Plötzlicher Herztod

Jedes Jahr versterben in Deutschland etwa 65.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Wie lässt sich die tödliche Komplikation vermeiden und was sollte im Notfall getan werden? In diesem Themenspecial erfahren Sie die neusten wissenschaftliche Erkenntnisse. 

Deutsches Herzstillstand-Register gestartet

Noch immer ist die Prognose für Patienten mit einem Herzstillstand außerhalb der Klinik nicht besonders gut. Ein neues nationales Register soll zu einem besseren Verständnis der Erkrankung beitragen – um perspektivisch die Situation für die Betroffenen zu verbessern.

Plötzlicher Herztod im jüngeren Alter: Wie oft sind Koronaranomalien schuld?

Wenn jüngere Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden, findet sich nicht selten eine Koronaranomalie als Ursache – das jedenfalls war die frühere Annahme. Eine aktuelle Registerstudie deutet nun an, dass die Bedeutung solcher Fehlbildungen als Herztod-Ursache wohl überschätzt wurde.

Plötzlicher Herztod: MRT verbessert Risikoprädiktion

Das Herztod-Risiko von Postinfarktpatienten wird derzeit fast ausschließlich durch die Höhe der EF abgeschätzt. Doch die so getroffenen Vorhersagen sind oft ungenau. Ein Großprojekt hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, einen individualisierten Risikokalkulator zu entwickeln. Erste Ergebnisse mit Berücksichtigung von MRT-Befunden stimmen zuversichtlich.

Plötzlicher Herztod: Kalziumscore könnte Risikopatienten identifizieren

Ein Herzstillstand kommt oft unerwartet. Das Risiko lässt sich im Voraus schwer abschätzen. Nun legt eine Analyse nahe, dass die Bestimmung des Koronarkalks helfen könnte, gefährdete Patienten aufzuspüren.

Plötzlicher Herztod beim Sport: Zu häufig, aber Überlebenschance steigt

Präventionsbemühungen scheinen beim plötzlichen Herztod im Sport noch nicht richtig zu greifen. Dafür überleben mittlerweile dreimal so viele Betroffene wie noch Anfang der Nuller Jahre.

Nach ICD-Implantation: Ab wann ist Autofahren sicher möglich?

Wer einen ICD zur Sekundärprävention implantiert bekommt, darf erstmal kein Autofahren, je nach Land zwischen drei und sechs Monate lang. Neuesten Daten zufolge scheint die kürzere Zeitspanne ausreichend sicher zu sein.

Ist eine Herzdruckmassage in extremen Höhen noch gut durchführbar?

Wenn ein Herzstillstand in extremen Höhenlagen passiert, ist auch das Rettungspersonal den dortigen Bedingungen ausgesetzt. Spezialisten haben nun untersucht, wie sich das auf die Qualität der Herzdruckmassage auswirkt – und raten auf Basis ihrer Ergebnisse, die Leitlinienempfehlungen zu überdenken.  

Bestimmte Antibiotika könnten Herztod-Risiko von Dialysepatienten erhöhen

Dialysepflichtige Patienten sind besonders gefährdet, an einem plötzlichen Herztod zu versterben. Eine aktuelle Analyse legt nun nahe, dass bestimmte Antibiotika das Risiko erhöhen könnten. Was heißt das nun für die Praxis?

Plötzlicher Herztod bei jungen Menschen: Ursache bleibt häufig unklar

Wenn junge Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden, bleibt die Ursache in vielen Fällen unklar – selbst nach umfassender Diagnostik, wie eine neue Analyse aus Ulm deutlich macht.

SGLT2-Hemmer schützt evtl. auch vor lebensbedrohlichen Arrhythmien

Die Wirkweise der SGLT2-Inhibitoren könnte sich noch um einen Aspekt erweitern. Dapagliflozin hat in einer Post-hoc-Analyse das Risiko für Rhythmusstörungen deutlich reduziert. Noch ist aber unklar, ob diese Wirkung auf direkten antiarrhythmischen oder indirekten Effekten beruht.

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Von Covid-19 über eHealth in der Kardiologie bis hin zu KHK und Herzinfarkt: In unseren Themen-Specials finden Sie die neuesten Studien und Nachrichten zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Bereich Kardiologie. 

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Herz und Gefäße/© [M] Sebastian Kaulitzki | Lumarmar / Fotolia