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09.11.2015 | Nachrichten | Onlineartikel

Essgewohnheiten

Mit Hausmacherkost kommt der Diabetes seltener

Autor:
Dr. Ulrike Fortmüller

Selbst zubereitete Mahlzeiten scheinen gegenüber Essen außerhalb der eigenen vier Wände langfristig mit einem gesundheitlichen Vorteil hinsichtlich der Entwicklung von Typ-2-Diabetes einherzugehen, legen Daten einer amerikanischen Studie nahe.

Die retrospektive Analyse der Essgewohnheiten basiert auf den Daten von fast 58.000 Frauen (NHS, Nurses Health Study) und ca. 41.000 Männern (Health Professionals Follow-up Study) aus den Jahren 1986 bis 2012. Das Diabetesrisiko war dabei nach Adjustierung den BMI relativ um 13 Prozent niedriger, wenn die Personen wöchentlich 11 bis 14 selbst zubereitete Mittag- oder Abendessen zu sich nahmen, im Vergleich zu denjenigen, die nur 0 bis 6 solcher Mahlzeiten pro Woche hatten.

Dabei stellten die Forscher um Dr. Geng Zong aus Boston fest, dass die Menschen, die sich öfter selbst um die Nahrungszubereitung kümmerten, zu Beginn der Untersuchungszeit mehr Vollkornprodukte, fettreduzierte Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie weniger gezuckerte Getränke zu sich nahmen, allerdings auch mehr rotes Fleisch aßen und weniger Kaffee tranken. Keiner der Teilnehmer hatte anfangs Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen oder Krebs.

Der Unterschied bei der Gewichtszunahme war mit maximal 450 Gramm weniger innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 8 Jahren eher gering unter den Freunden der Hausmannskost gegenüber dem Vergleichskollektiv.

Interessanterweise ergab eine differenzierte Betrachtung, dass selbst zubereitetes oder mitgebrachtes Mittagessen mit je 2 Prozent, entsprechendes Abendessen dagegen mit je 4 Prozent pro wöchentliche Mahlzeit bei der Reduktion des Diabetesrisikos zu Buche schlug.

In den USA ist der Trend, kommerziell zubereitete Nahrung in Restaurants oder als Fast Food / Take away zu konsumieren, in den letzten 50 Jahren signifikant gestiegen, erklärte Zong. Gleichzeitig nahm auch die Rate an Diabeteserkrankungen zu.

Literatur

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