Video 10.12.2015

Klinische Vorselektion und präinterventionelle Diagnostik der TAVI

Die Anamnese der 76-jährigen Patientin spricht für eine kathetergestütze Aortenklappenimplantation (TAVI): In den letzten Wochen klagte sie über eine rasch progrediente Dyspnoe – zuletzt auch bei geringster Belastung – und erlitt zwei Synkopen unter Belastung. Als kardiovaskuläre Risikofaktoren liegen ein Hypertonus und eine Adipositas vor. Aufgrund von Komplikationen, die im Rahmen einer operativen Sanierung eines Mammakarzinoms 1984 aufgetreten waren, besteht der Patientenwunsch nach einer TAVI.
Aktuell zeigen sich im Thorax-CT multiple kleine Rundherde, bisher noch unklarer Dignität.
In der Echokardiografie ist eine hochgradige Aortenklappenstenose mit einer Klappenöffnungsfläche von 0,8 cm² planimetrisch erkennbar, ebenso wie ein normal großer, konzentrisch hypertrophierter Ventrikel, eine global leicht eingeschränkte Ejektionsfraktion und eine leichte pulmonale Hypertonie (35 mmHg).
Der Aortenklappenannulus wird ausgemessen, um daraus die Prothesengröße abzuleiten.
Das Heart-Team entscheidet einstimmig, bei der Patientin eine transfemorale TAVI mit einer 26 mm Edwards SAPIEN 3-Transkatheter-Herzklappe vorzunehmen.