eHealth in der Kardiologie

Digitale Technologien sind aus der Kardiologie nicht mehr wegzudenken. Während früher aber vor allem Ärzte die modernen Techniken zur Diagnostik und Therapie genutzt haben, entdecken mittlerweile auch immer mehr Patienten die neuen Möglichkeiten für sich. In unserem Dossier finden Sie die aktuellsten Beiträge zum Thema eHealth und Digitalisierung in der Kardiologie. 

iPhone 12 & Implantat-Träger – „Abstand von 15 cm nicht nötig“

Berichte über Interaktionen des iPhone 12 mit Schrittmacher- und ICD-Funktionen haben Bedenken ausgelöst. Apple rät Implantat-Trägern deshalb, zwischen sich und Handy einen Mindestabstand von 15 cm einzuhalten. Berliner Kardiologen halten diese Maßnahme angesichts neuester Daten für übertrieben.

Telemonitoring bei Herzinsuffizienz: So ist die EBM-Abrechnung geregelt

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr beschloss der GBA, das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz in den GKV-Katalog aufzunehmen. Jetzt ist auch die EBM-Abrechnung geregelt.

Vorhofflimmern: Wearables können Screening-Kandidaten identifizieren

Auch für Fitbit Wearables gibt es jetzt eine Vorhofflimmern-Studie. Ein neuer Algorithmus kann dabei helfen, ein geeignetes Screeningkollektiv für eine EKG-Messung zu identifizieren.

Störeinflüsse des iPhone 12 auf Schrittmacher & ICDs – wirklich ein Risiko?

Berichte über Interaktionen des iPhone 12 mit Schrittmacher- und ICD-Funktionen haben für Aufsehen gesorgt. Nun haben Kardiologen aus Gießen eine umfassende Untersuchung vorgenommen – und können Entwarnung geben.

Telemedizin bei Herzinsuffizienz wird Regelversorgung

Die telemedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz schafft den Sprung von Pilotprojekten zur Regelversorgung. Zum 01.01.2022, so hofft man, wird sie an den Start gehen.

EKG-Wearables: Abschied vom Loop-Rekorder?

Mobile, externe EKG-Systeme werden immer leistungsfähiger und immer breiter verfügbar. Sind die Tage der implantierbaren EKG-Systeme gezählt? Oder bleiben Indikationen, bei denen die Implantate die bessere Wahl sind?

Herzinsuffizienz: Ob das Medikament wirkt oder nicht, sagt uns bald die KI?

Ein neuer Maschinenlernalgorithmus hat sich die großen Betablocker-Studien die Herzinsuffizienz vorgenommen – und einige Teilpopulationen identifiziert, die besonders gut oder schlecht ansprechen. Ein zweiter Algorithmus gibt auf Basis des EKG-Prognosen für die Pumpe.

Herzinfarktkomplikationen vermeiden: Helfen digitale Biomarker und Telemedizin?

Profitieren Hochrisikopatienten mit noch nicht stark eingeschränkter Pumpfunktion nach einem Infarkt von einer telemedizinischen Rhythmusüberwachung? Die SMART-MI-Studie zeigt jedenfalls, dass gefährliche Rhythmusereignisse sehr viel besser entdeckt werden. Doch was folgt daraus?

Profitieren auch weniger kranke Herzinsuffizienz-Patienten vom invasiven Monitoring?

Nicht die erhofften Ergebnisse erbrachte die GUIDE-HF-Studie mit einem pulmonalarteriellen Drucksensor bei einem breiten Spektrum an Herzinsuffizienzpatienten. Eventuell hat die Pandemie die Bilanz verhagelt.

KI-Algorithmus könnte HFpEF-Diagnose erleichtern

Eine Herzinsuffizienz vom HFpEF-Typ zu erkennen, ist nicht immer einfach, und kostet Zeit. Wissenschaftler haben jetzt mithilfe von Künstlicher Intelligenz einen Algorithmus entwickelt, mit dem sich abnormale Echoparameter schnell und einfach identifizieren lassen.

iPhone 12 kann wohl tatsächlich ICD- und Schrittmacher-Funktion stören

Erst kürzlich gab es einen Fallbericht, der zeigte, dass das neue iPhone 12 die Tachykardiefunktion eines ICDs vorübergehend deaktivieren kann. Dies hat sich in einer kleinen Fallserie nun bestätigt. Nach Ansicht der Autoren könnte das Störpotenzial klinisch relevant sein.

Herzinsuffizienz-Telemedizin: Vorfreude groß, aber noch Fragen offen

Das Herzinsuffizienz-Telemonitoring kommt in die Regelversorgung. Aber bei der Umsetzung sind noch Fragen offen. Kommen analog zum Schlaganfall Strukturkriterien für Telemedizinanbieter?

Wie digitalisiert man eine Klinik?

Ein Münchner Klinikum wird zum Smart Hospital. Dafür wird es über zwei Jahre digital runderneuert. Am Ende profitieren Mediziner, Patienten, Klinik und Wissenschaft. Oberarzt Dr. Eimo Martens sprach bei der DGK-Jahrestagung über Mühen, Kosten und Erfolge.

Kann „Dr. KI“ die künftige Entwicklung von Vorhofflimmern vorhersagen?

Kann Künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen, schon bei Personen mit normalem Sinusrhythmus für den Arzt nicht erkennbare Auffälligkeiten im EKG zu entdecken, die eine akkurate Voraussage von künftigem Vorhofflimmern ermöglichen? Die Autoren einer neuen Studie zeigen sich da optimistisch.

