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03.11.2016 | Ischämische Herzerkrankungen/Koronare Herzkrankheit, KHK | Nachrichten

Bococizumab vor dem Ende

Pfizer stellt Entwicklung seines PCSK9-Hemmers ein

Autor:
Peter Overbeck

Das bereits weit gediehene globale Forschungsprogramm zur klinischen Entwicklung des neuen Lipidsenkers Bococizumab aus der Gruppe der PCSK9-Hemmer wird eingestellt, informiert das US-Unternehmen Pfizer in einer Pressemitteilung.

Pfizer stoppt das acht Studien mit insgesamt rund 32.000 beteiligten Patienten umfassende Phase-III-Entwicklungsprojekt SPIRE (Studies of PCSK9 Inhibition and Reduction of Vascular Events), das der klinischen Entwicklung des PCSK9-Hemmers Bococizumab dienen sollte. Diese Entscheidung des Unternehmens hat auch den vorzeitigen Stopp von zwei laufenden großen Endpunktstudien (SPIRE-1 und SPIRE-2) zur Folge, in denen die Wirkung dieses Cholesterinsenkers auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität geprüft werden sollte.

In sechs bereits abgeschlossenen Studien hat Bococizumab stets die erwartete lipidsenkende Wirkung unter Beweis stellen können. Warum dann die Einstellung der Entwicklung dieses Medikaments? Nach Auskunft von Pfizer sind es zwei wesentliche Gründe: Zum einen die inzwischen verfügbare „Gesamtheit der klinischen Informationen“ aus den Studien, zum anderen die Entwicklungen am Pharmamarkt für Lipidsenker, auf dem bereits zwei Mitbewerber mit inzwischen zugelassenen PCSK9-Hemmern (Evolocumab, Alirocumab) vertreten sind.

In den bisherigen Studien habe sich ein „klinisches Profil“ von Bococizumab abgezeichnet, das nicht erwarten lasse, dass dieses Medikament für „Patienten, Ärzte oder Aktionäre“ von Nutzen sein werde. So habe sich eine unerwartete Abschwächung der cholesterinsenkenden Wirkung mit der Zeit gezeigt, zudem ein höherer Grad an Immunogenität sowie eine höhere Rate an Reaktionen an der Einstichstelle der Injektion im Vergleich zu anderen PCSK9-Hemmern.

Literatur

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