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28.04.2014 | Onlineartikel

MitraClip-Implantation

Einfluss auf die Geometrie des Anulus

Autor:
Dr. med. Robert Schueler

In dieser Studie wurden die direkten Auswirkungen der MitraClip-Prozedur auf den Mitralklappendurchmesser und die Mitralklappengeometrie evaluiert und der Einfluss einer Reduktion des Anulusdurchmessers auf die klinisch-funktionelle Response (Reduktion der funktionellen NYHA-Klasse um >1 oder Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke um mindestens 21% nach sechs Monaten).

Es wurden 111 Hochrisiko- und inerable Patienten (mittleres Alter 78,3 Jahre, logistischer EuroSCORE 29,8%, 66% funktionelle Mitralklappeninsuffizienz) mit symptomatischer Mitralklappeninsuffizienz, bei denen eine MitraClip-Implantation erfolgte, prospektiv aufgenommen. Die Intervention wurde bei 96% der Patienten erfolgreich und mit guter Reduktion der Mitralklappeninsuffizienz durchgeführt.

In der Follow-up-Untersuchung sechs Monate nach der MitraClip-Implantaton war der systolische pulmonal-arterielle Druck signifikant gesenkt, die linksventrikulären Volumina sowie die linksventrikuläre Pumpfunktion waren tendenziell gebessert, allerdings ohne statistische Signifikanz.

88% der Patienten profitierten unserer Definition zufolge klinisch-funktionell von der MitraClip-Prozedur: Die funktionelle NYHA-Klasse verbesserte sich sowohl bei Patienten mit degene­rativer als auch mit funktioneller Mitralklappeninsuffizienz, ebenso die 6-Minuten-Gehstrecke.

Nur bei Patienten mit funktioneller Mitralklappeninsuffizienz zeigte sich eine intraprozedural messbare direkte Reduktion des anterior-posterioren Durchmessers (Abb. 1), der Fläche des Mitralklappenrings und der Mitralklappengeometrie; der lateral-mediale Durchmesser war nicht statistisch signifikant verändert. Bei Patienten mit degenerativer Mitralklappeninsuffizienz blieben alle Parameter unverändert.

Eine akute Reduktion des anterior-posterioren Durchmessers war mit einer Verbesserung der klinischen Symptomatik sechs Monate nach der MitraClip-Implantation assoziiert. In einer ROC-Analyse zeigte sich ein Cut-off von ≥6,4% Reduktion des anterior-posterioren Durchmessers für die Prädiktion einer klinisch-funktionellen Response: Ab einer Reduktion um mehr als 6,4% des Ausgangswerts konnte eine klinische Response mit einer Sensi­tivität von 81,6% und einer Spezifität von 81,8% vorhergesagt werden. Dies bestätigte eine univariate Regressionsanalyse (HR=6,3; p=0,007).

Literatur

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