Aktuelles zum Coronavirus

Die Ausbreitung des Coronavirus hat einschneidende Folgen auch für die Herzmedizin. Aktuelle Meldungen zu SARS-CoV-2 bzw. zu der Lungenkrankheit Covid-19 finden Sie in diesem Dossier.

Die weltweiten Fallzahlen (täglich und kumuliert) sehen Sie auf dieser Karte.

Wie sich Omikron- und Wildtyp-Variante im Herz-Echo bemerkbar machen

Ein Forscherteam hat untersucht, wie sich Omikron und die Wildtyp-Variante bei hospitalisierten Erkrankten auf das Herz auswirken – und dabei festgestellt, dass sich anhand bestimmter echokardiografischer Parameter das Sterberisiko besser einschätzen lässt.

Wie fit sind Leistungssportler nach einer COVID-19-Erkrankung?

Die Befürchtung, dass Leistungssportler nach einer SARS-CoV-2-Infektion an Leistungsfähigkeit verlieren, hat sich in einer aktuellen Studie nicht bestätigt. Überraschenderweise war der Fitnesszustand sogar besser als vorher, wobei wenige weiterhin Beschwerden hatten.

Auch nach COVID-19-Impfung kommt es wohl gehäuft zu Kreislaufstörungen, aber…

Neue Daten legen nahe, dass es nach einer COVID-19-Impfung in seltenen Fällen zu einem sog. posturalen orthostatischen Tachykardie-Syndrom, kurz POTS, kommen kann. Das Risiko, eine solche Kreislaufstörung zu entwickeln, ist jedoch um ein Vielfaches geringer als nach einer Corona-Infektion.

Myokarditis nach COVID-19-Impfung: Viel bessere Prognose als nach Virusmyokarditis

Myokarditis ist nicht gleich Myokarditis – das zeigen neue Daten aus Hongkong: Das Sterberisiko nach impfassoziierten Myokarditiden war um ein vielfaches geringer als nach viralbedingten Herzmuskelentzündungen. Das ist beruhigend, wenngleich sich über die Vergleichsgruppe streiten lässt.

Wie wirksam ist die kathetergesteuerte Thrombolyse bei Lungenembolie?

Die kathetergesteuerte Thrombolyse hat in der Therapie bei akuter Lungenembolie im Vergleich zu einer reinen Antikoagulation in einer kleinen Studie gut abgeschnitten. Zur definitiven Klärung ihres klinischen Nutzens bedarf es aber größerer Vergleichsstudien.

„Wir brauchen ein krisenfestes Gesundheitssystem“

Der Deutsche Herzbericht 2021 macht einmal mehr deutlich, dass sich die COVID-Pandemie auf die Versorgung von Herzpatienten ausgewirkt hat. Prof. Thomas Voigtländer fordert angesichts der Zahlen ein „krisenfestes Gesundheitssystem“. Eine fortwährende Herausforderung bleibt die hohe Morbidität und Mortalität bei der Herzinsuffizienz.

Chronische Herzentzündung könnte Long Covid erklären

Nicht wenige Menschen leiden noch Monate nach einer SARS-CoV-2-Infektion an kardialen Beschwerden wie Luftnot, Brustschmerz oder Palpitationen. Frankfurter Kardiologinnen/Kardiologen haben jetzt eine potenzielle Erklärung hierfür gefunden.

Herzbeteiligung nach Boosterimpfung – wie hoch ist die Inzidenz wirklich?

Eine Herzbeteiligung nach COVID-19-Impfungen mit mRNA-Vakzinen könnte häufiger vorkommen als gedacht. In einer Beobachtungsstudie aus der Schweiz war eine von 35 Personen betroffen, jedoch ohne schwere kardiovaskuläre Ereignisse.

Erneut bestätigt: COVID-Impfung für Herzinsuffizienz-Patienten unbedenklich

Bedenken wurden laut, dass die mRNA-Impfung gegen COVID-19 den Zustand von Herzinsuffizienzpatienten verschlechtern könnte. Nun macht eine Studie erneut deutlich: Diese Sorgen sind unberechtigt!

Nach COVID-19: Riskieren Ungeimpfte langfristig Herzerkrankungen?

Ungeimpfte, an COVID-19 erkrankte Personen, haben einer großen Studie zufolge auch im Jahr danach ein signifikant erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Schlaganfälle, Herzinfarkte, Arrhythmien oder Herzinsuffizienz.

Auch bei Omikron: Bluthochdruck scheint schweren Verlauf zu begünstigen

Personen mit Hypertonie haben einer Studie zufolge ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf – sogar, wenn sie dreimal geimpft sind und keine weiteren Erkrankungen haben.

Erhöhtes COVID-19-Sterberisiko bei hoher Blutviskosität festgestellt

Eine erhöhte Blutviskosität war bei COVID-19-Patienten mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert. Der Parameter lässt sich aus Werten zu Hämatokrit und Globulinen einfach ermitteln und könnte als früher Marker für die Prognose von Patienten genutzt werden, legt eine US-Studie nahe.

Erhöhtes Vorhofflimmern-Risiko nach COVID-19-Erkrankung

Erneut bestätigt sich: SARS-CoV-2-positive Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, haben ein erhöhtes Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln. Offen bleibt, was das für Diagnostik und Therapie bedeutet.

COVID-19-Impfung ist sicher für herzkranke Menschen

Berichte über Nebenwirkungen von COVID-Impfungen haben Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen zum Teil stark verunsichert. Bedenken wurden laut, dass die Impfung ihrer Herzgesundheit schaden könnte. Doch diese Sorge ist unberechtigt, wie eine aktuelle Studie deutlich macht.  

