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Metaanalyse: ADHS-Medikamente bergen keine Gefahr für das Herz

Der Verdacht steht im Raum, dass Medikamente zur ADHS-Therapie das kardiovaskuläre Risiko erhöhen könnten. Die Ergebnisse einer Metaanalyse mit knapp 4 Millionen Teilnehmern sorgen nun für Beruhigung, wenngleich die Autoren nicht alle Unsicherheiten klären konnten. 

Statine: Automatisierte Erinnerungen können Verschreibungsrate erhöhen

Damit bei keinem Hausarzttermin mehr vergessen wird, geeigneten Patienten und Patientinnen Statine zu verschreiben, haben US-amerikanische Forschende ein System getestet, dass mithilfe von elektronischen Patientenakten und SMS alle Beteiligten daran erinnert.

Was nützt spezielles Fischöl ergänzend zur Statintherapie?

Neue Daten zur Wirksamkeit eines speziellen Fischöls (Icosapent-Ethyl) heizen die Debatte um diese Therapieoption erneut an. In der RESPECT-EPA-Studie deutet sich ein prognostischer Nutzen an, das Ergebnis dürfte in Deutschland aber erstmal keine bedeutsame Rolle für die Praxis spielen.

Hilft Achtsamkeitstraining gegen Bluthochdruck?

Viele Menschen schaffen es nicht, ihren hohen Blutdruck durch die üblichen Maßnahmen ausreichend zu senken. In einer randomisierten Studie testeten Wissenschaftler nun eine eher „unkonventionelle“ Methode zur Blutdrucksenkung, und die scheint Potenzial zu haben.

Lp(a)-Senkung kommt immer mehr in Schwung

Eine beim AHA-Kongress 2022 präsentierte Studie zeigt eine weitere medikamentöse Option für eine substanzielle Reduktion von Lipoprotein(a) [Lp(a)] im Blut auf. Was eine Lp(a)-Senkung am Ende klinisch an Nutzen bringt, bedarf allerdings noch der Klärung.

Schlechte Ernährung der Mutter, Übergewicht beim Kind

Wenn Mütter selbst viel hochverarbeitete Lebensmittel essen, scheint dies einer Studie zufolge das Risiko für Übergewicht und Adipositas bei ihren Kindern zu steigern – selbst wenn der Nachwuchs sich um einen gesünderen Lebensstil bemüht.

Was Linolensäure mit Herzinsuffizienz zu tun haben könnte

Ein niedriger Gehalt an alpha-Linolensäure im Blut ging bei Patienten mit Herzinsuffizienz in einer Studie mit einer ungünstigen Prognose einher. Deutet sich hier ein möglicher neuer Behandlungsansatz durch Ernährungsveränderung bei dieser Erkrankung an?

Atemnot beim Schwimmen: An diese lebensbedrohliche Ursache sollten Sie denken

Eine 50-jährige Triathletin entwickelt während des Schwimmwettbewerbes plötzlich Dyspnoe, Husten und Herzgeräusche. Erst ein Sportkardiologe entdeckt die lebensbedrohliche Ursache – die noch immer unterschätzt und häufig nicht erkannt wird.

Für über 90% der Muskelbeschwerden sind Statine nicht verantwortlich

Noch immer hält sich in der Bevölkerung das Gerücht, Statine verursachten zahlreiche Nebenwirkungen, befeuert durch Medienberichten. Eine große Metaanalyse widerlegt das erneut. Experten fordern nun endlich Konsequenzen.

Wird Alkohol als Risikofaktor für Herzerkrankungen unterschätzt?

Zu viel Alkohol kann das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen steigern. Ob sich Patientinnen und Patienten aufgrund von Berichten über gesundheitsfördernde Effekte von Alkohol zu schädlichen Trinkgewohnheiten verleiten lassen, wurde jetzt untersucht.

