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13.10.2014 | Nachrichten | Onlineartikel

Verbesserung tut weiter not!

Deutschland auf Platz 10 des Euro Diabetes Index 2014

Autor:
Sarah L. Pampel

Es gibt Fortschritte bei der Erkennung und Versorgung von Menschen mit Diabetes in Europa: Seit 2006 ist der Zahl der diabetesbedingten Todesfälle um 10 000 pro Jahr gesunken. Da es aber immer mehr Betroffene gibt, sind weitere Verbesserungen nötig – in manchen Ländern mehr, in anderen weniger, wie der Euro Diabetes Index 2014 zeigt. 

Darin waren sich die Experten bei einer Veranstaltung des Health Consumer Powerhouse (HCP) einig. HCP erstellt u.a. mit Unterstützung der EU-Kommission und Privatunternehmen Gesundheitsindizes, mit deren Hilfe die Gesundheitssysteme in 35 Ländern miteinander verglichen werden können. (Infos zu HCP und zum Index: www.healthpowerhouse.com)

Beim EASD-Kongress in Wien wurde nun nach 2008 erneut ein europäisches Ranking in Sachen Diabetes vorgestellt, der Euro Diabetes Index 2014, präsentiert von HCP-Projektmanagerin Dr. Beatriz Cebolla. Anhand von 28 Indikatoren werden in diesem Index folgende Bereiche in den beteiligten Ländern erfasst (EU 28 plus Norwegen und Schweiz): Prävention, Screening/Diagnosestellung, Vielfalt und Umfang der Versorgung, Zugang zu Therapie/Versorgung, Therapiemethoden und -ergebnisse.


Schweden führt die aktuelle Rangliste mit 936 von maximal 1000 Punkten an, gefolgt von den Niederlanden (922), Dänemark (863), Großbritannien (812) und der Schweiz (799). Deutschland liegt mit 733 Punkten an 10. Stelle. Schlusslichter sind Estland, Litauen und Bulgarien.
Ansätze für Verbesserungen werden etwa im Aufbau nationaler Diabetesregister gesehen, bei der Ausbildung von Gesundheitspersonal sowie besonders in der Früherkennung und Prävention. Dr. Carsten Petersen aus Schleswig stellte dazu das Projekt „aha!, ab heute anders – gesünder leben im Norden“ aus Schleswig-Holstein vor, das erste Erfolge bei der Typ-2-Diabetes-Prävention vorzuweisen hat (weitere Informationen: www.ab-heute-anders.de).

Literatur
Bildnachweise