eHealth in der Kardiologie

Digitale Technologien sind aus der Kardiologie nicht mehr wegzudenken. Während früher aber vor allem Ärzte die modernen Techniken zur Diagnostik und Therapie genutzt haben, entdecken mittlerweile auch immer mehr Patienten die neuen Möglichkeiten für sich. In unserem Dossier finden Sie die aktuellsten Beiträge zum Thema eHealth und Digitalisierung in der Kardiologie. 

Laienreanimiation: Machen Smartphone-Alarme sie besser?

Eine randomisierte Studie hat untersucht, ob eine Alarmierung registrierter Laienhelfer per Smartphone bei (Verdacht auf) Herzstillstand die Einsatzrate von externen Defibrillatoren erhöht. Das war nicht der Fall, was aber nicht gegen die Alarm-Algorithmen spricht.

Monitoring bei Vorhofflimmern: Wie ist die Adhärenz bei mobilen EKG-Geräten?

Personen, die mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern die Notaufnahme aufgesucht hatten, sollten mithilfe eines stiftförmigen Devices vier Wochen lang selbstständig EKGs aufzeichnen. Das hat gut funktioniert, auch bei älteren Erkrankten.

Tech-Giganten machen Medizin: Ein Überblick

Große Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft oder Google positionieren sich auf dem deutschen und internationalen Gesundheitsmarkt. Aber was machen sie da eigentlich genau? Ein Experte erklärt aktuelle Entwicklungen.

Smartphone in der Kitteltasche: Welche Apps helfen im kardiologischen Alltag?

Gesundheitsapps gibt es inzwischen jede Menge – aber welche davon können Kardiologinnen und Kardiologen wirklich unterstützen? Dr. Victoria Johnson aus Gießen gab bei den DGK-Herztagen einen Überblick über die Optionen.

Wie künstliche Intelligenz beim Schallen hilft

Gleich zwei große Studien haben den Einsatz von KI-Algorithmen in der Echokardiografie untersucht. Ist Herzschallen ohne Kollege Computer bald anachronistisch?

Smartphone-App steigert Vorhofflimmern-Detektion um das Doppelte

Eine in Deutschland durchgeführte, randomisierte Studie macht einmal mehr deutlich, dass ein Smartphone-basiertes Screening auf Vorhofflimmern funktionieren kann. Die Studie brachte noch eine weitere erfreuliche Erkenntnis.

Rhythmusabklärung per Smart Device: Zusätzlicher Kardiologe hilft

Moderne Handgelenks-Wearables können Ein-Kanal-EKGs aufzeichnen. Die Smart Wars-Studie hat die Algorithmen zweier aktueller Geräte mit zwei Kardiologen verglichen. Fazit: Die Handgelenks-EKGs sind gut, aber nicht perfekt.

Dekompensation bei Herzinsuffizienz an der Sprache früh erkennen

Lassen sich an der Sprache von Patienten mit Herzinsuffizienz Signale dafür erkennen, dass in Kürze eine klinische Verschlechterung der Erkrankung eintreten wird? Ergebnisse einer neuen Studie legen diese Möglichkeit nahe.

App erkennt Frühform von Herzinsuffizienz

Eine Apple-Watch kann 1-Kanal-EKGs erstellen, etwa zur Detektion von Vorhofflimmern. Für die Diagnose komplexerer Herzerkrankungen reichte das bislang nicht. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, mit der Uhr eine linksventrikuläre Dysfunktion zu entdecken.

So kann die Digitalisierung im Gesundheitswesen gelingen

Wie lässt sich Versorgungsforschung mit den modernen digitalen Möglichkeiten in der Medizin realisieren? Zum Beispiel mit einer App, wie CardioCoach, in die Patienten ihre Daten selbst eingeben.

Neuer Praxisleitfaden: So sollten Wearables zur Arrhythmie-Detektion eingesetzt werden

Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern sind schwer dingfest zu machen, wenn sie selten auftreten. Hier können heute Smartwatches und Fitnessarmbänder weiterhelfen. Doch wie sollten solche Devices im Praxisalltag eingesetzt werden? Ein neuer Praxisleitfaden der EHRA gibt konkrete Hilfestellung.

Herzinsuffizienz-Telemonitoring startet: Das gilt es zu beachten

Das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz eröffnet ein neues Spektrum im Management von Herzinsuffizienzpatienten. Es werden jedoch hohe infrastrukturelle und methodische Anforderungen an die beteiligten Akteure gestellt.

Vorhofflimmern-Detektion per Smart Device wird massentauglich

Die bisher größte Screening-Studie mit Photoplethysmographie-Wearables beeindruckt mit einer hohen Trefferquote für Vorhofflimmern – und mit der Erkennung eines Risikofaktors.

Herzinsuffizienz: Personalisierte Pop-ups verbessern Leitlinientreue – etwas

Eine zu 100 Prozent leitliniengerechte Herzinsuffizienztherapie ist eher die Ausnahme. Die bei der ACC-Tagung vorgestellte PROMPT-HF-Studie hatte mit einem digitalen Erinnerungs-Tool einen gewissen Erfolg.

Vorhofflimmern-Detektion per Smartphone? Ja, aber.

Dass sich die Photoplethysmographie per Smartphone für ein Vorhofflimmern-Screening nutzen lässt, ist unstrittig. Besonders gute Studien gibt es bisher aber nicht.

