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27.01.2017 | Herz und Diabetes | Nachrichten

Kardiovaskuläre Risikoreduktion

Antidiabetikum Empagliflozin jetzt auch als Herzmedikament zugelassen

Autor:
Peter Overbeck

Entsprechend einer Empfehlung  des Ausschusses für Humanarzneimittel  (CHMP)  der EMA hat die  Europäische Kommission die  Zulassung von Empagliflozin erweitert. Dieser SGLT2-Hemmer kann  bei Patienten mit Typ-2-Diabetes außer zur Blutzuckersenkung  künftig auch zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos angewendet werden.

Empagliflozin  ist damit in  der EU das erste Antidiabetikum, bei dem auch  eine präventive Wirkung auf kardiovaskuläre Ereignisse  in die Produktinformation aufgenommen wird.  Die jetzt genehmigte Zulassungserweiterung basiert auf den Ergebnissen der Studie EMPA-REG OUTCOME.

In dieser Studie sind  mehr als 7.000 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulärer Vorerkrankung  im Schnitt  drei Jahre lang entweder mit Empagliflozin oder mit Placebo jeweils zusätzlich zur Standardtherapie behandelt worden. Unabhängig von der Blutzuckersenkung verringerte  Empagliflozin  das relative Risiko für den  primären kombinierten Endpunkt  (kardiovaskulär bedingter Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall) signifikant um 14 Prozent.

Ausschlaggebend für dieses Ergebnis  war  eine  signifikante Reduktion der kardiovaskulären Mortalität um 38 Prozent durch  Empagliflozin. Die Risiken für die Endpunkte nicht-tödlicher Myokardinfarkt und nicht-tödlicher  Schlaganfall wurden nicht signifikant beeinflusst.

Darüber hinaus wurden durch  Empagliflozin die Gesamtsterberate um 32 Prozent und die Rate für Krankenhauseinweisungen wegen Herzinsuffizienz um 35 Prozent reduziert.

 

Literatur

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