Lungenfunktion bei COVID: Impedanz verhält sich anders als bei Herzinsuffizienz

Lungen bei COVID-Patienten können im Röntgen-Thorax aussehen wie Lungen bei Herzinsuffizienz. Die Lungenimpedanzmessung allerdings verhält sich unterschiedlich.

Wettkampfsport nach COVID-19: Wie hoch ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse?

Bei Wettkampfsportlern ist eine Herzbeteiligung infolge einer SARS-CoV-2-Infektion durchaus möglich. Die Gefahr für ein dauerhaftes Karriereende ist aber sehr gering, wie neue Registerdaten nahelegen. Die Sorge vor kardialen Spätkomplikationen scheint ebenfalls unbegründet.

COVID-19 bei Athleten – das Dilemma der Sportfreigabe

Bei der vor allem für Hochleistungssportlerinnen und -sportler so wichtigen Entscheidung über die Freigabe „return to sports“ stehen Ärzte vor einem Dilemma. Einerseits will man mit Untersuchungen Sicherheit schaffen, andererseits ist die Aussagekraft einiger Befunde zweifelhaft.

Wie gut wirkt die COVID-19-Impfung bei Organtransplantierten?

Die Immunantwort auf eine SARS-CoV-2-Schutzimpfung ist bei organtransplantierten Patientinnen und Patienten deutlich abgeschwächt. Doch es gibt Möglichkeiten, auch bei ihnen eine Reaktion auszulösen, wie bei der DGK-Jahrestagung erörtert wurde.

Herzinfarkt und COVID-19: Sterberisiko für Ungeimpfte weiterhin hoch

Im ersten Pandemie-Jahr war das Sterberisiko für STEMI-Patienten, die gleichzeitig an COVID-19 erkrankt waren, sehr hoch. Eine große prospektive Registerstudie macht nun deutlich, dass die Mortalität im zweiten Jahr deutlich zurückgegangen ist. Doch das galt nicht für ungeimpfte Patienten.

COVID-19: Wie oft ist das Perikard betroffen?

Eine akute SARS-CoV-2-Infektion betrifft oft das Herz. Bisher im Fokus stand vor allem das Myokard. Doch inwiefern wirkt sich Infektion auf das Perikard aus? Israelische Kardiologen haben nun genauer hingeschaut.

Alle Themen-Specials

Von Covid-19 über eHealth in der Kardiologie bis hin zu KHK und Herzinfarkt: In unseren Themen-Specials finden Sie die neuesten Studien und Nachrichten zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Bereich Kardiologie. 

Highlights

Myokarditis – eine tödliche Gefahr

In der vierten Ausgabe mit Prof. Andreas Zeiher geht es um die Myokarditis. Der Kardiologe spricht über Zusammenhänge mit SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Impfungen und darüber, welche Faktoren über die Prognose entscheiden.

Podcast: Plötzlicher Herztod im Sport

In der dritten Ausgabe mit Prof. Martin Halle geht es um den Plötzlichen Herztod im Sport. Warum trifft es ausgerechnet Leistungssportler, warum überwiegend Männer? Und gibt es einen Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen?

Aktuelles und Neues aus der Kardiologie

CRT-Therapie und QRS-Morphologie: Metaanalyse schafft Klarheit

Bezüglich des Nutzens einer kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) bei nicht linksschenkelblockartiger QRS-Morphologie (Non-LBBB) herrscht Unsicherheit. Eine Metaanalyse gibt nun genauere Auskunft darüber, welche Patienten mit dieser QRS-Charakteristik von einer CRT profitieren und welche nicht.

Herzinsuffizienz: Landbewohner in den USA scheinen stärker gefährdet

In ländlichen Regionen in den USA haben die Bewohner offenbar ein höheres Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, als die Stadtbevölkerung, so das Ergebnis einer prospektiven Studie. Dieser Zusammenhang war sogar unabhängig vom sozioökonomischen Status.

50-Jähriger mit wiederholtem Brustschmerz – keine Stenose, sondern?

Ein 50-jähriger Patient wird wegen Brustschmerz und Ohnmachtsanfällen vorstellig. Eine ausgeprägte Stenose können die Kardiologen in der Koronarangiografie allerdings nicht feststellen. Stattdessen finden sie einen auffälligen Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum des Mannes.

Aus der Kardiothek

Therapie der akuten Herzinsuffizienz – Wann und womit starten

Nach Dekaden des Stillstandes wurden in der letzten Zeit einige Fortschritte in der Therapie der Herzinsuffizienz gemacht. Welche das sind, und wie diese in der Praxis umgesetzt werden sollten, erläutert Prof. Christine Angermann in diesem Video.

Hypertonie und Dyslipidämie - einfach gemeinsam behandeln

Hypertonie und Hypercholesterinämie treten oft gemeinsam auf. Prof. Ralf Dechend stellt in diesem Video neue Strategien zum Umfang mit diesen kardiovaskulären Risikofaktoren vor.

Systematisches Vorhofflimmern-Screening in Risikopopulation: sinnvoll und machbar

Wearables eröffnen ganz neue Perspektiven für das Vorhofflimmern-Screening. Doch wie sinnvoll ist der Einsatz eines solchen Screenings? Und inwiefern können Patienten davon tatsächlich profitieren? Prof. Ralf Birkemeyer gibt Antworten.

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