Herzinsuffizienz-Telemonitoring kann in der Breite erst mit QS-Vereinbarung starten

Haus- und Kinderärzte sowie Internisten sind jetzt als Zuweiser zur telemedizinischen Überwachung herzinsuffizienter Patienten gefragt. Der Bundesverband niedergelassener Kardiologen will eine Übersicht geeigneter Zentren geben.

Tragbare Elektronikgeräte können ICD-Funktionen stören

Versuchsreihen mit dem iPhone 12 bestätigten das von dem Gerät ausgehende Interaktionspotenzial mit ICD- und Schrittmacherfunktionen. Nun berichten Kardiologen, dass auch andere tragbare elektronische Geräte die ICD-Funktionen stören können – wenn sie sehr nahe ans Device gebracht werden.

Herzinsuffizienz-Früherkennung: Wie das Echo die Vorhersage verbessern könnte

Wie lässt sich die Echokardiographie besser für die Risikoprädiktion in frühen Stadien einer Herzerkrankung nutzen? Französische Kardiologen beschreiben jetzt ganz neue echokardiographische Phänotypen, die kardiovaskuläre Ereignisse vorhersagen helfen.

Ist ein Vorhofflimmern-Screening heute zu empfehlen?

Inzwischen gibt es Wearables, Smartphones usw., mit denen ein Screening auf Vorhofflimmern einfach zu verwirklichen ist. Doch wie sinnvoll ist ein solches Screening bei Menschen, die keine Symptome haben? Ein US-Experten-Panel hat zu dieser Frage nun Stellung bezogen.

iPhone 12 & Implantat-Träger – „Abstand von 15 cm nicht nötig“

Berichte über Interaktionen des iPhone 12 mit Schrittmacher- und ICD-Funktionen haben Bedenken ausgelöst. Apple rät Implantat-Trägern deshalb, zwischen sich und Handy einen Mindestabstand von 15 cm einzuhalten. Berliner Kardiologen halten diese Maßnahme angesichts neuester Daten für übertrieben.

Alle Themen-Specials

Von Covid-19 über eHealth in der Kardiologie bis hin zu KHK und Herzinfarkt: In unseren Themen-Specials finden Sie die neuesten Studien und Nachrichten zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Bereich Kardiologie. 

Highlights

Neuer Podcast: Plötzlicher Herztod im Sport

Auf Kardiologie.org gibt's jetzt auch Podcasts! In der dritten Ausgabe mit Prof. Martin Halle geht es um den Plötzlichen Herztod im Sport. Warum trifft es ausgerechnet Leistungssportler, warum überwiegend Männer? Und gibt es einen Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen?

Herzkongress mit wöchentlichen Vorträgen

Der DGK.Online-Kongress 2022 geht weiter: Jede Woche erwarten Sie wieder spannende Live-Vorträge aus der Herz-Kreislauf-Medizin, viele davon CME-zertifiziert. Nehmen Sie teil und sammeln Sie live CME-Punkte!

Aktuelles und Neues aus der Kardiologie

PCI nach Herzstillstand: Schnellere Plättchenhemmung durch Cangrelor?

Überlebende eines Herzstillstandes sind nach einer PCI einem erhöhten Risiko für Stentthrombosen ausgesetzt. In einer kleinen randomisierten Studie wurde nun ein Plättchenhemmer getestet, der eine schnelle und starke Thrombozytenaggregationshemmung verspricht.

Vorhofflimmern: Verbessert Katheterablation den Blutfluss im Hirn?

Einer kleinen Studie zufolge scheint eine Katheterablation bei Patienten mit Vorhofflimmern die zerebrale Durchblutung verbessern zu können. Ist das gut, um möglichen Verschlechterungen der kognitiven Funktion vorzubeugen?

Gibt’s bald eine alternative Thromboseprophylaxe für Kinder?

Zur Thromboseprophylaxe werden bei herzkranken Kindern traditionell niedermolekulare Heparine oder Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt. Durch eine randomisierte Studie tut sich jetzt eine Alternative auf, die einfacher zu handhaben ist.

Aus der Kardiothek

Hätten Sie es erkannt?

Computertomographie einer Patientin mit kongenitalem Herzfehler.
Was ist zu sehen?

Influenzaimpfung in der kardiologischen Praxis: Tipps zur Umsetzung und Abrechnung

Auch in der kardiologischen Praxis können Patienten/Patientinnen gegen Influenza geimpft werden. Prof. Jörg Schelling erläutert, was Sie bei der Umsetzung beachten sollten und gibt Tipps zur Abrechnung.

Update Amyloidose: Red Flags, Diagnose und Therapie

Die Dunkelziffer bei der ATTR-Amyloidose ist groß. Umso wichtiger ist es, dass Kardiologen/Kardiologinnen die typischen Beschwerden kennen und erkennen. Prof. Wilhelm Haverkamp gibt Tipps zur Diagnosestellung und Behandlung und klärt wichtige Fragen zur Erstattung.

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Digitale Gesundheitsanwendungen/© AndSus / stock.dobe.com
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Herz-Ultraschallbild auf dem Computerbildschirm/© okrasiuk / stock.adobe.com
Herz und Gefäße/© [M] Sebastian Kaulitzki | Lumarmar / Fotolia
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Kardio-Quiz Dezember 2022/© Stephan Achenbach, Medizinische Klinik 2, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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