Skip to main content
main-content

09.04.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

Leitlinien, Positionspapiere, Zertifikate

Deutsche Kardiologie-Gesellschaft schreibt Qualitätssicherung ganz groß

Autor:
Dr. Dirk Einecke

Mit einer Fülle von Leitlinien, Positionspapieren und Curricula leistet die deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) einen zentralen Beitrag zur Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität in der Deutschen Herzmedizin.


Qualitätssicherung war eines der Schwerpunktthemen der DGK-Präsidentschaft von Prof. Christian Hamm: Über 200 Leitlinien, Kommentare, Positionspapiere und Empfehlungen finden Ärzte heute auf der DGK-Webseite dgk.org, dazu eine Fülle von praktischen Pocket-Leitlinien für alle wichtigen kardiovaskuläre Erkrankungen, so der Direktor der kardiologischen Kliniken in Gießen und Bad Nauheim bei der Eröffnungspressekonferenz der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. in Mannheim. Am Ende des Kongresses übergibt Hamm die Präsidentschaft an Prof. Karl-Heinz Kuck, Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.

Von besonderer Bedeutung ist laut Hamm z.B. das Positionspapier der DGK zu den neuen oralen Antikoagulanzien. Die DGK unterstützt deren leitliniengerechten Einsatz – entgegen der oft geäußerten, rein auf Kostenersparnis ausgerichteten Pharmakritik. Hamm: Die Sicherheit dieser Substanzen ist in großangelegten Studien erwiesen.

Ein weiteres Beispiel: DGK und Medizinischer Dienst der Krankenkassen haben gemeinsam einen konsentierten Kriterienkatalog erarbeitet, ob und wie lange Patienten mit interventioneller Koronardiagnostik und -Therapie stationär behandelt werden sollen.

TAVI: Erst Positionspapier publiziert, dann Zertifizierung implementiert

Besonders betonte Hamm die Qualitätssicherungsmaßnahmen im Zusammenhang mit interventionellen Eingriffen an der Aortenklappe, die in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung genommen haben. In kurzer Zeit hat die DGK hierzu nicht nur ein Positionspapier entwickelt, welches Qualitätsstandards zur Durchführung von TAVIs definiert. Gleichzeitig wurden Qualitätskriterien für die Zertifizierung von TAVI-Zentren entwickelt und die Zertifizierung entsprechender Zentren implementiert: Die ersten fünf Zentren sind bereits zertifiziert, die nächsten fünf folgen in den kommenden Wochen, so Hamm.

Curricula sichern Qualität der Fort- und Weiterbildung

Auch in der Fort- und Weiterbildung setzt die DKG wichtige Akzente. Neueste Beispiele sind Curricula, die zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Kardio-MRT“, „EMAH“ und „Kardio-CT“ entwickelt werden. Besonders beliebt bei den Kollegen waren zuletzt die Curricula für die Ausbildung zum interventionellen Kardiologen sowie für Rhythmologie.

Literatur