News in der Kardiologie

Auf ORION-11 folgt ORION-10: Innovativer Lipidsenker in weiterer Studie erfolgreich

Der derzeit klinisch erforschte Lipidsenker Inclisiran eilt von einem Studienerfolg zum nächsten: Auch beim AHA-Kongress präsentierte neue Daten bestätigen einmal mehr seine anhaltend starke cholesterinsenkende Wirkung – bei nur zwei subkutanen Injektionen pro Jahr.

Colchicin-Gabe vor der Koronarintervention ohne kardioprotektiven Effekt

Bei Verdacht auf KHK oder akutes Koronarsyndrom reduziert eine Colchicin-Gabe vor der Herzkatheter-Intervention zwar Entzündungsmarker, hat aber keinen Einfluss auf Myokardschädigung oder ischämische Komplikationen.

Neue Herzinsuffizienz-Therapie: Dapagliflozin von konsistentem Nutzen in Subgruppen

Der klinische Nutzen des SGLT2-Hemmers Dapagliflozin bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist unabhängig vom Alter und initialen Gesundheitsstatus der Patienten, belegen neue Subanalysen der viel diskutierten DAPA-HF-Studie

Vericiguat erfolgreich in Phase III-Studie bei progredienter chronischer Herzinsuffizienz

Ad-hoc-Meldung aus dem Hause Bayer: Der Guanylatcyclase-Stimulator Vericiguat hat in der Phase III-Studie VICTORIA als Add-on bei Patienten mit sonst leitliniengerecht behandelter, chronischer Herzinsuffizienz die Placebo-Therapie ausgestochen.

Registeranalyse:: Langzeitvorteile für ballonexpandierbare TAVI-Systeme?

Große randomisierte Studien zum Vergleich zwischen ballonexpandierbaren und selbstexpandierenden Transkatheter-Aortenklappen gibt es nicht. Im FRANCE-TAVI-Register sieht es jetzt allerdings so aus, als ob die ballonexpandierbaren Systeme Vorteile haben könnten.

Nach Schlaganfall: Intensivere Lipidsenkung bietet mehr kardiovaskulären Schutz

Patienten, bei denen nach ischämischem Schlaganfall oder TIA das LDL-Cholesterin auf Werte unter 70 mg/dl gesenkt wird, sind deutlich seltener von kardiovaskulären Ereignissen betroffen als Patienten mit LDL-Werten im Zielbereich zwischen 90 und 110 mg/dl.

Colchicin reduziert ischämische Komplikationen nach Herzinfarkt

Kein Durchbruch, aber ein weiterer Baustein zur Untermauerung der Hypothese, dass Inflammation ein therapeutisches Ziel bei KHK ist: In der COLCOT-Studie reduzierte Colchicin in der Sekundärprävention nach Herzinfarkt signifikant das Risiko für ischämische Komplikationen.

Asymptomatische Aortenstenose: Frühe Klappenersatz-OP besser als konservative Strategie

Bei asymptomatischen Patienten mit sehr schwerer Aortenstenose scheint ein frühzeitiger chirurgischer Aortenklappenersatz von Vorteil gegenüber einer primär konservativen Behandlungsstrategie zu sein, legen Ergebnisse einer neuen Studie nahe.

GALILEO: Rivaroxaban keine Option für die antithrombotische Therapie nach TAVI

In der antithrombotischen Behandlung nach katheterbasierter Aortenklappen-Implantation ist eine Antikoagulation mit Rivaroxaban angesichts damit verbundener Risiken keine Alternative zur derzeit empfohlenen Plättchenhemmer- Behandlung.

Stabile KHK: Keine Prognoseverbesserung durch Herzkatheter in bislang größter Studie

Die Hoffnung, einen prognostischen Nutzen der invasiven Revaskularisation durch perkutane Koronarintervention (PCI) bei stabiler KHK nachweisen zu können, hat sich in der bis dato größten Studie nicht erfüllt. Ein symptomatischer Nutzen konnte dagegen sehr wohl gezeigt werden.

Herzinsuffizienz: Therapieerfolg mit Dapagliflozin unabhängig vom Diabetes-Status

Bei der Indikation Herzinsuffizienz gibt es mit dem SGLT2-Hemmer Dapagliflozin nun eine neue Therapieoption zur Prognoseverbesserung, von der Patienten mit und ohne Diabetes gleichermaßen profitieren, wie neue Daten der DAPA-HF-Studie belegen.

LDL-Cholesterin trotz Statin-Therapie bei vielen Risikopatienten noch zu hoch

Nur bei etwa einem Drittel aller mit Statinen behandelten Patienten mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung lagen die LDL-Cholesterinwerte auf dem in Leitlinien empfohlenen niedrigen Niveau, ergab eine aktuelle Analyse von Daten eines großen US-Registers.

Vorhofflimmern: Katheterablation bei schwerer Herzinsuffizienz ohne Vorteil

Die Katheter-Ablation von Vorhofflimmern verbessert die Prognose bei Patienten mit Herzinsuffizienz, so das Ergebnis der CASTLE-AF-Studie. Bei fortgeschrittener Herzschwäche kommt man damit jedoch zu spät, wie die Ergebnisse der AMICA-Studie nahelegen.

Trikuspidalinsuffizienz: Clip-Intervention überzeugt in erster Studie

Lässt sich eine Trikuspidalinsuffizienz ähnlich per Clip behandeln wie eine Mitralinsuffizienz? Und hat der Patient auch etwas davon? Die einarmige Multicenter-Studie TRILUMINATE deutet zumindest darauf hin, dass das Trikuspidal-Clipping funktioniert und effektiv sein könnte.

Hypertensive Störungen in der Schwangerschaft prädiktiv für künftige Herzerkrankungen

Hypertensive Schwangerschafterkrankungen wie Gestationshypertonie und Präeklampsie sind mit einem erhöhten Risiko für ungünstige Gefäßveränderungen und künftige kardiovaskuläre Erkrankungen assoziiert, belegen Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie.

AHA-Herzkongress: Gespanntes Warten auf brisante Studie zur Herzkatheter-Therapie

Beim am Samstag, den 16.November 2019 in Philadelphia beginnenden Kongress der American Heart Association (AHA) werden die dort präsentierten Ergebnisse der ISCHEMIA-Studie voraussichtlich das alles beherrschende Thema sein.

Metaanalyse: E-Zigaretten sind keine harmlose Alternative zum Tabakrauch

Die Hinweise darauf, dass beim E-Zigarettenkonsum das Risiko den Nutzen übersteigt, verdichten sich. Die negativen Effekte auf das Herz-Kreislauf-System sind nicht zu unterschätzen, legt eine aktuelle Analyse nahe.

Auch in China: PPG-Screening auf Vorhofflimmern funktioniert. Doch was ist die ideale Zielgruppe?

Zumindest was die schriftliche Veröffentlichung angeht, kommt die Huawei Heart Study der Apple Heart Study zuvor. Sie zeigt dasselbe: Mit Photoplethysmographie (PPG)-basiertem Screening lässt sich unerkanntes Vorhofflimmern detektieren. Konsequenzen? Unklar.

Gefühl der Vereinsamung birgt für Herzpatienten Risiken

Bei kardial erkrankten Menschen ist das Gefühl, vereinsamt und sozial isoliert zu sein, mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher in einer großen dänischen Studie.

Gendermedizin: Frauen werden anders herzkrank

Über den gar nicht so kleinen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Herzerkrankungen referierte Prof. Tanja Rudolph bei den DGK-Herztagen in Berlin. Worauf es dabei ankommt, erklärt sie im Interview.

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