Basis-Echokardiografie soll simpler werden

Wird die (orientierende) Echokardiografie bald deutlich einfacher? In den USA haben jetzt acht Krankenpflegekräfte ohne jegliche Echo-Erfahrung vier Kernparameter der Echo-Bildgebung zuverlässig gemessen – weil ein cleverer Algorithmus sie unterstützte.

KI-Algorithmen finden Long QT-Syndrom auch bei normaler QTc-Zeit

Viele Patienten mit per Gentest bestätigtem Long QT-Syndrom haben eine normale QTc-Zeit im Ruhe-EKG. Sogar diese Patienten lassen sich durch KI-Algorithmen herausfischen – was irgendwann beim Screening helfen könnte.

Digitale Devices in der Kardiologie – wie gut funktionieren sie in der Praxis?

Immer mehr Kardiologen setzen auf digitale Devices. In diesem Video-Interview berichtet PD. Dr. Bönner von der Uniklinik Düsseldorf über seinen Erfahrungen, was er von der Smartwatch zur Vorhofflimmern-Diagnose hält und warum sie das Potenzial hat, invasive Methoden zu ersetzen.

QTc-Zeit: Kann bald jeder selbst messen?

Mit Unterstützung eines Maschinenlernalgorithmus kann ein mobiles 6-Kanal-EKG die QTc-Zeit ohne Arzt recht gut ermitteln. Eine Killeranwendung für mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie?

Neues iPhone 12 könnte für ICD-Träger eine Gefahr darstellen

Neuere Mobilfunkgeräte sind für Implantat-Träger in der Regel ungefährlich. Bei dem neuen iPhone 12 äußern Experten jetzt allerdings Bedenken. Offenbar kann es damit zu einer vorübergehenden Deaktivierung der Schockfunktion kommen.

Das können Biosensoren in der Herzmedizin leisten

Miniaturisierung und technischer Fortschritt machen es möglich: den Schritt weg von der Momentaufnahme hin zu einem kontinuierlichen Monitoring. Die dauerhafte Erfassung und Analyse physiologischer Parameter hat das Potenzial, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Alle Themen-Specials

Von Covid-19 über eHealth in der Kardiologie bis hin zu KHK und Herzinfarkt: In unseren Themen-Specials finden Sie die neuesten Studien und Nachrichten zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Bereich Kardiologie. 

Highlights

Was es 2021 in der Kardiologie Neues gab: Koronare Herzkrankheit

Zum Thema ischämische Herzerkrankungen gab es 2021 wieder viele Studien, von denen einige sicher Auswirkungen auf künftige Praxis-Leitlinien haben werden. Im Fokus stand dabei unter anderem erneut die antithrombotische Therapie nach akutem Koronarsyndrom und PCI.

Kardiologische Leitlinien kompakt

Leitlinien, Kommentare, Positionspapiere, Konsensuspapiere, Empfehlungen und Manuals der DGK

Aktuelles und Neues aus der Kardiologie

NSTEMI: Sterberisiko steigt, wenn Patienten zu spät kommen

Wenn STEMI-Patienten nicht sofort in ein Krankenhaus gebracht werden, sinken ihre Überlebenschancen beträchtlich – das ist allseits bekannt. Doch gilt das auch für NSTEMI-Patienten? Eine Frage, die seit der Pandemie an Relevanz gewonnen hat. Eine Registerstudie liefert dazu neue Erkenntnisse.

Typ-2-Herzinfarkt: Welche Risikofaktoren von Bedeutung sind

Welche Risikofaktoren für atherothrombotisch verursachte Typ-1-Herzinfarkte von Relevanz sind, ist gut untersucht. Dagegen ist das Wissen über Prädiktoren für die Entwicklung von Typ-2-Herzinfarkten noch sehr limitiert. Eine neue Studie liefert dazu nun einige Erkenntnisse.

Stadt-Land-Gefälle bei kardiovaskulärer Versorgung

Nicht nur in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede, wenn es um die Gesundheitsversorgung vor Ort geht. Einer US-Studie zufolge kann sich das auf die Prognose kardiovaskulär erkrankter Patienten auswirken.

Aus der Kardiothek

Hätten Sie es erkannt?

Eine transthorakale Echokardiografie bei einer 65-jährigen zeigt eine auffällige Raumforderung. Welche Diagnose würden Sie stellen?

Hätten Sie es erkannt?

Koronarangiographie der linken Koronararterie (LAO 5°, CRAN 35°) bei einem Patienten mit NSTEMI nach biologischem Aortenklappenersatz am Vortag. Was ist zu sehen?

Hätten Sie es erkannt?

Ausschnitt einer Ergometrie eines 40-Jährigen Patienten mit gelegentlichem thorakalem Stechen. Was ist zu sehen?

eHealth in der Kardiologie/© ra2 studio / stock.adobe.com
Webinar PD. Dr. Bönner/© Springer Medizin Verlag GmbH
Herz und Gefäße/© [M] Sebastian Kaulitzki | Lumarmar / Fotolia
Rückblick 2021/© momius / stock.adobe.com
Leitlinien/© DGK
Kardio-Quiz Dezember 2021/© Dr. med. Monique Tröbs und Felix Elsner, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Kardio-Quiz Oktober 2021/© L. Gaede, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Kardio-Quiz September 2021/© L. Anneken, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg