatheter-Aortenklappe perkutan implantiert worden war. Die Dauer der Nachbeobachtung betrug mindestens 3,5 und maximal 6,4 Jahre.
Drei Jahre nach der Implantation waren noch 61,6 Prozent aller Patienten am Leben. Nach fünf Jahren lebte noch fast jeder Zweite (48,4 Prozent).
Wie Duncan in Paris berichtete, war hinsichtlich der Überlebenskurven ein „biphasischer“ Verlauf zu beobachten: Während die Sterberate in den ersten Monaten nach perkutaner Aortenklappen-Implantation relativ hoch war, sank sie in den folgenden Jahren auf ein stabil niedrigeres Niveau.

Literatur