Plötzlicher Herztod

Jedes Jahr versterben in Deutschland etwa 65.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Wie lässt sich die tödliche Komplikation vermeiden und was sollte im Notfall getan werden? In diesem Themenspecial erfahren Sie die neusten wissenschaftliche Erkenntnisse. 

Nach ICD-Implantation: Ab wann ist Autofahren sicher möglich?

Wer einen ICD zur Sekundärprävention implantiert bekommt, darf erstmal kein Autofahren, je nach Land zwischen drei und sechs Monate lang. Neuesten Daten zufolge scheint die kürzere Zeitspanne ausreichend sicher zu sein.

Ist eine Herzdruckmassage in extremen Höhen noch gut durchführbar?

Wenn ein Herzstillstand in extremen Höhenlagen passiert, ist auch das Rettungspersonal den dortigen Bedingungen ausgesetzt. Spezialisten haben nun untersucht, wie sich das auf die Qualität der Herzdruckmassage auswirkt – und raten auf Basis ihrer Ergebnisse, die Leitlinienempfehlungen zu überdenken.  

Bestimmte Antibiotika könnten Herztod-Risiko von Dialysepatienten erhöhen

Dialysepflichtige Patienten sind besonders gefährdet, an einem plötzlichen Herztod zu versterben. Eine aktuelle Analyse legt nun nahe, dass bestimmte Antibiotika das Risiko erhöhen könnten. Was heißt das nun für die Praxis?

Plötzlicher Herztod bei jungen Menschen: Ursache bleibt häufig unklar

Wenn junge Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden, bleibt die Ursache in vielen Fällen unklar – selbst nach umfassender Diagnostik, wie eine neue Analyse aus Ulm deutlich macht.

SGLT2-Hemmer schützt evtl. auch vor lebensbedrohlichen Arrhythmien

Die Wirkweise der SGLT2-Inhibitoren könnte sich noch um einen Aspekt erweitern. Dapagliflozin hat in einer Post-hoc-Analyse das Risiko für Rhythmusstörungen deutlich reduziert. Noch ist aber unklar, ob diese Wirkung auf direkten antiarrhythmischen oder indirekten Effekten beruht.

Koronarangiografie nach Herzstillstand: Kein Grund zur Eile!

Die Strategie, Patienten mit überlebtem Herzstillstand und ohne ST-Hebung im EKG rasch einer Koronarangiografie zuzuführen, trägt nicht zu einer Verbesserung der Überlebenschancen und des neurologischen Zustands bei, zeigt die TOMAHAWK-Studie.

Taugen Defi-Drohnen für den echten Notfall?

Wenn der Defi mit der Drohne zum Einsatzort kommt, könnte das Zeit sparen und Leben retten. In simulierten Situationen hat das bereits funktioniert. Nun wurde die Technik erstmals in realen Notfällen eingesetzt – die Ergebnisse stimmen die Initiatoren hoffnungsvoll.

Wettkampfsport mit Long-QT-Syndrom – wirklich ausgeschlossen?

Wenn bei einem Wettkampfsportler ein Long-QT-Syndrom diagnostiziert wird, wird ihm üblicherweise zum Beendigung der Sportlaufbahn geraten. Die Leitlinien äußern sich hierzu restriktiv. Kardiologen aus Rochester gehen einen anderen Weg – und zeigen jetzt, dass dieser funktionieren könnte.

HIV-Patienten haben erhöhtes Herztod-Risiko, aber warum?

HIV-positive Patienten haben einer aktuellen Studie zufolge offenbar ein erhöhtes Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Die Gründe dafür scheinen vielschichtig.

KHK ist häufigste Ursache für plötzlichen Herztod – auch bei unter 50-Jährigen

Die KHK-Sterblichkeit ist rückläufig, wie der Herzbericht zeigt. Das sollte laut Experten aber nicht davor hinwegtäuschen, dass die Todeszahlen noch immer erschreckend hoch sind – das ist auch deshalb wichtig, weil die KHK die häufigste Ursache für Herzinsuffizienz und plötzlichen Herztod ist.

Alle Themen-Specials

Von Covid-19 über eHealth in der Kardiologie bis hin zu KHK und Herzinfarkt: In unseren Themen-Specials finden Sie die neuesten Studien und Nachrichten zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen aus dem Bereich Kardiologie. 

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Arzt mit Elektrokardiogramm Auswertung/© megaflopp / stock.adobe.com
Herz und Gefäße/© [M] Sebastian Kaulitzki | Lumarmar / Fotolia