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06.05.2019 | DGK-Jahrestagung 2019 | Nachrichten

Neue Studienergebnisse

Sind Entzündungsprozesse auch bei Herzinsuffizienz von Bedeutung?

Autor:
Peter Overbeck

Entzündliche Prozesse sind wohl nicht nur in der Pathogenese atherosklerotisch bedingter Erkrankungen von Bedeutung. Sie scheinen auch in Bezug zur Herzinsuffizienz zu stehen, wie Ergebnisse einer Studie deutscher Forscher nahelegen.

„Kardiovaskuläre Inflammation“ war das zentrale Thema der DGK-Jahrestagung 2019 in Mannheim. Dieses Themas hat sich auch eine deutsche Forschergruppe in einer Studie angenommen, deren Ergebnisse Dr. Alexander Peikert vom Uniklinikum Freiburg in einer „Hot-Line“-Sitzung während des Kongresses vorgestellt hat.

Geklärt werden sollte, ob sich epidemiologische Bezüge zwischen entzündlicher Aktivität und dem Schweregrad einer Herzinsuffizienz nachweisen lassen würden. Basis der Analyse bildeten die Daten von 1039 Patienten, die alle einer Echokardiografie mit Messung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) unterzogen worden waren. Bei allen Teilnehmern waren zudem der Entzündungsparameter hsCRP und der kardiale Biomarker NTpro-BNP gemessen worden.

Wie Peikert berichtete, korrelierte die im hsCRP-Wert sich widerspiegelnde entzündliche Aktivität sowohl mit der LVEF als auch mit dem NT-proBNP-Wert und der funktionellen NYHA-Klasse der Patienten. Allerdings  differierten die Beobachtungen  in Abhängigkeit vom Herzinsuffizienz-Subtyp. Eine Korrelation mit der Entzündungsaktivität wurde vor allem bei Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie, bei KHK-Patienten mit akutem Koronarsyndrom in der Vorgeschichte sowie bei Patienten mit Diabetes oder Hypertonie beobachtet, berichtete Peikert.

Zu klären wäre nun, ob antientzündliche Wirkansätze im Rahmen einer personalisierten Behandlungsstrategie bei ausgewählten Patienten mit Herzinsuffizienz geeignet sind, die Therapie weiter zu verbessern.

Literatur

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