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09.07.2018 | Kardiologie | Nachrichten

ESC-Wahlen 2018

Prof. Stephan Achenbach „gewählter Präsident“ der Europäischen Kardiologengesellschaft ESC

Autor:
Peter Overbeck

Die European Society of Cardiology (ESC) hat die Ergebnisse der diesjährigen Wahlen für das ESC-Board, das Nominating Committee und das Audit Committee bekanntgegeben.  Die Wahl zum „President-Elect“ konnte Prof. Stephan Achenbach aus Erlangen für sich entscheiden.

Die  Amtszeit Achenbachs  als „President-Elect“ wird von Ende August 2018 bis 2020 dauern. Von 2020 bis 2022 wird der deutsche Kardiologe dann zwei Jahre lang der kardiologischen Fachgesellschaft ESC als Präsident vorstehen. Achenbach hat sich bei der Wahl zum „gewählten Präsidenten“ gegen den Ungarn Prof. Bela Merkely als zweiten Kandidaten durchgesetzt.

Amtierender ESC-Präsident ist Prof. Jeroen Bax aus den Niederlanden. Von August 2018 bis 2020 wird dann Prof. Barbara Casadei aus Großbritannien  diese Funktion ausüben.

Prof. Stephan Achenbach (52) ist Direktor der Medizinischen Klinik 2 – Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.  Neben seiner Position als  „Councillor“  (2012 – 2014) und Vizepräsident (2014 – 2016) im Vorstand der ESC hat  Achenbach bisher unter anderem  bis 2015 auch  die Position eines Nukleusmitglieds der Arbeitsgruppe für Nuklearkardiologie und Computertomografie innerhalb der ESC wahrgenommen. Derzeit ist Achenbach Vorsitzender des  Programmkomitees  für die ESC-Jahrestagungen und damit  mitverantwortlich für die thematische Gestaltung des diesjährigen ESC-Kongress Ende August in München.

Auch zwei weitere  Kandidaten aus Deutschland konnten sich bei den ESC-Wahlen 2018 durchsetzen: Prof. Stephan Gielen von Klinikum Lippe in Detmold wird künftig als „Councillor“ im Vorstand der ESC vertreten sein;  DGK-Präsident  Prof. Hugo A. Katus  von Uniklinikum  Heidelberg wurde als einer der Repräsentanten der nationalen Fachgesellschaften in das Nominating Committee gewählt.

Achenbach wäre der dritte deutsche Kardiologe in der Position des Präsidenten der 1950 gegründeten europäischen Kardiologie-Gesellschaft ESC. Der erste war Professor Franz Loogen (1919 – 2010), der das Amt von 1980 bis 1984 innehatte –  zu einer Zeit, als die Amtsdauer noch vier Jahre betrug. 1996 wurde Professor Günter Breithardt aus Münster zum ESC-Präsidenten gewählt, dessen in der Zwischenzeit auf zwei Jahre verkürzte Amtszeit bis 1998 währte.

Literatur