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18.02.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

Expertenrat Kardiologie

Beibehaltung der laufenden Marcumarisierung bei Katheterablation bei VF

Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, auf dem Dresdener Cardiologietag berichteten Sie, dass man bei Katheter-ablation bei VF eine laufende Marcu-marisierung beibehalten (INR opt.2-2,5) und kein Bridgeing durchführen solle. Frage: kann man z.B. bei einer OP einer Wirbelkanalstenose auch so vorgehen? Bisher wurde hier auch mit NMH überbrückt. 


Antwort von: Dr. Jan Kaufmann

Da eine Neurochirurgische OP ein Eingriff mit hohem Blutungsrisiko ist, sollte die orale Antikoagulation pausiert werden. Die Indikation für ein „Bridging“ niedermolekularem Heparin richtet sich bei Vorhofflimmern nach dem individuellen Thrombembolierisiko. Zur Abschätzung des Risikos ist der CHADS2-Score und hierbei insbesondere die Frage nach zerebraler Ischämie in der Vorgeschichte hilfreich.
Literatur:
Hoffmeister, HM et al. Unterbrechung antithrombotischer Behandlung (Bridging) bei kardialen Erkrankungen. Kardiologe 2010 • 4:365–374. DOI 10.1007/s12181-010-0294-y


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Literatur