DGK-Jahrestagung 2015

Herzinsuffizienz: Warum die telemedizinische Fernüberwachung funktioniert

Die telemedizinische Fernüberwachung wird bei herzinsuffizienten Implantat-Trägern immer intensiver genutzt – und zwar effizient und sicher, wie die In-TIME-Studie gezeigt hat. Warum sie gerade bei Implantat-Trägern sinnvoll ist, erläutert Studienleiter Prof. Gerhard Hindricks aus Leipzig.

„Der Nachwuchs liegt uns ganz besonders am Herzen“

Die Präsidentschaft von Prof. Christian Hamm, Marburg, ging beim diesjährigen DGK-Kongress in Mannheim zu Ende. Im Interview blickt er auf eine ereignisreiche Zeit zurück, die von kritischen Diskussionen wie die um TAVI geprägt war, aber auch von erfolgreichen Bestrebungen der DGK wie der Förderung des Kardiologie-Nachwuchses.

"Die Fachärzte werden außen vor gelassen"

Zu viele Fachärzte, aber Probleme mit Wartelisten: Im Versorgungsstärkungsgesetz sieht Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Berufsverbandes Niedergelassener Kardiologen, große Widersprüche, die er im Gespräch genauer ausführt.

"Qualität sichern und Ausbildung verbessern"

Die Begeisterung für neue Interventionen ist groß in der Kardiologie. Doch die Qualitätskriterien dürfen bei der Einführung neuer Methoden nicht zu kurz kommen, wie der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie der DGK, Prof. Albrecht Elsässer, Oldenburg, betont.

Wichtig ist die Qualitätssicherung in der Kardiologie

Um den hohen Qualitätsstandards zur Patientenversorgung gerecht zu werden, müssen spezialisierte Zentren zertifiziert sein. Neue Technologien werden in Zukunft die Kardiologen und medizinische Einrichtungen herausfordern. Der Präsident der DGK, Prof. Karl-Heinz Kuck, möchte sich deshalb in seiner Amtsperiode nachdrücklich für das Qualitätsthema einsetzen.

Die kardiologische Ausbildung ist eine große Herausforderung

Die Herzmedizin muss sich für die Zukunft positionieren, rasante Entwicklungen und Fortschritte des Faches erfordern mehr Spezialisierung in Subdisziplinen. Dabei spielen auch bildgebende Verfahren wie CT und MRT eine wichtige Rolle. Prof. Katus engagiert sich für zeitgemäße Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten junger Kardiologen.

„Ich setze sehr viel Hoffnung in die interventionelle Mitralinsuffizienz-Therapie“

Der MitraClip zeigt sehr gute Langzeitergebnisse und bewährt sich als sicheres Verfahren – die interventionelle Therapie der Mitralinsuffizienz gewinnt immer mehr an Bedeutung. Auch weitere innovative Verfahren wie die direkte Anuloplastie werden erprobt. Wird es eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei TAVI? Prof. Malte Kelm vom Universitätsklinikum Düsseldorf gibt sich im Gespräch zuversichtlich.

Katheterablation bei Vorhofflimmern: Verspricht sie wirklich Heilung?

Zu Debatte steht, ob man die Katheterablation bei Vorhofflimmern sofort, also ohne vorherige antiarrhythmische Therapie, einsetzen kann. Welche Patienten für dieses Verfahren infrage kommen und ob dieses wirklich Heilung vom Vorhofflimmern verspricht, dazu nimmt Prof. Stephan Willems vom Universitären Herzzentrum Hamburg Stellung.

Wenn Medizintechnik einen würdevollen Tod verhindert

Lebensrettende Schockabgaben von Implantierbaren Cardioverter Defibrillatoren (ICD) können am Lebensende das Sterben unnötig und schmerzhaft verlängern. Ob und wann ein ICD abgeschaltet werden soll, ist aber eine weitgehend ungeregelte und oft tabuisierte Frage.

Bypass-OP: „Fernkonditionierung“ enttäuscht erneut

Die „ischämische Fernkonditionierung“ ist wohl doch keine geeignete Strategie, um KHK-Patienten zu helfen, eine koronare Bypass-Operation besser zu überstehen. Deutsche Untersucher konnten in ihrer Studie die erhoffte kardioprotektive Wirkung dieses neuen Therapieansatzes nicht dokumentieren.