Erhöhte Mortalität bei stark verarbeiteter Nahrung

NOVA-Score schlägt Nutri-Score: In einer Studie starben vor allem solche Personen vorzeitig, die nicht nur Nahrung mit einer ungünstigen Nährstoffzusammensetzung, sondern auch stark verarbeitete Kost zu sich nahmen.

Sportlerin erleidet Herzstillstand nach Kollision: Genauer hinschauen lohnt sich!

Eine 21-jährige Softball-Spielerin kollabiert auf dem Spielfeld, nachdem sie von einer Gegnerin gefault wurde. Die Ursache des Herzstillstandes scheint zunächst klar. Doch dann machen die Ärzte einen überraschenden Fund, der den anfänglichen Verdacht widerlegt.

Neue Screeningprogramme für die kardiovaskuläre Prävention

In puncto kardiovaskuläre Prävention gibt es in Deutschland zum Teil erheblichen Nachholbedarf. Um die Situation zu verbessern, wurden zwei neue Screening-Projekte auf dem Weg gebracht. Prof. Baldus zeigt sich optimistisch, dass die es in die Regelversorgung schaffen könnten.

Plötzlicher Herztod im jungen Alter: Oft sind Erbkrankheiten schuld

Wenn ein junger Mensch unerwartet an einem plötzlichen Herztod verstirbt, ist oft unklar, wie es dazu kommen konnte. Eine landesweite Studie aus Dänemark hat jetzt ergeben, dass es bei den Ursachen alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede gibt.

Kombi-Pille und Adipositas: Gefährliche Kombination?

Zu viele Kilos auf der Waage und östrogenhaltige Verhütungsmittel sind für sich genommen bereits kardiovaskuläre Risikofaktoren – jetzt gibt es Hinweise, dass es sich erheblich auf das VTE-Risiko auswirkt, wenn beides zutrifft.

Sollten Ärzte mehr auf die „kumulative Blutdruck-Last“ achten?

Bisher orientiert sich das Hypertonie-Management üblicherweise an Einzelmessungen. Eine aktuelle Analyse an Diabetikern legt nun nahe, dass der Fokus auch auf der kumulativen Blutdruck-Last liegen sollte – mit potenziellen Implikationen für die Therapie.

Konsensus-Statement: Was Sie über Lipoprotein(a) wissen sollten

Ein Konsensus-Statement der Fachgesellschaft EAS informiert über den aktuellen Kenntnisstand zur Rolle von Lipoprotein (a) [Lp(a)] bei atherosklerotischen Gefäßerkrankungen sowie darüber, wann ein Lp(a)-Test sinnvoll ist und was im Fall erhöhter Lp(a)-Werte getan werden kann.

„Wir brauchen ein krisenfestes Gesundheitssystem“

Der Deutsche Herzbericht 2021 macht einmal mehr deutlich, dass sich die COVID-Pandemie auf die Versorgung von Herzpatienten ausgewirkt hat. Prof. Thomas Voigtländer fordert angesichts der Zahlen ein „krisenfestes Gesundheitssystem“. Eine fortwährende Herausforderung bleibt die hohe Morbidität und Mortalität bei der Herzinsuffizienz.

Süßstoffe offenbar eher schädlich für Herz-Kreislauf-Gesundheit

Viele Menschen ersetzen Zucker durch Süßstoffe in dem Glauben, ihrer Gesundheit damit etwas Gutes zu tun. Einer aktuellen Studie zufolge scheint das aber eher das Gegenteil zu bewirken.

SGLT2-Hemmer: Auch in der Prävention nach Myokardinfarkt ein Gewinn?

Eine kleine Studie aus Österreich weckt Hoffnungen, dass SGLT2-Hemmer auch in der Prävention nach akutem Myokardinfarkt therapeutisch etwas bewirken könnten. Große Studien zum Nachweis eines möglichen Nutzens in diesem klinischen Kontext sind schon unterwegs.

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