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12.11.2016 | Kardiologische Notfälle | Nachrichten

AHA 2016. Studie aus Taiwan

Statine – Lebensretter auch bei Herzstillstand?

Autor:
Peter Overbeck

Personen, die einen Herzstillstand erleiden und vorher aus Gründen der kardiovaskulären Prävention Statine eingenommen hatten, haben anscheinend bessere Chancen, das Ereignis zu überleben als Personen ohne vorangegangene Statin-Therapie.

Statine sind eigentlich dazu da, durch Lipidsenkung kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt zu verhindern. Wenn es aber trotz Statin-Behandlung zu einem Herzstillstand kommt, scheinen zumindest die Überlebenschancen höher zu sein als ohne entsprechende Vorbehandlung. Darauf deuten Ergebnisse einer Studie hin, die Untersucher aus Taiwan bei AHA-Kongress in New Orleans vorgestellt haben.

Die Forscher um Dr. Ping-Hsun Yu vom Taipei Hospital Ministry of Health and Welfare in Taiwan haben aus einer nationalen Gesundheitsdatenbank Daten von 138.000 Personen, bei denen es außerhalb von Kliniken zu einem Herzstillstand gekommen war, für ihre Analyse herangezogen. Dabei stellten sie fest, dass eine vorangegangene Einnahme von Statinen innerhalb von 90 Tagen vor dem Ereignis im Vergleich zur Nicht-Einnahme mit signifikant höheren Überlebensraten assoziiert war.

So war die Wahrscheinlichkeit, nach dem Herzstillstand lebend ein Krankenhaus zu erreichen, relativ um 19% höher. Die Chance, lebend aus der Klinik entlassen zu werden, war um 47% höher. Und die Wahrscheinlichkeit, ein Jahr nach dem Ereignis noch am Leben zu sein, war im Vergleich um 50% höher. Die Assoziation mit einer höheren Überlebenswahrscheinlichkeit war bei Personen mit Typ- 2-Diabetes besonders ausgeprägt.

Eine Limitierung: Mehr als 95% der analysierten Opfer von Herzstillständen waren Asiaten. Ob die in der Studie gemachten Beobachtungen auch auf andere ethnische Populationen zutreffen, ist derzeit noch unklar.

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