ESC Kongress 2015

Bioresorbierbarer Stent auch bei akutem ST-Hebungsinfarkt einsetzbar?

In der TROFI-II-Studie wurde erstmals bei Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt der bioresorbierbare Everolimus-eluting ABSORBTM Scaffold mit dem Drug-eluting-Metallstent XienceTM X verglichen. ...

Neuer Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonist qualifiziert sich für Phase-III-Studien

Mit Finerenone startet ein neuartiger Mineralkortikoid-Rezeptorantagonist ein großes Phase-III-Studienprogramm bei chronischer Herzinsuffizienz und diabetischer Nephropathie. Den Ausschlag dafür gaben u.a. die beim ESC-Kongress 2015 erstmals vorgestellten Ergebnisse der ARTS-HF-Studie.

XANTUS untermauert Sicherheit von Rivaroxaban im klinischen Alltag

Wenn Arrhythmie-Experte Prof. John Camm an das Rednerpult tritt, sind in der Regel interessante Ergebnisse großer Studien zu erwarten. Diesmal waren es die Ergebnisse der XANTUS-Studie, die vom berühmten Kardiologen aus London beim ESC-Kongress in der britischen Hauptstadt präsentiert wurden.

ICD-Telemonitoring: Thorakale Impedanzmessung ohne Vorteil

Rückschlag für die implantatgestützte Telemedizin bei Herzinsuffizienz: Die deutsche OptiLink-HF-Studie findet keinen Vorteil einer automatisierten Überwachung der thorakalen Impedanz als Zeichen einer drohenden kardialen Dekompensation.

Herzinsuffizienz: Kardiale Gentherapie klinisch nicht überzeugend

Die kardiale Gentransfer-Therapie wird derzeit mit dem Ziel entwickelt, die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz weiter zu verbessern. Angesichts enttäuschender Ergebnisse der bislang größten Studie zum Nutzen dieses innovativen Therapieansatzes rückt dieses Ziel nun in weite Ferne.

Wiederbelebung nach Herzstillstand: Durchhalten lohnt sich

Auch wenn eine kardiopulmonale Reanimation (CPR) noch nicht zum erfolgreichen Abschluss gekommen ist, können die betroffenen Patienten mit guten Ergebnissen überleben, ¬wenn die Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Transport in ein Krankenhaus fortgesetzt werden.

Erste 500-Patienten-Studie mit kabellosem Herzschrittmacher

In einer ersten großen Studie bei über 500 Patienten hat ein kabelloser Einkammer-Herzschrittmacher die vordefinierten Sicherheits- und Wirksamkeits-Endpunkte erfüllt. Die Komplikationsraten lagen unter denjenigen herkömmlicher Geräte.

Peripherer und zentraler Blutdruck stärker gesenkt

Bei älteren Patienten mit Bluthochdruck und beeinträchtigter Windkesselfunktion der Hauptschlagader verbessert der Angiotensin Rezeptor Neprilysin Inhibitor Valsartan/Sacubitril die zentrale Hämodynamik besser als ein reiner Angiotensin Rezeptor-Blocker.

EMA-Studie: NSAR sind unter Alltagsbedingungen sehr sicher

Die in der Primärversorgung angesiedelte SCOT-Studie zeigt, dass eine NSAR-Therapie bei Patienten ohne kardiovaskuläre Erkrankungen mit sehr geringen Komplikationsraten einhergeht. Unterschiede zwischen selektiven und nicht selektiven Präparaten gibt es praktisch keine.

Herzinfarktrisiko: EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid zu locker?

Erhöhte Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastungen scheinen einer belgischen Studie zufolge mit einer erhöhten Herzinfarktrate assoziiert zu sein. Beim ESC-Kongress nahm man diese Untersuchung als Anstoß, die von der EU möglicherweise zu locker festgelegten Schadstoffgrenzwerte zu überdenken.

Neue Studie: Spironolacton die beste Option bei „resistenter“ Hypertonie

Welche medikamentöse Option verspricht bei „resistenter“ Hypertonie noch Erfolg? Ergebnisse einer neuen Vergleichsstudie sprechen klar für Spironolacton als beste Wahl: Bei fast 60 Prozent aller zuvor therapierefraktären Hypertoniker konnte damit der erhöhte Blutdruck doch noch unter Kontrolle gebracht werden.

Diabetes-Therapie: Kein Herzinsuffizienzrisiko mit Sitagliptin

Neue Daten aus der TECOS-Studie untermauern die kardiovaskuläre Unbedenklichkeit des DPP4-Hemmers Sitagliptin im Hinblick auf die Herzinsuffizienz. Auch bei vorbestehender Herzschwäche findet sich kein beunruhigendes Signal.

Studie zum Peri-Infarktzonen-Pacing enttäuscht

Die Sterblichkeit bei Patienten mit großem Myokardinfarkt ist unverändert sehr hoch. Eine der wesentlichen Ursachen einer postinfarziellen Herzinsuffizienz ist das linksventrikuläre Remodeling. ...

Spironolacton ohne Wirkung – aber nicht auf der ganzen Linie

In der Akuttherapie von Patienten mit Herzinfarkt ohne Herzinsuffizienz blieb Spironolacton in der beim ESC-Kongress 2015 präsentierten ALBATROSS-Studie ohne Wirkung. Eine Hoffnung bleibt jedoch: In der Subgruppe der STEMI-Patienten deutete sich ein deutlicher prognostischer Vorteil an.

Neuer „High-Speed“ Algorithmus zur Infarktdiagnostik

Die rasche und vor allem sichere Diagnosestellung eines akuten Myokardinfarktes ist für die Prognose des Patienten von entscheidender Bedeutung. Schon lange bekannt ist, dass jede Verzögerung bei der ...

Ablation: Weder ATP noch Antiarrhythmika reduzieren Rezidivrate

Nicht alle Studien enden wie erhofft. Eine große japanische Studie konnte jetzt zeigen, dass weder Antiarrhythmika noch ein ATP-Test-gesteuertes Vorgehen bei der Katheterablation von Vorhofflimmern die Rezidivraten senken können.

Kaffee: Schlechter als sein Ruf?

Kaffee gilt gemeinhin als jenes Genussmittel, mit dem man seiner Gesundheit noch am ehesten einen Gefallen tut. Umso mehr erstaunt eine Kohortenstudie aus Italien: Junge Hypertoniker, die viel Kaffee trinken, sollen eine höhere kardiovaskuläre Ereignisrate haben. Was ist da los?

STEMI: Ciclosporin ohne Wirkung gegen Reperfusionsschaden

An Versuchen, sogenannte Reperfusionsschäden nach Wiedereröffnung verschlossener Infarktarterien zu minimieren, mangelt es nicht. Eine wirksame Therapie wurde bisher nicht gefunden. Auch die in einer neuen Studie geprüfte Behandlung mit dem Immunsuppressivum Ciclosporin konnte diesbezüglich nicht überzeugen.

ESC-Kongress: Was „heiße“ Studien an neuen Erkenntnissen bringen könnten

In diesem Jahr ist erstmals London Schauplatz des europäischen Kardiologenkongresses. Auch 2015 gibt es wieder mit neuen Studien vollgepackte „Hotline“-Sitzungen für auf die Ergebnisse gespannte Teilnehmer.