News-Archiv

Präventions-Leitlinie 2021: Neues Stufenprinzip soll Umsetzung erleichtern

Schrittweise und personalisiert vorgehen – so heißt die Devise der aktualisierten ESC-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention. Ein neues Stufenprinzip, überarbeiteter Risikokalkulator sowie altersabhängige Risikokategorien sollen die Umsetzung der Empfehlungen in der Praxis erleichtern.

Asymptomatische Karotisstenose: Stenting und Operation langfristig gleichauf

Karotisstent-Implantation und operative Thrombendarteriektomie zeichnen sich bei Patienten mit asymptomatischen schweren Karotisstenosen auf längere Sicht durch ein gleiches Nutzen/Risiko-Profil aus, zeigt eine randomisierte Vergleichsstudie.

Finerenon bestätigt kardioprotektive Wirkung bei Nierenkranken

Eine Behandlung mit Finerenon senkt bei nierenkranken Typ 2-Diabetikern nicht nur das Risiko für renale, sondern auch für kardiovaskuläre Komplikationen. Der alleinige Blick auf den GFR-Wert reicht dabei nicht aus, um geeignete Patienten für die Therapie zu finden.

Vorhofflimmern: Vorhofohr-Verschluss geht auch ohne Antikoagulation

Bei einem Verschluss des linken Vorhofohrs mit dem Amulet-Device bleiben acht von zehn Patienten mit Vorhofflimmern ohne orale Antikoagulation. Sie erreichen analoge klinische Ergebnisse wie Patienten, die das Watchman-Device mit Antikoagulation erhalten, zeigt eine neue Studie.

Kochsalzersatz senkt tatsächlich das Schlaganfall- und Sterberisiko

Die randomisierte SSaSS-Studie hat endgültig den Beweis erbracht, dass die Substitution von Kochsalz durch ein spezielles Salz Schlaganfälle und Herzkomplikationen verhindern kann. Für Experten ist SSaSS eine Landmark-Studie – die Politik und Industrie zum Umdenken bewegen sollte.

Große Studie bestätigt: Stärkere Blutdrucksenkung zahlt sich aus

Eine intensivere Blutdrucksenkung auf systolische Werte unter 130 mmHg schützt ältere Patienten mit Hypertonie besser vor kardiovaskulären Ereignissen als eine standardmäßige Senkung auf Werte zwischen 130 und 150 mmHg, zeigt eine große Studie aus China.

„Grippeimpfung sofort nach dem Herzinfarkt sollte neuer Standard werden“

Macht es Sinn, Herzinfarktpatienten schon im Krankenhaus gegen Influenza zu impfen? Die randomisierte IAMI-Studie spricht dafür, und übergibt damit die Verantwortung an die Kardiologen.

Die neue ESC-Leitlinie zur Schrittmachertherapie ist da

Acht Jahre lang tat sich nichts an dieser Front, jetzt bringt die neue ESC-Leitlinie zur Schrittmacher- und CRT-Therapie ein umfassendes Update der seither gesammelten Evidenz – mit neuen Kapiteln und vielen modifizierten Empfehlungen.

Lohnt es sich, jedes Vorhofflimmern aufzuspüren?

Ein intensives Screening auf Vorhofflimmern hat in der LOOP-Studie keinen signifikanten Einfluss auf die Schlaganfall-Rate gehabt. In der STROKESTOP-Studie gab es einen klinischen Vorteil. Beim ESC-Kongress stellten Experten daraufhin zur Diskussion, ob wirklich nach jeglichen Vorhofflimmern-Episoden gefahndet werden muss.

Koronarangiografie nach Herzstillstand: Kein Grund zur Eile!

Die Strategie, Patienten mit überlebtem Herzstillstand und ohne ST-Hebung im EKG rasch einer Koronarangiografie zuzuführen, trägt nicht zu einer Verbesserung der Überlebenschancen und des neurologischen Zustands bei, zeigt die TOMAHAWK-Studie.

