Kongressmeldungen

KHK-Prävention: Sport reduziert Entzündungsmarker im Blut

Dass körperliche Aktivität das Herz schützt, ist bekannt. Die genauen Zusammenhänge sind jedoch nicht vollständig geklärt. Ein Forscherteam aus Greifswald hat jetzt untersucht, welche Rolle antientzündliche Stoffwechselveränderungen dabei spielen.

Telemonitoring reduziert Sterberisiko bei Patienten mit Herzinsuffizienz erheblich

Telemedizinische Betreuung senkte die Mortalität bei Patienten mit Herzschwäche um fast ein Drittel, wobei besonders Ältere profitierten. Das ergab eine Analyse von Krankenkassendaten, die bei den DGK-Herztagen in Berlin vorgestellt wurde.

Interventionelle Therapie von Vorhofflimmern - Status quo und Ausblick

Mittlerweile werden in Deutschland jährlich etwa 100.000 Herzrhythmusablationen durchgeführt. Doch nicht alle der ca. 340 Ablationszentren erfüllen derzeit die Qualitätskriterien für eine Zertifizierung. Zudem stehen neue Devices vor der Markteinführung.

Präventionsforschung 2019: Neues zu Mundhygiene, E-Zigaretten und Vorbeugungssprogrammen

2019 hat sich viel getan in der Prävention von Herzerkrankungen. Prof. Rainer Hambrecht, Tagungspräsident für aktuelle Kardiologie, gab bei den DGK-Herztagen in Berlin einen kurzen Überblick über aktuelle Themen und kommentierte die Entwicklungen.

HIS-Bündel im Fokus: Kardiale Resynchronisation reloaded?

Steht die Herzinsuffizienztherapie mit Schrittmachern vor einem Umbruch? Bei der Herbsttagung der Kardiologen in Berlin wurde jedenfalls intensiv über die HIS-Bündel-Stimulation diskutiert. Ein Generalangriff auf die linksventrikuläre CRT-Elektrode?

Chronische KHK: Differenzierte Läsionsdiagnostik auf dem Vormarsch

Einmal mehr gab es in den letzten Tagen Medienkritik an einer zu „katheterfreudigen“ Kardiologie. Bei der DGK-Herbsttagung wurde jetzt für eine differenzierte Läsions- und Ischämiediagnostik plädiert.

TAVI: Neue Daten, neues Vorgehen?

Kardiologen und Herzchirurgen in Deutschland wollen in Kürze ein neues, gemeinsames Positionspapier zur Versorgung von Patienten mit Aortenstenose vorlegen. Aktuelle deutsche Versorgungsdaten zeigen, dass die TAVI-Implantationen weiter zulegen – bei gutem Outcome.

Personalisierte Versorgung von Patienten mit Aortenstenose und bikuspider Klappe

Bei Patienten mit bikupsider Aortenklappe sind die hämodynamischen Ergebnisse einer TAVI-Prozedur oft suboptimal. Kann eine individuelle Computersimulation Patienten identifizieren, die besser operiert werden sollten?

EUROCTO: Studie zur Revaskularisation chronischer Koronarverschlüsse legt 3-Jahres-Daten vor

Wiedereröffnen oder nicht, das ist die Frage bei chronischen Koronarverschlüssen. Die EUROCTO-Studie deutet darauf hin, dass die Patienten hinsichtlich schwerer kardiovaskulärer Ereignisse zumindest nicht schlechter laufen als optimal medikamentös behandelte Patienten.

Nicht komplexe Hauptstammstenosen: Auch nach 5 Jahren ist PCI so gut wie der Bypass

Eine der Meilensteinstudien zum Vergleich zwischen perkutaner Koronarintervention und Bypass-OP  bei Hauptstammstenosen hat bei der TCT-Tagung neue Langzeitdaten vorlegt. Ergebnis: Bei einem SYNTAX-Score bis 32 geben sich die beiden Vorgehensweisen statistisch nur wenig.

