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21.09.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

Takayashu Arteriitis

Hohe Responserate bei Biologika-Therapie

Autor:
Philipp Grätzel

Patienten mit behandlungsrefraktärer Takayashu Arteriitis profitieren stark von TNF-alfa-Blockern und Tocilizumab. In einer französischen Kohorte sprachen 8 von 10 Patienten auf die Therapie an.

Die Takayasu Arteriitis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Aorta und der abgehenden großen Gefäße, die vor allem Frauen betrifft und typischerweise im mittleren Lebensalter ausbricht. Klinisch kommt es zu Claudicatio-artigen Beschwerden in Armen und Beinen. In der Angiografie zeigen sich segmentale Stenosen ohne dazu passende Atherosklerose.

Für die jetzt in Circulation publizierte, retrospektive Analyse hat das französische Takayashu Netzwerk landesweit 49 Patienten ausgewertet, bei denen die Erkrankung durch die üblicherweise eingesetzte immunsuppressive Therapie nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Patienten wurden deswegen zusätzlich mit Biologika behandelt, überwiegend TNF-alfa-Blocker, teilweise auch Tocilizumab.

Auf diese Behandlung sprachen nach 6 Monaten 75% und nach einem Jahr 83% der Patienten an. Dies ging einher mit einem signifikant geringeren Verbrauch an Kortikosteroiden. Die Wirkung war auch anhaltend: 9 von 10 Respondern, die die Biologika kontinuierlich über drei Jahre einnahmen, hatten in diesem Zeitraum keinen Rückfall.

In einem begleitenden Editorial ruft Joshua Beckman von der Vanderbilt University in Nashville Kardiologen und Rheumatologen dazu auf, bei Patienten mit Takayashu Arteriitis enger zu kooperieren, um sie künftig besser zu versorgen.

Mit einer Inzidenz von einer Erkrankung pro eine Million Einwohner ist die Takayashu Arteriitis in westlichen Ländern extrem selten. Bei Menschen asiatischer und insbesondere japanischer Abstammung ist sie deutlich häufiger. 

Literatur