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15.03.2018 | ACC-Kongress 2018 | Nachrichten

Herzkranker Diabetiker

Bei Diabetes mit Herzschwäche scheinen SGLT2-Inhibitoren besonders vorteilhaft zu sein

Autor:
Dr. Dirk Einecke

Der SGLT2-Inhibitor Canagliflozin reduziert bei Diabetikern mit kardiovaskulären Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit einer Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz und scheint neuen Studiendaten zufolge insbesondere bei Patienten mit Diabetes und Herzschwäche von Vorteil zu sein.

Im CANVAS-Studienprogramm war die kardiovaskuläre Sicherheit des SGLT2-Inhibitors Canagliflozin bei 10.142 Typ-2-Diabetikern nicht nur bewiesen worden. Die Ergebnisse der Studie zeigten eine signifikante Risikosenkung für kardiovaskuläre Komplikationen (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall) von 14 %. Das relative Risiko, wegen Herzinsuffizienz hospitalisiert zu werden, sank um 33 %.

Beim Jahreskongress des American College of Cardiology wurden nun weitere Ergebnisse der Studie präsentiert, welche die Herzinsuffizienz-Risiken in Abhängigkeit davon analysierten, ob die Patienten bei Studienbeginn bereits an einer Herzschwäche litten (1.461 Patienten) oder nicht (8.681 Patienten).

Im Gesamtkollektiv wurden im Schnitt 5,5/1.000 Patienten (Canagliflozin) sowie 8,7/1.000 Patienten (Placebo) wegen Herzinsuffizienz im Krankenhaus behandelt (HR: 0,67). Zu tödlichen oder im Hospital überlebten Komplikationen der Herzinsuffizienz kam es bei 6,4/1.000 Patienten (Canagliflozin) und 9,7/1.000 Patienten (Placebo).

Die relative Risikosenkung für den kombinierten Endpunkt „Hospitalisationen wegen Herzschwäche oder Herzkreislauftod“ von 13 % (13,6 vs. 15,2/1.000) war nicht signifikant bei Patienten, die zu Studienbeginn keine Herzinsuffizienz aufwiesen. Signifikant war die Risikosenkung um 39 % jedoch bei Patienten, die bereits zu Studienbeginn ein schwaches Herz aufwiesen (35,4 vs. 56,8/1.000 Patienten).

Die Ergebnisse legen nahe, dass Diabetiker mit Herzschwäche in besonderer Weise von einem SGLT2-Hemmer wie Canagliflozin profitieren.

Literatur

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