Verkalkte Koronarstenosen: Intravaskuläre Lithotripsie erweist sich als sicher und effektiv

Das noch experimentelle Verfahren der intravaskulären Lithotripsie bei Patienten mit stark verkalkten Koronarstenosen hat seinen zweiten Studientest bestanden. In der einarmigen, multizentrischen Disrupt CAD II-Studie war die Kalkzertrümmerung effektiv und sicher.

Koronarstents: Polymerfrei oder nicht – das macht bei hohem Blutungsrisiko und kurzer DAPT keinen Unterschied

Was ist das optimale Vorgehen und was das optimale Equipment für perkutane Koronarinterventionen (PCI) bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko? In der großen Onyx ONE-Studie war ein Drug Eluting Stent bei kurzer dualer Plättchenhemmung (DAPT) genauso sicher wie ein polymerfreier Stent. Geht beides?

Biologische Aortenklappen: Sind thrombotische Segelauflagerungen von klinischer Relevanz?

Asymptomatische Segelthrombosen sind nach interventioneller oder chirurgischer Implantation von Aortenklappen-Bioprothesen  relativ häufig nachweisbar. In einer neuen Studie fanden sich aber keine klaren Hinweise auf eine Assoziation mit klinischen Ereignissen. 

Nach Koronarintervention: Weniger Blutungen durch Switch auf Ticagrelor-Monotherapie

Eine nach nur kurzfristiger dualer Plättchenhemmung vorgenommene Umstellung auf eine Ticagrelor-Monotherapie unter Verzicht auf ASS scheint nach perkutaner Koronarintervention (PCI) die therapeutische Sicherheit zu erhöhen: Das Blutungsrisiko nimmt deutlich ab, wie eine neue Studie belegt.

AUGUSTUS-Studie: Duale antithrombotische Therapie ist Triple-Therapie auf breiter Front überlegen

Was tun bei antikoagulierten Patienten mit Vorhofflimmern, die ein akutes Koronarsyndrom entwickeln oder eine perkutane Koronarintervention (PCI) benötigen? Eine  neue  Analyse der AUGUSTUS-Studie ist einmal mehr ein Plädoyer für eine duale antithrombotische  Therapie.

ESC-Leitlinien aktualisiert: Welche neuen Empfehlungen es bei akuter Lungenembolie gibt

Nach zuletzt 2014 hat die European Society of Cardiology (ESC) ihre Leitlinien zum Management bei akuter Lungenembolie aktualisiert. Angefangen bei der Diagnostik bis hin zur Langzeitversorgung gibt es eine Reihe neuer oder revidierter Empfehlungen.  

Statine verlängern das Leben von Patienten mit PAVK

PAVK-Patienten sollten zuverlässig Statine in der höchsten verträglichen Dosierung einnehmen. Denn das scheint das Sterberisiko zu verringern, wie Ergebnisse einer Beobachtungsstudie aus der Schweiz nahelegen.

Senkt Grippeimpfung die Mortalität bei Menschen mit Hypertonie?

Eine Impfung gegen Influenza ist bei Patienten mit Bluthochdruck mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert, so das Ergebnis einer bevölkerungsbasierten dänischen Kohortenstudie, die auf dem ESC-Kongress in Paris präsentiert wurde.

Erhöht Malaria das Risiko für Herzinsuffizienz?

Eine Malariainfektion ist möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für Herzschwäche assoziiert. Darauf weist eine dänische Studie hin, die beim Europäischen Kardiologenkongress in Paris vorgestellt wurde.

Auch bei Patienten mit TIA lohnt sich die Suche nach Vorhofflimmern

Nach unklaren Schlaganfällen oder transitorischen ischämischen Attacken (TIA), bei denen vermutlich Embolien die Ursache waren, lässt sich durch kontinuierliches Monitoring relativ häufig ein bis dato unerkanntes Vorhofflimmern detektieren, so die im deutschen SPIDER-AF-Register gemachte Erfahrung.

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