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Transkatheter-Aortenklappe: Frauen gegenüber Männern im Vorteil

Von einer kathetergeführten Aortenklappen-Implantation scheinen ältere Frauen mit schwerer Aortenstenose in besonderem Maß zu profitieren: Bei ihnen ist die Überlebensrate ein Jahr nach dem Eingriff deutlich höher als bei Männern.

Erfolge der kardiovaskulären Medizin, aber auch neue Aufgaben

Der „Herzbericht 2015“ zeugt erneut von der hohen Leistungsfähigkeit der kardiovaskulären Medizin in Deutschland. Er rückt aber auch neue Aufgaben in den Blickpunkt, die noch zu bewältigen sind - so etwa bei der Datenbeschaffung und Datenqualität.

Transkatheter-Aortenklappen: Auf dem Weg zu neuen Zielgruppen

Kardiologen halten die kathetergeführte Aortenklappen-Implantation auch bei Patienten mit niedrigem Operationsrisiko für eine potenzielle Alternative zum chirurgischen Aortenklappenersatz. Ob sie das wirklich ist, müssen Vergleichsstudien noch beweisen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat nun den Weg für eine solche Studie freigemacht.

Aortenklappenersatz: Eingriffe in Deutschland immer sicherer

Weitere Zahlen zur Entwicklung der Aortenklappeneingriffe in Deutschland: Anhand der an das DIMDI übermittelten OPS-Codes zeigt sich erneut, dass die Komplikationsraten von offenem und interventionellem Aortenklappenersatz sinken.

TAVI-Entwicklung: Klare Parallelen zwischen Deutschland und USA

Neue Daten aus einem großen US-Register spiegeln die Entwicklung der Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) bei Patienten mit schwerer Aortenstenose in der Zeit zwischen 2012 und 2014 wider. Es ergeben sich klare Parallelen zur Entwicklung in Deutschland, das durch die frühere Verfügbarkeit der neuen Therapie einen Zeitvorsprung vor den USA hat.

TAVI steuert auf Patienten mit niedrigem Risiko zu

Kardiologen arbeiten daran, das therapeutische Potenzial der Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) auch bei Patienten mit nicht so hohem Operationsrisiko auszuloten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat jetzt den Weg für eine entsprechende Studie freigegeben.

Thrombosen an Bioklappen auch nach Operation nicht selten

Wenige Wochen nach der Publikation einer Untersuchung zur Häufigkeit von Thrombosen an Aortenklappen-Bioprothesen mit einem Schwerpunkt auf der TAVI zeigen Daten der Mayo-Clinic, dass solche Thrombosen auch bei operierten Patienten nicht selten sind.

Reduzierte Beweglichkeit von Klappensegeln – Grund zur Besorgnis?

Retrospektive Analysen einer TAVI-Studie und zweier internistisch-/chirurgischer Register zum Aortenklappenersatz (AKE) deuten darauf hin, dass die gelegentlich beobachtete reduzierte Beweglichkeit von Klappensegeln nach AKE thrombotisch bedingt sein könnte. Ob das klinisch relevant ist, ist unklar.

Katheterbasierte Verfahren

Perkutane Behandlung der Mitralklappenstenose, Aortenklappenintervention, TAVI und Behandlung bei Niereninsuffizienz - Prof. Dr. Helge Möllmann (Bad Nauheim) gibt einen Überblick über die katheterbasierten Behandlungsverfahren.

Live Cases

Valve-in-Valve-Implantation einer Aortenklappenbioprothese in Mitralposition

Bei einem 59-jährigen Patienten, dem bereits eine Mitralklappenprothese chirurgisch implantiert wurde, hat sich erneut eine hochgradige funktionelle Mitralklappeninsuffizienz eingestellt. Aufgrund des hohen Operationsrisikos ist eine chirurgische Therapie aktuell ausgeschlossen, ebenso unmöglich scheint die Implantation eines MitraClips. 

DGK-Live-Case: TAVI bei einer hochbetagten Patientin

Im vorliegenden Live-Case wird bei einer 92-jährigen Patientin mit hochgradiger Aortenklappenstenose ein kathetergestützter Aortenklappenersatz (TAVI) durchgeführt.

Interviews

„Der Nachwuchs liegt uns ganz besonders am Herzen“

Die Präsidentschaft von Prof. Christian Hamm, Marburg, ging beim diesjährigen DGK-Kongress in Mannheim zu Ende. Im Interview blickt er auf eine ereignisreiche Zeit zurück, die von kritischen Diskussionen wie die um TAVI geprägt war, aber auch von erfolgreichen Bestrebungen der DGK wie der Förderung des Kardiologie-Nachwuchses.

„Ich setze sehr viel Hoffnung in die interventionelle Mitralinsuffizienz-Therapie“

Der MitraClip zeigt sehr gute Langzeitergebnisse und bewährt sich als sicheres Verfahren – die interventionelle Therapie der Mitralinsuffizienz gewinnt immer mehr an Bedeutung. Auch weitere innovative Verfahren wie die direkte Anuloplastie werden erprobt. Wird es eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei TAVI? Prof. Malte Kelm vom Universitätsklinikum Düsseldorf gibt sich im Gespräch zuversichtlich.

Bildnachweise
DGK Katheterbasierte Verfahren/© DGK 2015
Valve-in-Valve-Implantation/© DGK 2015
DGK-Live-Case: TAVI bei einer Hochbetagten/© DGK 2014
Prof. Christian W. Hamm DGK Jahrestagung 2015
Prof. Malte Kelm DGK Jahrestagung 2015