Colchicin könnte bei COVID-19 doch wirksam sein

Es ist ein Auf und Ab für Colchicin in der Indikation COVID-19. Nach den ernüchternden Ergebnissen der RECOVERY-Studie deutet sich jetzt doch eine Wirkung an, wenngleich die statistische Signifikanz knapp verfehlt wurde.

Antikoagulation nach TAVI: NOAK erfüllt Erwartungen nur halb

In einer Studie zur antithrombotischen Nachbehandlung nach TAVI hat eine Antikoagulation mit Edoxaban nicht voll überzeugt: Zwar konnte die NOAK-Therapie beim Wirksamkeitsendpunkt mit Vitamin-K-Antagonisten mithalten, sie offenbarte aber Nachteile beim Blutungsrisiko.

Koronarinterventionen: FFR für alle ist nicht zielführend

Nicht alles, was geht, muss sein: In der RIPCORD 2-Studie hatte eine Komplettabdeckung aller Koronargefäße mit FFR im Rahmen diagnostischer Angiografien in der Gesamtschau keinen Vorteil für die Patienten und senkte nicht die Kosten.

Permanentes Vorhofflimmern: Überleben steigt durch AV-Knoten-Ablation plus CRT

Schwer herzinsuffiziente Patienten mit permanentem Vorhofflimmern leben länger, wenn sie mit AV-Knoten-Ablation und biventrikulärem Schrittmacher behandelt werden. Der Vorteil gegenüber pharmakologischer Frequenzkontrolle ist gewaltig.

Herzinsuffizienz-Leitlinie 2021 – das ist neu, das hat sich geändert

Die neue ESC-Leitlinie zum Management der Herzinsuffizienz ist publiziert. Beim ESC-Kongress berichten die Autoren über die wichtigsten Änderungen. Vor allem bei der Therapie ist man vom bisherigen Vorgehen abgerückt. Neue Konzepte gibt es auch beim Management von Begleiterkrankungen.

Herzinsuffizienz: Empagliflozin setzt neue Maßstäbe bei HFpEF

Mit dem SGLT2-Hemmer Empagliflozin scheint nun endlich die lang ersehnte Therapiemöglichkeit gefunden worden zu sein, mit der sich der klinische Krankheitsverlauf bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion zum Vorteil der Patienten verändern lässt.

Herzinfarktkomplikationen vermeiden: Helfen digitale Biomarker und Telemedizin?

Profitieren Hochrisikopatienten mit noch nicht stark eingeschränkter Pumpfunktion nach einem Infarkt von einer telemedizinischen Rhythmusüberwachung? Die SMART-MI-Studie zeigt jedenfalls, dass gefährliche Rhythmusereignisse sehr viel besser entdeckt werden. Doch was folgt daraus?

Profitieren auch weniger kranke Herzinsuffizienz-Patienten vom invasiven Monitoring?

Nicht die erhofften Ergebnisse erbrachte die GUIDE-HF-Studie mit einem pulmonalarteriellen Drucksensor bei einem breiten Spektrum an Herzinsuffizienzpatienten. Eventuell hat die Pandemie die Bilanz verhagelt.

Was das Serumnatrium über das Herzinsuffizienz-Risiko aussagt

Der Serumnatriumspiegel einer Person lässt Rückschlüsse auf den Hydratationsstatus zu – und damit auch auf das Herzinsuffizienzrisiko, legt eine beim ESC-Kongress vorgestellte Studie nahe. Die beteiligten Forscher konnten auch einen kritischen Grenzwert ermitteln.

Taugen Defi-Drohnen für den echten Notfall?

Wenn der Defi mit der Drohne zum Einsatzort kommt, könnte das Zeit sparen und Leben retten. In simulierten Situationen hat das bereits funktioniert. Nun wurde die Technik erstmals in realen Notfällen eingesetzt – die Ergebnisse stimmen die Initiatoren hoffnungsvoll.

Blutproben/© fotoquique / Getty Images / iStock