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06.11.2018 | Prävention & Rehabilitation | Nachrichten

„Top-Line“-Ergebnisse veröffentlicht

REWIND-Studie: Wieder reduziert ein neues Antidiabetikum die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse

Autor:
Peter Overbeck

Auch der GLP-1-Agonist Dulaglutid hat sich in der REWIND-Studie in kardiovaskulärer Hinsicht als vorteilhaft erwiesen: Das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse konnte damit bei Patienten mit Typ-2-Diabetes signifikant reduziert werden. 

Wieder einmal verkündet ein Hersteller erfreuliche  „Top-Line”-Ergebnisse  einer großen kardiovaskulären Outcome-Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit eines neuen Antidiabetikums. Diesmal ist es das Unternehmen Eli Lilly, das die Öffentlichkeit ohne Nennung genauer Zahlen über den grundsätzlichen Ausgang der REWIND-Studie (Researching cardiovascular Events with a Weekly INcretin in Diabetes) informiert. 

Danach konnte der Nachweis erbracht werden, dass der einmal wöchentlich subkutan verabreichte GLP-1-Agonist  Dulaglutid die kombinierte Rate für die Ereignisse kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall (primärer kombinierter Endpunkt) im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit Typ-2-Diabetes signifikant verringert. Mehr wird derzeit zum Ausgang der Studie nicht verraten. Ihre kompletten Ergebnisse sollen 2019 beim Kongress der American Diabetes Association (ADA) in San Francisco vorgestellt werden. 

REWIND ist nach LEADER (mit Liraglutid) und SUSTAIN-6 (mit Semaglutid) bereits die dritte große Studie, in der sich ein GLP-1-Analogon bei Patienten mit Typ-2-Diabetes nicht nur als kardiovaskulär sicher, sondern auch als kardioprotektiv wirksam erwiesen hat. Auch für die SGLT2-Hemmer Empagliflozin (EMPA-REG-OUTCOME) und Canagliflozin (CANVAS) liegen entsprechende Endpunktstudien vor. 

Teilnehmer an diesen Studien waren zum größten Teil Hochrisiko-Patienten, bei denen außer einem Typ-2-Diabetes auch schon eine manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankung bestand. Die REWIND-Studie passt dagegen nicht ganz in dieses Schema: In dieser Studie war der Anteil der bereits kardiovaskulär erkrankten Teilnehmer mit 31% vergleichsweise niedrig, informiert Eli Lilly in einer aktuellen Pressemitteilung. Somit diente die Behandlung mit Dulaglutid bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer der Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen. 

In die multizentrische Studie sind in 24 Ländern insgesamt 9.901 Patienten mit Typ-2-Diabetes aufgenommen worden, deren HbA1c-Wert mit im Schnitt nur 7,3% zu Beginn vergleichsweise niedrig war. Mit einem medianen Follow-up von mehr als fünf Jahren ist REWIND unter den kardiovaskulären Outcome-Studien mit GLP-1-Analoga diejenige mit der längsten Beobachtungsdauer. Eine weitere Besonderheit: Mit 46% war der Anteil an Frauen im Studienkollektiv relativ hoch.

 

Literatur

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