Onlineartikel 02.03.2015

HoT: Europas Herzinsuffizienz-Spezialisten von morgen gesucht

Experten sprechen im Zusammenhang mit der Herzinsuffizienz bereits von der „kardiovaskulären Epidemie des 21.Jahrhunderts“. Die europäische Heart Failure Association (HFA) will der zunehmenden Bedeutung der Herzinsuffizienz mit einer neuen Initiative begegnen, die sich an jüngere Ärzte mit Interesse an dieser Erkrankung richtet.

Es mag keine neue Erkenntnis sein, aber sie immer wieder in Erinnerung zu rufen ist wichtig: Die Herzinsuffizienz stellt viele im Gesundheitswesen Tätige vor massive Herausforderungen – jetzt ohnehin und angesichts der demographischen Entwicklung in Zukunft noch viel mehr: ob Allgemeinarzt, niedergelassener Kardiologe, Notarzt, Krankenhausarzt, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Herzchirurgen, Personal von Rehaeinrichtungen oder Grundlagenwissenschaftler – um die schwerkranken Herzinsuffizienz-Patienten optimal versorgen zu können, ist ein enges Ineinandergreifen der verschiedensten Disziplinen erforderlich.

Da das Interesse für diese wichtige Erkrankung nicht früh genug gefördert und die essentielle Interdisziplinarität nicht früh genug umgesetzt werden kann, hat die Heart Failure Association (HFA) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) kürzlich die sog. HoT (Heart Failure Specialists of Tomorrow)-Initiative ins Leben gerufen.

Überregionales Netzwerk

Mit dieser Initiative soll eine ESC-weite Plattform für ideenreiche, engagierte junge Kollegen geschaffen werden, die sich von den verschiedensten Blickwinkeln aus mit der Herzinsuffizienz beschäftigen. So soll ein übernationales Netzwerk entstehen, das die Herzinsuffizienz-Spezialisten von morgen miteinander verbinden und den engen Gedankenaustausch fördern soll. Dezidiertes Ziel ist es dabei auch, wissenschaftliche und klinische Kooperationen im internationalen Maßstab zu erleichtern und zu unterstützen. Darüber hinaus sollen HoT-Mitglieder durch spezielle Aktivitäten, wie etwa beim diesjährigen Heart Failure Congress der HFA in Sevilla, angesprochen werden.

Organisatorisch ist HoT eine Initiative der HFA und gliedert sich in eine für übergeordnete Planungen zuständige operative Task Force, der von deutscher Seite Dr. Can Martin Sag vom Universitätsklinikum Regensburg angehört, einen nationalen Repräsentanten für jedes ESC-Mitgliedsland und die einzelnen HoT-Mitglieder.

Alter unter 40 Jahre

Da sich dieses Programm ausdrücklich für die Spezialisten „von morgen“, also die jüngere Generation engagieren möchte, ist für eine Mitgliedschaft ein Alter unter 40 Jahre vorgesehen. Weiterhin ist die Bereitschaft zum „Networking“ im besten Wortsinne, zu kreativer und ideenreicher Mitarbeit wichtige Voraussetzung.

Zuletzt müssen HoT-Mitglieder auch der Heart Failure Association der ESC als Initiator dieses Programms angehören. Wer sich für die HoT-Initiative interessiert, findet weitere Details auf der Homepage der ESC oder kann sich direkt an den deutschen Repräsentanten, PD Dr. Christoph Birner vom Universitätsklinikum Regensburg, wenden (christoph.birner@ukr.de).

Literatur

Informationen zur Hot-Initiative finden sie hier