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14.11.2016 | Vorhofflimmern | Nachrichten

AHA 2016. Auch ohne Apnoen

Schlechter Schlaf kann zu Vorhofflimmern führen

Autor:
Dr. Dirk Einecke

Eine schlechte Schlafqualität ist auch ohne manifeste Schlafapnoe ein Risikofaktor für Vorhofflimmern. Darauf deuten mehrere beim AHA-Kongress 2016 berichtete Studien hin.

Wer schlecht schläft, erhöht sein Risiko für eine Reihe von kardiovaskulären Krankheiten, etwa Bluthochdruck oder Adipositas. Nun kommen noch Vorhofflimmern und Schlaganfall hinzu. Wer dem vorbeugen möchte, sollte seine Schlafhygiene verbessern. Ausreichend körperliche Aktivität am Tage, Vermeidung von zu hohem Koffeinkonsum sowie die Pflege einer abendlichen Routine sind gute Strategien auf diesem Weg.

Forscher der Universität von Kalifornien aus San Francisco hatten auf drei Datenquellen zurückgegriffen, in denen der Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und der Entwicklung von Vorhofflimmern untersucht worden war. Dies waren die Health eHeart Study mit 4.600 Personen, die Cardiovascular Health Study, die 5.700 Patienten über 11 Jahre studierte, sowie das California Healthcare Cost and Utilization Project, bei dem 14 Millionen Patienten über fünf Jahre erfasst worden waren.

Die drei Studien kamen zu ähnlichen Schlussfolgerungen. Die eine fand eine unabhängige Assoziation zwischen Schlafunterbrechungen und Vorhofflimmern, die zweite beschrieb eine 26%ige Risikoerhöhung für die Rhythmusstörung bei häufigem nächtlichem Aufwachen, und die dritte zeigte eine 29%ige Risikoerhöhung bei Insomnie-Patienten.

Als Ursachen werden zwei Mechanismen diskutiert: Zum einen verminderte Phasen des REM-Schlafes, was zu einer negativen Beeinflussung des autonomen Nervensystems führen könnte. Zum anderen erhöhter Stress, der beim schlechten Einschlafen und gestörtem Durchschlafen entsteht.  

Literatur

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