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01.06.2016 | Nachrichten

Innovationsförderung

BMBF gibt Details der neuen Medizintechnikförderung bekannt

Autor:
Philipp Grätzel

Mit insgesamt über 250 Millionen Euro will die Politik in den nächsten fünf Jahren medizintechnische Innovationen in Deutschland fördern. Davon soll auch die Kardiologie profitieren.

Das neue „Fachprogramm Medizintechnik“ ist ein Ergebnis des vor fünf Jahren begonnenen Strategieprozesses Medizintechnik. Erste Details wurden von dem Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Georg Schütte, jetzt bei der 2. Nationalen Strategiekonferenz Medizintechnik bekanntgegeben.

Demnach werden ab 2017 über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 240 Millionen Euro an Unternehmen ausgeschüttet, die medizintechnische Innovationen entwickeln und in die Versorgung bringen wollen. Anders als bisher soll die neue Medizintechnikförderung des BMBF stärker die Translation in die reale Versorgung im Blick haben. „Das Förderprogramm wird sich stärker am medizinischen Bedarf ausrichten. Es wird sich auf anwendungsfähige Produkte konzentrieren. Wir wollen damit den Wandel in der Medizintechnik von Produktanbietern hin zu Anbietern medizintechnischer Lösungen unterstützen“, so Schütte in Berlin.

Inhaltliche Schwerpunkte setzt das BMBF auf chronische Erkrankungen und damit auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dass das Patientenherz der Politik am Herzen liegt, zeigt auch ein weiteres BMBF-Förderprogramm, die Industrie-in-Klinik-Plattformen. Sie dienen der Förderung des Austauschs zwischen klinisch tätigen Ärzten und Medizintechnikherstellern mit dem Ziel, anwendungsnähere medizintechnische Lösungen zu entwickeln.

Seit 2015 fördert das BMBF in einer Startphase dieses Förderprogramms 17 derartige Plattformen, von denen jetzt fünf für die Hauptförderperiode ausgewählt wurden, in der 12 bis 15 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Die fünf Industrie-in-Klinik-Plattformen, die den Zuschlag erhalten haben, sind das Kizmo Oldenburg, das M3i München, das MEC-ABC Bonn, das MHI Berlin und das NeuroTechGate Bochum.

Die Kardiologie findet sich dabei am M3i wieder, das am Klinikum der Universität München angesiedelt ist. Dort werden chirurgische Anwendungen in den Bereichen Muskuloskeletal- und Viszeralchirurgie sowie interventionelle Kardiologie entwickelt. 

Literatur

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