EuroPCR 2015

Renale Denervation: Gehe zurück auf Start!

Die renale Denervation soll ungeachtet jüngster Rückschläge als Methode zur Blutdrucksenkung weiter erforscht werden – allerdings unter veränderten Vorzeichen. Experten verrieten jetzt, in welche Richtung es gehen wird. Unter anderem sind Studien bei nicht mit Blutdrucksenkern behandelten Hypertonikern in Planung.

PAVK: Ballonkatheter punktet bei langen Gefäßverschlüssen

In einer Subgruppenanalyse der IN.PACT-Global-Studie konnten 12 Monate nach Intervention mit einem Paclitaxel-beschichteten Ballonkatheter bei besonders langen Gefäßläsionen (≥ 15 cm) die primären Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte erreicht werden.

Stents mit bioabbaubarer Polymer-Matrix: Ein Direktvergleich

Die SORT-OUT-VII-Studie zeigt die Gleichwertigkeit zweier „Drug-eluting“-Stents, die beide eine biodegradierbare Polymerbeschichtung besitzen. Allerdings gab es beim Endpunkt Stentthrombose einen kleinen, aber signifikanten Unterschied.

Macht Embolieschutz-System TAVI noch sicherer?

Mithilfe eines intraaortal platzierten Embolieschutz-Systems kann die katheterbasierte Aortenklappen-Implantation künftig möglicherweise noch sicherer gemacht werden. Eine neue Studie dokumentiert erstmals hirnprotektive Effekte einer solchen Strategie auch auf neurokognitiver Ebene.

EPC-Capture-Stenttechnologie: Fortschritt in der Therapie?

Erste Studien lassen vermuten, dass die bei einem ST-Hebungsinfarkt vermehrt zirkulierenden endothelialen Progenitorzellen (EPC) durch die EPC-Capture-Stenttechnologie vermehrt an der Stentoberfläche durch Antikörper gebunden werden können und so eine raschere Endothelialisierung bewirken. Dies kann möglicherweise besser vor einer Thrombose schützen und die Restenoserate reduzieren.

ST-Hebungs-Myokardinfarkt: Mehrgefäß-PCI macht wieder einen Stich

Die bis dato in den Leitlinien nicht empfohlene Strategie der kompletten Revaskularisation bei ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) macht weiter Boden gut. Erneut bescheinigt eine randomisierte Studie dieser Strategie klinische Vorteile im Vergleich zur Beschränkung der Revaskularisation auf die Infarktarterie.

NSTEMI: Akute oder subakute Angiografie?

In der Hot Line Session beim Kongress EuroPCR in Paris stellte Dr. Carsten Stengaard, Aarhus University Hospital, Dänemark, interessante Studienergebnisse zum richtigen Zeitpunkt einer Koronarangiografie bei Patienten mit NSTEMI vor.

Koronarintervention bei STEMI: Was ist die beste Strategie?

Was ist bei der Revaskularisation von Patienten mit ST-Hebungsinfarkt (STEMI) und koronarer Mehrgefäßerkrankung die beste Strategie: Komplette Revaskularisation oder Beschränkung auf die Infarktarterie? Dazu gibt es eine neue Studie.

Stenose, aber keine Ischämie: Herzkatheter überflüssig

Bei mittelgradigen Koronarstenosen, die keine Ischämien verursachen, hat eine invasive Intervention per Herzkatheter keinen prognostischen oder symptomatischen Nutzen – auch nicht auf sehr lange Sicht, wie 15-Jahres-Ergebnisse einer randomisierten Studie jetzt belegen.

Stent-Vergleich: Ist ein abbaubares Polymer von Vorteil?

Der Vorteil eines biodegradierbaren Polymers ist möglicherweise erst ein Jahr oder später nach Stentimplantation nachweisbar, wenn es bereits vollständig abgebaut ist. Hierzu gibt es aber bislang nur wenige randomisiert kontrollierte Studien.

Herzklappe per Katheter: Erfolg auch bei niedrigem Risiko

Bei schwerer Aortenstenose ist die minimal-invasive Aortenklappen-Implantation via Katheter eine Option, von der offenbar nicht nur Patienten mit hohem Operationsrisiko profitieren. Auch bei niedrigem Risiko scheint die interventionelle Methode ähnlich effektiv und sicher zu sein wie der chirurgische Aortenklappenersatz.