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14.07.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

E-Health-Gesetz

Bundesrat plädiert für Erstattung von Telemonitoring

Autor:
Philipp Grätzel

In seiner Stellungnahme zum E-Health-Gesetz will sich der Bundesrat nicht damit abfinden, dass telemedizinische Leistungen nur in der Radiologie erstattet werden sollen. Die Länderkammer will auch eine Erstattung des Telemonitorings, zum Beispiel bei der Herzinsuffizienz.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat am Freitag unter anderem das E-Health-Gesetz diskutiert. Gar nicht einverstanden sind die Länder mit den Passagen zur Telemedizin im Gesetzentwurf der Bundesregierung. Wie berichtet setzt das E-Health-Gesetz, das nach endgültiger Verabschiedung im Bundestag Anfang 2016 in Kraft treten soll, mit dem 1. April 2017 eine Frist für die Einführung einer EBM-Ziffer für Teleradiologie. Einigen sich Kassenärzte und Krankenkassen nicht, droht ihnen eine empfindliche Kürzung der jeweiligen Haushaltsmittel.

Der Bundesrat will jetzt erreichen, dass der Teleradiologiepassus im Gesetz durch Anwendungen von Telemonitoringverfahren ergänzt wird. Auch dafür soll es demnach, wenn es nach der Länderkammer geht, bis 2017 eine Erstattungsziffer geben. Eine bessere Berücksichtigung telemedizinischer Leistungen im E-Health-Gesetz hatten zuletzt auch Patientenvertreter gefordert.

Die Länderkammer begründet ihren Vorstoß damit, dass sich telemedizinische Leistungen in vielen Fällen bereits bewährt hätten. Telemonitoringverfahren ermöglichten insbesondere eine bessere Versorgung chronisch kranker Patienten insbesondere im ländlichen Raum. Konkret genannt werden die Herzinsuffizienz, außerdem das Monitoring von Blutdruck, Gerinnung, Diabetes sowie von kardialen Implantaten.

Literatur

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