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Statine könnten Darmflora verändern – und zwar positiv

Statine scheinen die Zusammensetzung der Darmbakterien bei adipösen Menschen positiv zu beeinflussen. Bestätigt sich das, könnte sich für die Cholesterinsenker ein neues Einsatzgebiet ergeben.

Auch größter Herzkongress findet dieses Jahr rein digital statt

Was zu erwarten war, ist eingetreten: Auch der für Ende August 2020 geplante Kongress der europäischen Kardiologengesellschaft ESC ist als weltweit größter Herzkongress wegen mit der COVID-19-Pandemie einhergehender Beschränkungen abgesagt worden.

COVID-19: Antikoagulation könnte Überlebenschancen erhöhen

Es scheint, dass COVID-19 das Thrombose-Risiko erhöht. Doch heißt das auch, dass man COVID-19-Patienten antikoagulieren sollte? Laut einer neuen Studie könnte eine systemische Antikoagulation die Überlebenschancen erhöhen.

STEMI-Patienten mit COVID-19 haben oft keinen Gefäßverschluss

Patienten mit einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI), die positiv auf COVID-19 getestet werden und sich einer Koronarangiografie unterziehen, scheinen relativ häufig keine Stenosen aufzuweisen. Darauf deutet eine italienische Studie hin.

Was Troponin zur Vorhersage von Herzinsuffizienz beiträgt

Der in der Herzinfarkt-Diagnostik etablierte kardiale Biomarker Troponin I scheint auch als zusätzliche Hilfe dienen zu können, das Risiko für eine künftige Herzinsuffizienz im Voraus abzuschätzen. Darauf lässt eine neue Studie des BiomarCaRE-Konsortiums schließen.

Halskette soll Vorhofflimmern detektieren

Erweitert bald ein neues mobiles EKG-Gerät die Optionen bei der Vorhofflimmern-Detektion? In einer Pilotstudie hat eine EKG-Aufzeichnung über ein Amulett an einer Halskette gut interpretierbare Ergebnisse geliefert. 

Chloroquin bei COVID-19: Weitere Daten untermauern Herzgefährdung

Gleich zwei neue Kohortenstudien zeigen ein deutlich erhöhtes Risiko für QT-Verlängerungen und klinische Folgen bei Behandlung von COVID-19-Patienten mit Hydroxychloroquin. Engmaschige EKG-Überwachung ist Pflicht.

Mindert bessere Pharmakotherapie bei Herzinsuffizienz den ICD-Bedarf?

Bei vielen Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz und primärpräventiver ICD-Prophylaxe verbessert sich die linksventrikuläre Auswurffraktion unter Behandlung mit Sacubitril/Valsartan. Folge kann sein, dass dann keine ICD-Indikation mehr besteht.

COVID-19: Neue Studien entlasten RAAS-Inhibitoren

Gleich drei Studien mit unterschiedlichem Design belegen, dass RAAS-Hemmer im Kontext einer SARS-CoV-2-Infektion kein Risiko darstellen. Deshalb die klare Message: Medikamente nicht absetzen!

Kardioprotektiver Nutzen von SGLT2-Hemmern: Ertugliflozin tanzt aus der Reihe

Der SGLT2-Hemmer Ertugliflozin hat sich in der VERTIS-Studie unter kardiovaskulärem Aspekt als sicher erwiesen. Eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse konnte damit aber – im Unterschied zu anderen SGLT2-Hemmern – augenscheinlich nicht erzielt werden.

Wenn COVID-19 „blind macht“ – eigentlich logische Diagnose lange übersehen

In Houston ist das eingetreten, was Kardiologen vielerorts befürchten. Ein 56-jähriger Patient wird mit Brustschmerz und Atemnot in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte vermuten eine SARS-CoV-2-Infektion. Doch damit liegen sie falsch…

Pro&Kontra-Debatte: Renaissance der Fibrinolyse in der Corona-Krise?

Die Coronavirus-Pandemie tangiert auch die Akutversorgung von Patienten mit Myokardinfarkt. Als mögliche Lösung wird eine Rückkehr zur Fibrinolyse als Revaskularisationsmethode der Wahl diskutiert. Experten beleuchten nun Vor- und Nachteile dieser Strategie in einer Pro&Kontra-Debatte.

Nach Herzinfarkt: In welchen Fällen Clopidogrel eine vorteilhafte Option ist

Nach Herzinfarkt ohne ST-Streckenhebung besteht die antithrombotische Standardtherapie aus ASS und einem P2Y12-Hemmer wie Ticagrelor oder Prasugrel. Bei ausgewählten Patienten kann aber Clopidogrel eine vorteilhaftere Option sein, wie die POPULAR-AGE-Studie zeigt.

Diskussion entfacht: Wie sinnvoll sind Steroide bei COVID-19-Myokarditis?

Vereinzelt werden Patienten mit COVID-19-assoziierten Myokarditiden mit hochdosierten Glukokortikoiden behandelt – teils mit Erfolg. Doch es melden sich Gegenstimmen, die solche Therapieversuche kritisch sehen.

Mitralinsuffizienz: Frühe Symptombesserung verheißt bessere Prognose

Gelingt es, den subjektiven Gesundheitsstatus von  herzinsuffizienten Patienten mit sekundärer Mitralinsuffizienz kurzfristig zu verbessern, geht dies längerfristig mit einer niedrigeren Morbidität und Mortalität einher.

Auffallend viele Lungenembolien bei COVID-19-Intensivpatienten

COVID-19-Patienten auf Intensivstation entwickeln sehr häufig Lungenembolien. Und das Risiko scheint deutlich höher als bei anderen schwerkranken Patienten.

Länger leben mit Kaffee? Auf die Zubereitung kommt es an

Die Auswertung des Kaffeekonsums von mehr als einer halben Million Menschen legt nahe: Filterkaffeetrinker leben länger als Personen, die auf Kaffee verzichten. Ungefilterter Kaffee kann dagegen bei bestimmten Gruppen das Sterberisiko erhöhen.

Off-Label-Einsatz von NOAKs bei LV-Thromben könnte riskant sein

Ihre einfache Handhabung hat die NOAKs für viele Indikationen attraktiv gemacht. Ein „Allheilmittel“ sind die Antikoagulanzien aber nicht. Ihr Off-Label-Gebrauch bei linkventrikulären Thromben könnte sogar riskant sein.

Disseminierte Gerinnungsstörung bei COVID-19: Antikoagulieren oder nicht?

Gerinnungsstörungen sind bei COVID-19-Pneumonie eher die Regel als die Ausnahme. Vor allem die schwerer betroffenen Patienten erfüllen oft die DIC-Kriterien. Nur: Wie damit umgehen?

COVID-19: „Als Kardiologen können wir viel Gutes tun“

Seit Corona ist im Universitätsklinikum Regensburg fast alles anders als zuvor. Prof. Lars Maier, Klinikdirektor der Inneren Medizin II, erläutert, warum in dieser Krise die Expertise von Kardiologen gefragt ist. Er diskutiert die Auswirkungen der Pandemie auf die Herz-Kreislauf-Medizin und gibt dabei einen Ausblick auf die „Postcorona-Zeit“.  

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Interview mit Prof. Aßmus/© Kardiologie.org