News in der Kardiologie

Alkohol und Vorhofflimmern: Macht die Trinkfrequenz einen Unterschied?

Je höher der Alkoholkonsum, desto größer ist das Risiko für Vorhofflimmern. Machen die Trinkgewohnheiten dabei einen Unterschied? Eine große koreanische Studie spricht jedenfalls dafür, dass regelmäßiges Trinken problematischer ist als gelegentliches Saufen.

Familiäre Hypercholesterinämie: Therapiebeginn schon in der Kindheit zahlt sich aus

Eine schon in der Kindheit begonnene Lipidsenkung mit Statinen scheint bei Menschen mit Familiärer Hypercholesterinämie (FH) die Progression atherosklerotischer Gefäßläsionen normalisieren und kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren zu können, wie Ergebnisse einer neuen Studie nahelegen.

Paclitaxel-beschichte Devices bei PAVK: Entwarnung aus Deutschland?

Wie gefährlich oder ungefährlich sind Paclitaxel-beschichtete Stents und Ballons? In einer Versorgungsforschungsanalyse auf Basis deutscher Krankenkassendaten war die Langzeitsterblichkeit nicht erhöht.

Statine: Je höher die Dosierung, umso größer das Risiko für Osteoporose

Je höher ein Statin dosiert wird, umso größer ist das Risiko für Osteoporose. Eine Auswertung von mehreren Millionen Datensätzen an der Universität Wien ergibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Dosierung von Statinen und ihrem Einfluss auf die Knochendichte.

KHK-Prävention: Sport reduziert Entzündungsmarker im Blut

Dass körperliche Aktivität das Herz schützt, ist bekannt. Die genauen Zusammenhänge sind jedoch nicht vollständig geklärt. Ein Forscherteam aus Greifswald hat jetzt untersucht, welche Rolle antientzündliche Stoffwechselveränderungen dabei spielen.

Telemonitoring reduziert Sterberisiko bei Patienten mit Herzinsuffizienz erheblich

Telemedizinische Betreuung senkte die Mortalität bei Patienten mit Herzschwäche um fast ein Drittel, wobei besonders Ältere profitierten. Das ergab eine Analyse von Krankenkassendaten, die bei den DGK-Herztagen in Berlin vorgestellt wurde.

Interventionelle Therapie von Vorhofflimmern - Status quo und Ausblick

Mittlerweile werden in Deutschland jährlich etwa 100.000 Herzrhythmusablationen durchgeführt. Doch nicht alle der ca. 340 Ablationszentren erfüllen derzeit die Qualitätskriterien für eine Zertifizierung. Zudem stehen neue Devices vor der Markteinführung.

Präventionsforschung 2019: Neues zu Mundhygiene, E-Zigaretten und Vorbeugungssprogrammen

2019 hat sich viel getan in der Prävention von Herzerkrankungen. Prof. Rainer Hambrecht, Tagungspräsident für aktuelle Kardiologie, gab bei den DGK-Herztagen in Berlin einen kurzen Überblick über aktuelle Themen und kommentierte die Entwicklungen.

HIS-Bündel im Fokus: Kardiale Resynchronisation reloaded?

Steht die Herzinsuffizienztherapie mit Schrittmachern vor einem Umbruch? Bei der Herbsttagung der Kardiologen in Berlin wurde jedenfalls intensiv über die HIS-Bündel-Stimulation diskutiert. Ein Generalangriff auf die linksventrikuläre CRT-Elektrode?

Chronische KHK: Differenzierte Läsionsdiagnostik auf dem Vormarsch

Einmal mehr gab es in den letzten Tagen Medienkritik an einer zu „katheterfreudigen“ Kardiologie. Bei der DGK-Herbsttagung wurde jetzt für eine differenzierte Läsions- und Ischämiediagnostik plädiert.

Nach Schlaganfall nicht zu schnell aufs Laufband

Hilft ein körpergestütztes Laufband-Training Patienten in der subakuten Phase nach einem Schlaganfall schneller wieder auf die Beine? Laut einer Studie, die an sieben verschiedenen deutschen Reha-Einrichtungen durchgeführt wurde, ist das nicht der Fall.

TAVI: Neue Daten, neues Vorgehen?

Kardiologen und Herzchirurgen in Deutschland wollen in Kürze ein neues, gemeinsames Positionspapier zur Versorgung von Patienten mit Aortenstenose vorlegen. Aktuelle deutsche Versorgungsdaten zeigen, dass die TAVI-Implantationen weiter zulegen – bei gutem Outcome.

Kontroverse um EXCEL-Studie

Ein herzchirurgischer Hauptautor der EXCEL-Studie übt scharfe Kritik an der Interpretation der 5-Jahresdaten zum Vergleich von PCI und Bypassoperation bei nicht komplexer Hauptstammstenose. Der Mortalitätsunterschied werde bagatellisiert.

Kein Alkohol vor der Zeugung: Weniger angeborene Herzerkrankungen bei Kindern abstinenter Eltern

Paare mit Kinderwunsch sollten möglicherweise sechs bis zwölf Monate vor der Befruchtung Alkohol meiden. Darauf weist eine große Metaanalyse hin, in der Alkoholkonsum in diesem Zeitraum mit einem erhöhten Risiko für angeborene Herzerkrankungen assoziiert war.

Gehgeschwindigkeit gibt Auskunft über Erhalt der Arbeitsfähigkeit nach Schlaganfall

Jeder vierte, der einen Schlaganfall erleidet, ist noch im berufstätigen Alter. Ein erheblicher Teil von ihnen ist danach nicht mehr arbeitsfähig. Offensichtlich existiert ein Zusammenhang zwischen der Gehgeschwindigkeit nach dem Schlaganfall und der Rückkehr ins Arbeitsleben.

Personalisierte Versorgung von Patienten mit Aortenstenose und bikuspider Klappe

Bei Patienten mit bikupsider Aortenklappe sind die hämodynamischen Ergebnisse einer TAVI-Prozedur oft suboptimal. Kann eine individuelle Computersimulation Patienten identifizieren, die besser operiert werden sollten?

EUROCTO: Studie zur Revaskularisation chronischer Koronarverschlüsse legt 3-Jahres-Daten vor

Wiedereröffnen oder nicht, das ist die Frage bei chronischen Koronarverschlüssen. Die EUROCTO-Studie deutet darauf hin, dass die Patienten hinsichtlich schwerer kardiovaskulärer Ereignisse zumindest nicht schlechter laufen als optimal medikamentös behandelte Patienten.

Anstrengende Bewegung bietet Herzpatienten größten Schutz

Mindestens zwei Mal pro Woche für mindestens 20 Minuten durch Bewegung außer Puste geraten und die Herzfrequenz in die Höhe treiben schützt das Herz besser als gemütliche Spaziergänge, so das Ergebnis einer Nachbeobachtung der KHK-Patienten des CLARIFY-Registers.

Erhöhen Zahnfleischerkrankungen das Risiko für Bluthochdruck?

Eine große Metaanalyse deutet auf einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Hypertonie hin. Was genau dahinter steckt, konnte jedoch noch nicht abschließend geklärt werden.

Nicht komplexe Hauptstammstenosen: Auch nach 5 Jahren ist PCI so gut wie der Bypass

Eine der Meilensteinstudien zum Vergleich zwischen perkutaner Koronarintervention und Bypass-OP  bei Hauptstammstenosen hat bei der TCT-Tagung neue Langzeitdaten vorlegt. Ergebnis: Bei einem SYNTAX-Score bis 32 geben sich die beiden Vorgehensweisen statistisch nur wenig.

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