ESC-Leitlinien aktualisiert: Welche neuen Empfehlungen es bei akuter Lungenembolie gibt

Nach zuletzt 2014 hat die European Society of Cardiology (ESC) ihre Leitlinien zum Management bei akuter Lungenembolie aktualisiert. Angefangen bei der Diagnostik bis hin zur Langzeitversorgung gibt es eine Reihe neuer oder revidierter Empfehlungen.  

Statine verlängern das Leben von Patienten mit PAVK

PAVK-Patienten sollten zuverlässig Statine in der höchsten verträglichen Dosierung einnehmen. Denn das scheint das Sterberisiko zu verringern, wie Ergebnisse einer Beobachtungsstudie aus der Schweiz nahelegen.

Senkt Grippeimpfung die Mortalität bei Menschen mit Hypertonie?

Eine Impfung gegen Influenza ist bei Patienten mit Bluthochdruck mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert, so das Ergebnis einer bevölkerungsbasierten dänischen Kohortenstudie, die auf dem ESC-Kongress in Paris präsentiert wurde.

Erhöht Malaria das Risiko für Herzinsuffizienz?

Eine Malariainfektion ist möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für Herzschwäche assoziiert. Darauf weist eine dänische Studie hin, die beim Europäischen Kardiologenkongress in Paris vorgestellt wurde.

Auch bei Patienten mit TIA lohnt sich die Suche nach Vorhofflimmern

Nach unklaren Schlaganfällen oder transitorischen ischämischen Attacken (TIA), bei denen vermutlich Embolien die Ursache waren, lässt sich durch kontinuierliches Monitoring relativ häufig ein bis dato unerkanntes Vorhofflimmern detektieren, so die im deutschen SPIDER-AF-Register gemachte Erfahrung.

Neue Dyslipidämie-Leitlinien: Noch aggressivere LDL-C-Senkung bei sehr hohem Risiko empfohlen

Die neuen europäischen Dyslipidämie-Leitlinien sind die ersten, die auf Basis neuer Evidenz für bestimmte Hochrisiko-Gruppen zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse eine noch aggressivere Reduktion des LDL-Cholesterins auf Werte unter 55 mg/dl empfehlen.

Mit innovativem Modell Hypertonie-Risiko in der Bevölkerung deutlich gesenkt

Im Rahmen einer Bevölkerungsstudie in Kolumbien und Malaysia gelang es einem Forscherteam, das Risiko für Bluthochdruck der dort lebenden Menschen signifikant zu senken. Die Maßnahmen wurden von nichtärztlichem Personal geleitet.

Verbesserte Infarkttherapie: Welche Veränderungen hat es mit Blick auf Blutungen gegeben?

Dank invasiver Revaskularisation und intensiverer antithrombotischer Therapie sind die Therapieergebnisse beim akuten Herzinfarkt immer besser geworden – bei allerdings gleichzeitiger Zunahme von Blutungen. Es überwiegt jedoch die Reduktion ischämischer Ereignisse, wie Registerdaten belegen.

ICD-Patienten ignorieren häufig Fahrverbote

Nicht wenige Patienten mit kürzlich implantierten Defibrillatoren (ICD) setzen sich hinters Steuer und gefährden damit sich und andere – die meisten aus Unkenntnis bezüglich geltender Restriktionen.

Sind Mikroben an der Entstehung von Herzinfarkten beteiligt?

Mikroorganismen im Körper können möglicherweise die Herzkranzgefäße destabilisieren und dadurch zu einem Herzinfarkt beitragen. Eine Studie zeigte, dass die Mikroben in Koronarplaques im Gegensatz zu den Bakterien im Darm entzündungsfördernd waren.

Requiem für ein enttäuschendes Konzept der Kardioprotektion

Die sogenannte „ischämische Fernkonditionierung“ hat als vermeintlich  kardioprotektive Strategie bei Patienten mit ST-Hebungs-Myokardinfarkt  (STEMI) in einer großen randomisierten Studie komplett versagt. Ihre Autoren sprechen von „definitiver Evidenz“ für die Wirkungslosigkeit dieser Methode.

Wie senkt man den Blutdruck einer ganzen Region?

Im Rahmen eines gemeinnützigen Salzsubstitutionsprogramms in Peru gelang es Forschern, den Blutdruck der Einwohner mehrerer Gemeinden signifikant zu senken. Dadurch konnten sie auch neue Fälle von Hypertonie verhindern.

Registeranalyse: Wie die STEMI-Leitlinien heute im Praxisalltag umgesetzt werden

Wie werden heute die Leitlinien zum Therapiemanagement bei ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) im Praxisalltag umgesetzt und wie sind die klinischen Ergebnisse? Informationen dazu liefert eine aktuelle Analyse von Daten des EORP-STEMI-Registers der European Society of Cardiology (ESC).

Nach Koronarbypass-OP: Warum hapert es bei der Sekundärprävention?

Ein Koronarbypass ist keine Heilung, sondern erfordert postoperativ eine konsequente Einnahme sekundärpräventiv wirksamer Medikamente. Darin erinneren eindrucksvoll die beim ESC-Kongress 2019 präsentierten Ergebnisse der SWEDEHEART-Studie.

Mit nur zwei Injektionen pro Jahr LDL-Cholesterin dauerhaft um 50% gesenkt

Der Wirkstoff Inclisiran  hat eine weitere Hürde genommen: In der ersten randomisierten  Phase-III-Studie konnten mit dem über RNA-Interferenz wirkenden Lipidsenker die LDL-Cholesterinspiegel der Studienteilnehmer auf Dauer halbiert werden.

Herzinfarkt-Ausschluss: Neues Troponin-Protokoll entlastet Notfallambulanzen

Bei Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom gelingt es mit einem beschleunigten Algorithmus früher als bisher, einen Herzinfarkt auszuschließen, ohne dass sich dadurch die Prognose verschlechtert.

Hausärztliches Screening auf Vorhofflimmern erhöht nicht die Detektionsrate

In einer Studie zum intensivierten Screening auf Vorhofflimmern in niederländischen  Hausarztpraxen hat diese Strategie die Detektionsrate für diese Arrhythmie nicht erhöht.

Weltweite Analyse: Die meisten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse und Tod sind beeinflussbar

Fast 70% der Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit lassen sich durch veränderbare Risikofaktoren erklären. Eine beim ESC-Kongress 2019 präsentierte Studie gab Aufschluss über deren Gewichtung in 21 Ländern.

Angina Pectoris bei Postinfarkt-Patienten ist ein schlechtes Zeichen

KHK-Patienten, die nach einem Infarkt weiterhin an Angina Pectoris leiden, haben eine schlechtere Prognose und sollten intensiv behandelt werden, lautet das Fazit aus den 5-Jahres-Daten des CLARIFY-Registers.

10-Jahres-Daten aus SYNTAX: Wann ein Bypass besser ist als eine PCI

Die 10-Jahres-Follow-up-Daten der SYNTAX-Studie weisen einen signifikanten Überlebensvorteil durch Bypass-Chirurgie für Patienten mit koronarer 3-Gefäßerkrankung oder komplexer KHK aus.