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25.10.2018 | Ischämische Herzerkrankungen/Koronare Herzkrankheit, KHK | Nachrichten

PCSK9-Hemmer

Drastische Preissenkung für Lipidsenker Evolocumab in den USA

Autor:
Christoph Winnat

Das US-Unternehmen Amgen will im Heimatmarkt USA den Listenpreis für seinen Cholesterinsenker Evolocumab um 60 Prozent senken. Damit betragen laut Hersteller die offiziellen Jahrestherapiekosten künftig nur noch 5.850 statt 14.000 Dollar.

Ab wann die Preisenkung für Evolocumab (Repatha®) wirksam wird, steht noch nicht genau fest. Den Kostenträgern gewähre man bereits signifikante Rabatte, heißt es, die sich jedoch nicht auf die Höhe der Patientenzuzahlungen ausgewirkt hätten.

75 Prozent der Versicherten der staatlichen US-Krankenversicherung Medicare, die einen PCSK9-Hemmer verschrieben bekommen, würden ihre Rezepte nicht einlösen – „hauptsächlich wegen der hohen Eigenbeteiligung“, berichtet Amgen-CEO Robert Bradway. Mittels des reduzierten Listenpreises werde sich die Selbstbeteiligung von derzeit bis zu 370 Dollar monatlich auf dann – je nach Zuzahlungsmodell – 25 bis 150 Dollar verringern.

Unterdessen wurden Hoffnungen von Amgen auf einen besseren Erstattungspreis für Evolocumab in Deutschland enttäuscht. Bei der Neubewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss wurden erstmals Resultate der kardiologischen Großstudie FOURIER berücksichtigt. Angesichts deren „robuster Daten“ könne man den GBA-Beschluss, wieder keinen Zusatznutzen auszusprechen, „nicht nachvollziehen“.

Allerdings habe die bereits bestehende Verordnungseinschränkung auch weiterhin Gültigkeit, betont Amgen. Danach ist Evolocumab wie gehabt zur Cholesterinsenkung bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten zulasten der gesetzlichen Kassen „verordnungs- und erstattungsfähig“.

Literatur

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