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24.06.2015 | Nachrichten

Ambulante Vergütung

Bessere Abrechnungsziffer für ICD/CRT-Abfragen soll kommen

Autor:
Philipp Grätzel

Die telemedizinische Abfrage von kardialen Implantaten bleibt weiter ein Zankapfel zwischen Ärzten und Krankenkassen. Immerhin: Bin Ende Oktober soll es jetzt einen konkreten Vorschlag geben.

Anfang des Jahres hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung einen recht weit ausgearbeiteten Vorschlag für eine Ausweitung der Abrechenbarkeit der telemedizinischen Abfrage von ICD/CRT-Systemen und Schrittmachern in den Bewertungsausschuss eingebracht. Statt bisher eine Funktionsabfrage, sollten drei Abfragen pro Quartal abrechenbar werden, was die Möglichkeiten für ein telemedizinisches Monitoring von Herzpatienten erweitert hätte.

Die Krankenkassen hatten den KBV-Vorschlag damals abgelehnt. Am Dienstag, den 23. Juni 2015, hat sich nun der Erweiterte Bewertungsausschuss erneut mit dem Thema befasst. Und es scheint voranzugehen, allerdings in kleinen Schritten. Auf Anfrage von Springer Medizin bestätigte die KBV, dass der Erweiterte Bewertungsausschuss eine Arbeitsgruppe beauftragt hat, die bis zum 31. Oktober einen Beschlussentwurf über die Aufnahme von Gebührenordnungspositionen zur telemedizinischen Funktionsanalyse von ICD/CRT-Geräten vorbereiten soll.

Damit rückt eine Einigung über eine neue EBM-Ziffer etwas näher. Allerdings bleiben Schrittmacher entgegen der ursprünglichen Intention zunächst ausgeklammert. Unklar ist auch, ob die neue Ziffer ausreichend wird, eine kontinuierliche oder zumindest sehr häufige Abfrage von ICD/CRT-Systemen zu ermöglichen. Für diese sehr engmaschige telemedizinische Überwachung von Implantatträgern gab es in randomisierten Studien wie der IN-TIME-Studie Hinweise für eine Mortalitätssenkung bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz.

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