Katheterablation: Heiß oder kalt macht (fast) keinen Unterschied

Bei Vorhofflimmern ist eine Katheterablation mithilfe der Kryoballon-Technik klinisch ebenso erfolgreich wie die technisch anspruchsvollere Ablation mittels Radiofrequenzstrom. Dafür sprechen beim DGK-Kongress vorgestellte Ergebnisse der deutschen Vergleichsstudie FreezeAF.

Amtsübergabe bei der DGK: Prof. Kuck übernimmt Präsidentschaft

Mit der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) endete auch die zweijährige Amtszeit von Prof. Christian Hamm als DGK-Präsident. Als sein Nachfolger übernahm Prof. Karl-Heinz Kuck die Präsidentschaft von Deutschlands größter medizinischer Fachgesellschaft.

Vier Ansätze für die interventionelle Therapie

Die Entwicklung der interventionellen Therapie von Erkrankungen der Mitralklappe wird nicht beim MitraClip stehen bleiben. Zahlreiche Neuentwicklungen, bis hin zum Klappenersatz, sind in der Pipeline.

Moderner Troponin-Test verkürzt Herzinfarktdiagnose auf 1 Stunde

Bei Anwendung eines hochsensitiven Tests auf Troponin I kann die Diagnostik beim akuten Koronarsyndrom von bisher 3–6 Stunden auf eine Stunde verkürzt werden. „Wir werden ab Sommer diesen Jahres am U ...

Aortenstenose: TAVI auch bei niedrigem Risiko eine Option

Aktuelle Praxisdaten aus Deutschland sprechen dafür, dass die kathetergestützte transvaskuläre Aortenklappen-Implantation auch für weniger kranke Patienten mit Aortenstenose eine sichere Alternative zur offenen Herzoperation sein kann.

Deutsche Kardiologie-Gesellschaft schreibt Qualitätssicherung ganz groß

Mit einer Fülle von Leitlinien, Positionspapieren und Curricula leistet die deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) einen zentralen Beitrag zur Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität in der Deutschen Herzmedizin.

Chirurgische Ablation auch bei vergrößertem linkem Vorhof effektiv

Ein vergrößerter linker Vorhof galt bisher als negativ prädiktiver Faktor für den Ablationserfolg. Eine retrospektive Analyse kam nun aber zu einem anderen Ergebnis. Demnach scheint die chirurgische Vorhofflimmernablation auch bei einem LA-Durchmesser > 55 mm sicher und effektiv zu sein.

Vorhofohrverschluss langfristig erfolgreich

Der interventionelle Vorhofohrverschluss ist eine wirkungsvolle Therapiealternative zur oralen Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern. Ziel der vorliegenden Arbeit war die Analyse der Langzeitergebnisse mit dem PLAATO-Okkluder hinsichtlich Effektivität der Thromboembolieprophylaxe und der Sicherheit bezüglich Blutungskomplikationen.

Auflösung von Vorhofohrthromben: DOAK besser als VKA

Eignen sich neue orale Antikoagulanzien als therapeutische Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten, wenn es um die Auflösung von Vorhofohrthromben geht? Eine prospektive Registerstudie liefert vielversprechende Daten.

Welcher Score für die Risikostratifizierung?

Nach einem Transkatheter-Aortenklappenersatz (TAVI) ist die Mortalität noch relativ hoch. Die meisten Todesfälle sind Komorbiditäten und dem fortgeschrittenen Alter geschuldet. Welcher Score sich am besten für die Risikoabschätzung eignet, wurde in der vorliegenden Studie untersucht.

Dr. Hindricks DGK Jahrestagung 2015
Prof. Christian W. Hamm DGK Jahrestagung 2015
Dr. Norbert Smetak DGK Jahrestagung 2015
Dr. Albrecht Elsässer DGK Jahrestagung 2015
Dr. Kuck DGK Jahrestagung 2015
Dr. Katus DGK JAhrestagung 2015
Prof. Malte Kelm DGK Jahrestagung 2015
Dr. Willems DGK Jahrestagung 2015